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Mit Timo Baumgartl ist Union ein echter Glücksgriff gelungen

Dass Union auf der Innenverteidiger-Position auch dieses Jahr ganz hervorragend besetzt ist und die Kader-Stelle mit dem Verbleib von Marvin Friedrich wohl die stärkste in Unions kompletten Kader ist, gehört nicht gerade zu den brandheißen Neuigkeiten.

Was – angesichts der namhaften Konkurrenz – dagegen vielleicht dann doch etwas überrascht, ist, wie unumstritten Timo Baugartl bisher auftritt und auch dementsprechend eingesetzt wird. Bisher hat die Leihgabe von PSV Eindhoven, für die Union eine Kaufoption besitzt, bis auf das Spiel bei der TSG Hoffenheim jede Partie (in allen Wettbewerben) über 90 Minuten absolviert.

Timo Baumgartl beim Rückspiel gegen KuPS, Foto: Matze Koch

Nachdem Baumgartl die letzten beiden Spielzeiten beim niederländischen Spitzenclub kein Stammspieler war und eher sporadisch eingesetzt wurde, hat er sich bei Union schon nach wenigen Wochen voll etabliert.

Im Vergleich zu seinen Innenverteidiger-Kollegen ist Baumgartl in Unions Spiel bisher am häufigsten für Pressingaktionen zuständig, während die anderen zentralen Verteidiger zum Teil deutlich mehr Pässe spielten (Marvin Friedrich und Robin Knoche) oder in Person von Paul Jaeckel viele Bälle abfingen. Dies kann natürlich eine statistische Verzerrung am Anfang der Saison sein. Interessant ist der Vergleich mit Friedrich, Knoche und Jaeckel allemal.

Timo Baumgartl hat Spaß mit seinen Teamkollegen, Foto: Matze Koch

Insgesamt macht Timo Baumgartl auf jeden Fall einen sehr guten und stabilen Eindruck, sodass es bisher nie danach aussah, als ließe er sich von irgendwas oder irgendwem aus der Ruhe bringen. Dabei wirkt er für einen Verteidiger in manchen Aktionen sogar recht leichtfüßig und hat selbst nach Fouls – gegen oder von ihm – ein Lächeln auf dem Gesicht und scherzt darüber mit einigen Gegenspielern. Diese lockere Art wird auch in den Social-Media-Aktivitäten des Ex-Stuttgarter deutlich, sodass den großen Innenverteidiger auch bei uns im Team die Sympathien nur so zufliegen.

Spielt Timo Baumgartl so weiter und kommt dabei so sympathisch rüber wie bisher, dürfte es nur Formsache sein, dass Union die Kaufoption zieht und Baumgartl langfristig an sich bindet. Da er trotz seiner schon recht großen Erfahrung immer noch erst 25 Jahre alt ist, könnte er dementsprechend noch lange bei Union bleiben. Vielleicht ja sogar solange, dass er keine Touri-Bilder mehr von Berlin machen muss, weil er schon alles Interessante gesehen hat.

Union international auf Länderspielreisen

Christopher Trimmel durfte sich bei Österreichs Niederlage schon einmal mit Hinblick auf das Spiel in der Conference League gegen Haifa schon mit den Begebenheiten in Israel vertraut machen. Bei der spektakulären 2:5-Niederlage der Österreicher hatte er dann auch einen der besten Plätze im Stadion. Trimmel saß nach seinem 90-minütigen Einsatz vor ein paar Tagen diesmal nur auf der Bank.

Auch Julian Ryerson (für Norwegen in Lettland) und Frederik Rönnow (mit Dänemark auf den Färöer Inseln) kamen nicht zum Einsatz und konnten sich für Union schonen.

Heute könnte dann Tymo Puchacz mit Polen in San Marino die Möglichkeit bekommen seine Offensivqualitäten unter Beweis zu stellen. Der Ex-Unioner Joel Pohjanpalo hat gestern derweil die Finnen zum Sieg gegen Kasachstan geschossen.

Und sonst so

Während Energie Cottbus eine versuchte Spielmanipulation für die Partie im Brandenburger Landespokal meldete, ist Hertha einem eigenen Stadion ein ganz ganz kleines bisschen näher gekommen.

Bei St. Pauli haben die Mitglieder unterdessen einer Frauenquote durch eine entsprechende Satzungsänderung zugestimmt.

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