Blog State of the Union

Robert Andrich wechselt spätestens 2022 nach Leverkusen. Sollte Union auf seinen Verbleib für die kommende Saison pochen oder das Geld nehmen?

Wenn sich der Kicker soweit aus dem Fenster lehnt und darüber berichtet, dass sich der 26-Jährige nach kicker-Informationen mit der Werkself bereits einig sei und „demnach nur noch der Zeitpunkt des Wechsels“ offen ist, müssen wir leider davon ausgehen, dass Robert Andrich Union früher oder später in Richtung Rheinland verlassen wird.

Die Frage ist demnach vor allem ob Union den Mittelfeldspieler schon in diesem Sommer ziehen lassen sollte oder Andrich erst nach der kommenden Spielzeit ablösefrei nach Leverkusen wechseln kann. Natürlich wäre ein sofortiger Abgang sportlich als auch für das Binnenklima der Mannschaft ein herber Verlust. Andrich steht exemplarisch für Unions Weiterentwicklung in der Bundesliga: Von einer spielerisch eher limitierten Zweikampf-Maschine entwickelte sich das Team von Urs Fischer zu einer Mannschaft, die mittlerweile sehr ansehnlichen Fußball spielt ohne die Grundtugenden dabei zu vergessen. Andrich war hierbei ein ganz entscheidender Faktor.

Nun würde Union bei einer kolportierten Ablösesumme von vier Millionen Euro – wovon Heidenheim noch 10 % erhalten soll – und den laut Kicker sowieso schon insgesamt an Heidenheim überwiesenen 2,5 Millionen Euro nur etwas mehr als eine Million Euro Gewinn mit Andrich machen. Keine Frage, dies ist eine Summe, die angesichts der starken Leistungen von Robert Andrich ziemlich gering ist. Sollte Union daher darauf pochen, dass Andrich bis zu seinem Vertragsende 2022 bleibt und erst danach wechselt?

Toni Leistner ließ Dirk Zingler trotz guter Angebote nicht ziehen, um das Ziel Aufstieg nicht zu gefährden, Foto: Matze Koch

Ich persönlich wäre dagegen. Zwar gehe ich nicht davon aus, dass sich Robert Andrich auch nur ein bisschen hängen lässt und schlechtere Leistungen bringt. Dennoch würde ich letztendlich „die Kohle“ nehmen. Das Hauptargument sind die vorhandenen Rahmenbedingungen. Anders als beispielsweise bei Toni Leistner vor der Saison 2017/18 als Union unbedingt aufsteigen wollte und seinen besten Innenverteidiger trotz dessen Wechselwunsch ein Jahr vor Vertragsende nicht ziehen ließ, sind die sportlichen Vorzeichen diesmal andere.

Unions primäres Ziel für die kommende Spielzeit wird wohl wieder der Klassenerhalt sein. Und dieser sollte in meinen Augen auch ohne Andrich erreicht werden. Ich wurde innerhalb des TeVe-Teams zwar schon darum gebeten nicht zu jinxen und etwas heraufzubeschwören, allerdings fehlt mir wirklich jegliche Fantasie wie Union es nächste Saison nicht schaffen sollte, drei Mannschaften hinter sich zu lassen. Auf dem Papier ist die Bundesliga so schwach besetzt wie seit vielen Jahren nicht. Gerade in den unteren Regionen tummeln sich einige Vereine (Fürth, Bochum, Bielefeld, Köln, Augsburg), die selbst bei einem signifikanten Leistungsabfall beim Team von Urs Fischer nicht vor Union landen würden.

Während Julius Kade (links) zurückkehrt, wird Robert Andrich Union verlassen, Foto: Matze Koch

Daher wäre es meiner Meinung nach sinnvoller das Geld zu nehmen um einerseits Corona bedingte Finanzlöcher zu stopfen und anderseits in Spieler zu investieren, die Union die Perspektive bieten, sich in der Bundesliga zu etablieren. Gerade auch mit Blick auf die Neuverpflichtungen von Rani Khedira und den etwas offensiveren Levin Öztunali und Genki Haraguchi sowie der Rückkehr von Julius Kade, sollte Union einen sofortigen Abgang von Robert Andrich im Kollektiv zumindest so verkraften können, dass das primäre Ziel, der Klassenerhalt, erreicht wird.

