#414 – Tonoption Meckerrentner

Wir besprechen das Geisterspiel-Konzept der DFL und versuchen die Diskussion etwas einzuordnen. Außerdem schlägt uns die Fußballabwesenheit in der Coronakrise aufs Gemüt. Dafür freuen wir uns über den Film "Union fürs Leben".

Foto: Stefanie Fiebrig

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Christopher Trimmel erklärt den Gehaltsverzicht bei Union und dass sich der Verein damit auf das schlimmstmögliche Szenario vorbereitet

Bereits zum zweiten Mal war Christopher Trimmel im Podcast Der Sechzehner zu Gast, in dem Ewald Lienen normalerweise über den Spieltag spricht. Nun ging es eher darum, was ein Profispieler so im Homeoffice macht. Nicht alle drehen täglich so witzige Videos wie Rafal Gikiewicz oder zeigen Fitness-Übungen wie Björn Kopplin (großartig hier mit Hund). Christopher Trimmel berichtet in der Podcast-Episode davon, wie er schon noch am Ball ist, aber die Eins-gegen-eins-Duelle nur noch gegen seinen Hund trainieren kann und wie er sich auf das Malen konzentriert (das Thema fasst der Kurier auch zusammen).

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Heimspielkino.

Grüner Rasen anstelle des roten Teppichs, das hat inzwischen Tradition vor dem Kino Babylon. Hereinspaziert sind zum Auftakt des 11mm-Fußballfilmfestivals vor allem Unioner. Der Dokumentarfilm “Union für´s Leben” von Rouven Rech und Frank Marten Pfeiffer feierte heute Abend Premiere, und beide Vorstellungen waren komplett ausverkauft. Berliner Pilsner, Eberswalder vom Grill, Torsten Mattuschka, die Reservebank, Dirk Zingler, AF-TV – alles ganz wie in der Alten Försterei. Nur das Sitzen war etwas ungewohnt.

Ein Glücksgriff, ein Heimspiel ist dieser Eröffnungsfilm. Er porträtiert genau und doch mit leichter Hand fünf Menschen, die zu Union gehören. Es ist zugleich ein Berlin-Film, eingerahmt von Fußball in Köpenick. Genau der richtige Film also, um sich auf die kommenden fünf Tage einzustimmen.

Wir werden siegen oder verlieren.

Beim letzten Heimspiel wurde ein neues Lied im Stadion an der Alten Försterei gespielt. Eine gemeinsame Produktion von InExtremo und Lopez.

InExtremo und Lopez – Wir werden siegen oder verlieren

Lopez heißt eigentlich Chris Lopatta. Und er ist Schauspieler. Unioner kennen ihn aus dem Theaterstück zum Spiel. Wenn Lopez erzählen soll, wie es zu der Zusammenarbeit mit Inextremo kam, wird klar, dass nicht immer alles so glatt läuft, wie es im Nachinein aussieht. Wie er zum Beispiel Kay Lutter, dem Bassisten von InExtremo über den Weg gelaufen ist: “Kay habe ich kennengerlernt, da war ich halbtags Pförtner an der Musikhochschule. Er hat dort Bass studiert. Ich habe gewartet, dass ich Schauspiel lernen kann.” Die Bindung zwischen den beiden hält bis jetzt.

Gemeinsam haben sie ein Lied aufgenommen. Nach der Melodie des erfolgreichen Liedes “Vollmond” von InExtremo. Lopez erklärt, wie es dazu kam: “Beim Konzert fiel mir das Lied als Ohrwurm auf. Zuerst hatte ich nur den Refrain gedichtet. Den fand Kay gut. Er hat mir dann gesagt, dass wir das auch richtig aufnehmen könnten.” Kay ist selbst auch Unioner. Eine Grundhaltung wie er findet: “Ich bin nicht Unioner, weil die Mannschaft erfolgreich ist. Ich bin es geworden, weil ich auf der richtigen Seite stehen wollte. Wir sind eben die Guten.”

Unterstützt wurden Kay und Lopez vom Gitarristen Sebastian Lange. Der saß im März im Tonstudio in der Greifswalder Straße hinter der Glasscheibe und dirigierte die Aufnahmen. Herausgekommen ist ein Lied, das eine Grundhaltung von Union transportiert. Auf Neudeutsch müsste es wohl Philosophie heißen. Es geht nicht um Spieler oder Fans. Es geht um den Verein. Nicht nur eine hohle Phrase. Darum müsste das Lied aus Trotz vor allem nach Niederlagen gespielt werden, findet Lopez.

Bilder: Stefanie Lamm