Michael Parensen und die Frage, ob er vielleicht nie wieder das Union-Trikot tragen wird

Bei Union hat sich Michael Parensen gestern von den Berliner Journalisten per Videocall interviewen lassen. Dabei ist mir bei der Frage, ob er vielleicht nie wieder das Union-Trikot überziehen wird, schmerzhaft bewusst geworden, dass wir im schlimmsten Fall Michael Parensen nicht mehr spielen sehen werden. Da wir alle darauf aber keinen Einfluss nehmen können, ist es wahrscheinlich das beste, so an die Sache heranzugehen wie der Verteidiger selbst. Er antwortete: “Dann ziehe ich es in der Freizeit an.”

Michael Parensen im Union-Trikot, Foto: Stefanie Fiebrig

Michael Parensen im Union-Trikot, Foto: Stefanie Fiebrig

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Union zieht ein Scheiß-Los im Pokal und was ist eigentlich der Stand bei Marius Bülters Vertrag?

Als gestern in der Pokal-Auslosung in der Sportschau Leverkusen als Heimteam gezogen wurde, habe ich mit meinen Kinder nur gehofft, dass nicht Union gezogen wird. Doch alle Wünsche nach einem Heimspiel, alles Fingerkreuzen gegen eine erneute Partie beim Chemie-Konzern halfen nichts. Union hat das mit Abstand unattraktivste Pokal-Los gezogen. “So eine Scheiße!”, fluchte ich. Und ich glaube, dass wir alle dasselbe dachten in dem Moment.

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Rafal Gikiewicz: Wie die “polnische Gurke” Manuel Neuer herausfordert

Dortmund, kennen wir schon … Bei den Bundesliga-Experten im Spiegel habe ich noch geschrieben:

Auswärts im Westfalenstadion bei Borussia Dortmund. Das gilt sicher als Highlight. Aber ehrlich gesagt empfinde ich nach zwei Pokalauftritten von Union 2016 und 2018 die Stimmung dort als etwas überbewertet. Und außerdem hat Union noch nie in 90 Minuten gegen den BVB verloren. Håland? Noch nie gehört.

Und doch habe ich mich am Freitag entschieden, spontan nach Dortmund zu fahren und das kleine Kind auf seine erste richtige Auswärtsfahrt mitzunehmen (Leipzig ist aus familiären Gründen für mich eher eine Art Heimat). Mal sehen, ob das Kind sich verbal wieder so benimmt wie der Hashtag, den Christopher Lenz auf Instagram benutzt: #auswärtssindwirasozial

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“Mit Urs an deiner Seite wirst du niemals untergehen”

Als Unions Trainer Urs Fischer und Sportdirektor Oliver Ruhnert vor zwei Wochen darüber gesprochen haben, den Vertrag des Trainers gern über die laufende Saison hinaus verlängern zu wollen … war das schon längst geschehen (Vereinsmitteilung).

Urs Fischer 1. FC Union

Trainer Urs Fischer bleibt planmäßig bis mindestens 2021 bei Union, Photo: Matze Koch

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Dass Toni Leistners Vertrag sich bei Aufstieg automatisch verlängert, hätten wir gerne früher gewusst

Mathias Bunkus von Kurier/Berliner Zeitung hat eine Info ausgegraben, die vielen den Sommer erträglicher gemacht hätte. Denn diesen beiden Texten nach steht im Arbeitsvertrag von Toni Leistner eine Klausel, die den Vertrag des Verteidigers bei Aufstieg in die Bundesliga automatisch um ein Jahr verlängert. Nun sind Klauseln auch in Arbeitsverträgen bei Fußballern nicht so feststehend, wie man das glauben möchte. Aber diese zeigt doch, dass Union in diesem Jahr mit aller Macht in die Bundesliga strebt. Mir war nämlich vorher nicht klar, warum der Verein Leistner im Sommer nicht hat ziehen lassen und dafür das Geld genommen hat.

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Die schlimmste Nachricht dieser Saison

Das war schon eine tolle Osterüberraschung, die Steven Skrzybski und Union gestern am Karfreitag für uns hatten. Der Angreifer verlängert seinen bis 2018 gültigen Vertrag also bis 2020 (Vereinsmitteilung).

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Eine Vertragsverlängerung fürs Herz, aber mit Verstand

Die Vertragsverlängerung mit Benjamin Köhler bis 2017 habe ich gestern so nicht erwartet. Ich bin davon ausgegangen, dass sich beide Seiten noch etwas Zeit lassen und schauen, wie es weiter geht. Um so mehr habe ich mich für Benjamin Köhler gefreut, der belohnt wurde für seinen Kampf gegen den Krebs und die unermüdliche Arbeit nach der Gesundung, um wieder in den Profikader zurückzukehren.

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Herthas neue Bescheidenheit.

Es gibt diese Veranstaltungen, bei denen schon vorher klar ist, was passieren wird. Wenn ein Verein wie Hertha BSC die Verlängerung mit seinem Hauptsponsor verkündet, werden beide Seiten vor vielen klickenden Kameras betonen, welch wichtigen Partner sie haben. Doch sie verlief anders und der millionenschwere Top-Manager Rüdiger Grube sprach von Demut und zitierte aus seiner Hochzeitsanzeige.

Bei der Vorstellung des Engagements begründete Grube den erneuten Vertrag: “Das ist wie in einer Ehe. Wir stehen auch in schlechten Zeiten und hoffen gemeinsam auf bessere. Wir wollen den Aufstieg von Hertha und die Etablierung in der Bundesliga.” Beim ersten Vertrag zwischen Dieter Hoeneß und Hartmut Mehdorn war das Ziel noch Champions League. Herthas Präsident fasste sich in einfache Worte: “Ich möchte einfach nur Danke sagen. Für Hertha ist das eine schwierige Situation, in der das Bekenntnis viel wert ist.”

Und so war weniger der für Herthas momentanen Stand sehr gute Vertrag das Thema der Veranstaltung sondern Bescheidenheit. Der Bahnchef betonte immer wieder, wie sehr er Herthas Präsidenten schätze. Auch weil sie sich beide von unten hochgearbeitet hätten. Beide sprächen die gleiche Sprache. Es entstand der Eindruck, dass diese Männerfreundschaft überhaupt erst die Grundlage des Vertrages ist. Ganz nebenbei bestätigte Rüdiger Grube das Gerücht, dass Herthas Präsident Hertha auch mit eigenem Geld unterstützt: “Er ist da mit seinem persönlichen Vermögen reingegangen. Wo gibt es das noch?”

Im Nachgespräch antwortete der Bahnchef auf die Zweitligaexistenz von Hertha angesprochen: “Ich habe gelernt, dass Demut etwas sehr wichtiges ist. Dass man auch mal runtergeht und merkt, wie es dort ist. Dann weiß man den Erfolg viel mehr zu schätzen.” Bescheidenheit. Demut. Zwei Worte, die Fußballfans bisher nicht zwangsläufig mit Hertha in Verbindung brachten. Doch das ist Grubes Thema, und er spielt diese Melodie gerne. “Wissen sie was in meiner Hochzeitsanzeige stand?” fragte er einen Reporter direkt. “Ein Motto, dass ich allen jungen Menschen ans Herz legen möchte: Wenn man glücklich ist, soll man nicht noch glücklicher sein wollen.”