Die Situation bei Marvin Friedrich

Eine vertraglich ähnliche Konstellation (Vertragsende 2022) besteht bei Marvin Friedrich. Laut der heutigen Ausgabe des Kickers ist immerhin die Frist für Friedrichs Ausstiegsklausel (31. Mai) mittlerweile abgelaufen. Darüber hinaus sei auch das Interesse von Leverkusen an Friedrich erkaltet. Vielleicht zaubert Oliver Ruhnert nun ja doch noch irgendwie eine Vertragsverlängerung mit dem Abwehrchef aus dem Ärmel.

Auch mit Hinblick auf die Offensive kommen wohl noch einige ereignisreiche Wochen auf Oliver Ruhnert zu, bevor er sich in den wohlverdienten Urlaub verabschieden kann. Für die Abteilung Attacke ist mal wieder ein neuer Name aufgetaucht. Laut schwedischen Medienberichten soll sich Union mit Robin Quaison von Mainz 05 beschäftigen. Er wäre, wie könnte es auch anders sein, ablösefrei zu haben.

Weitere Medienberichte über Union

Und sonst so?

Gestern vor 53 Jahren gewann der 1. FC Union Berlin völlig überraschend den FDGB-Pokal gegen den haushohen Favoriten und amtierenden Meister Carl Zeiss Jena.

Joe, der fleißige Lego-Stadionbauer hat anscheinend so viel Spaß daran die Alte Försterei immer weiter zu bauen, dass er wohl nie fertig wird. Sehr sympathisch und ja irgendwie auch auf die echte Alte Försterei übertragbar.

Nach dem Präsidenten des sächsischen Fußballverbands, hat sich nun auch der sächsische Innenminister für personalisierte Tickets ausgesprochen. Neben dem unfassbar fragwürdigen Framing im letzten Abschnitt des Textes, können wir alle generell nur darauf hoffen, dass diese Vorstellungen nicht umgesetzt werden.

In England hat es einerseits ein erfreuliches Novum – erstmals wird eine Frau Vorsitzende des englischen Fußballverbands – gegeben. Anderseits gab es von Teilen der englischen Fans auch beschämende Pfiffe gegen die eigene Nationalmannschaft, als diese ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt hat.

27 Kommentare zu “Robert Andrich wechselt spätestens 2022 nach Leverkusen. Sollte Union auf seinen Verbleib für die kommende Saison pochen oder das Geld nehmen?

  1. Maria Draghi

    Es ist übrigens eine ständig wiederholte, aber falsche Behauptung, Union würde nur ablösefrei verpflichten. Wir haben Ablöse gezahlt für Mosquera, Mees, Hartel, Gikiewicz, Busk, Ryerson, Andrich, Friedrich, Gogia, Bülter, Ingvartsen, Teuchert, Rapp, Polter,…

    Bestimmt noch jemand vergessen. Ist auch gar nicht schlimm. Mal zahlt man, mal kriegt man, gehört dazu. Aber lasst das Märchen stecken…

    • Felix Morgenstern

      Das ist mir bewusst Maria. Wo genau behaupte ich, dass Union nur ablösefreie Spieler holt?

    • ExWuschel

      Einerseits stimmt es natürlich, dass Union schon Ablösen gezahlt hat, anders steigt man auch nicht in die Bundesliga auf. Und gleichzeitig ist Union – wie viele der kleineren Vereine – immer auf gute ablösefreie Spieler angewiesen, um den Kader aufzustellen, weil Union eben nur wenig Transferbudget hat. Verstehe deinen Punkt da nicht, Maria.

    • Wer behauptet denn, dass Union nur ablösefreie Spieler holt?

    • Sebastian

      Ich glaube es geht hier nicht um ein Märchen, sondern die bemerkenswerte Fähigkeit von Oli Ruhnert, gute Spieler ablösefrei zu holen. Das lässt sich auch belegen. Sieht man sich die Transfers seit der Saison 18/19 an (also seit Ruhnert GF Sport ist), kommt man auf folgende Bilanz (Werte von Transfermart.de):
      Zugänge mit Ablöse: 13
      Ablösefreie Zugänge: 17
      Leihen: 15 (davon 5 mit ausgewiesener Gebühr)

      Zum Vergleich habe ich mal wahllos die Bilanz von Augsburg im selben Zeitraum genommen.
      Zugänge mit Ablöse: 14
      Ablösefreie Zugänge: 8
      Leihen: 6 (davon 3 mit ausgewiesener Gebühr)

      Union ist diesen Sommer schon deutlich weiter als Augsburg, aber ich denke, das Verhältnis in diesem Beispiel zeigt, dass es durchaus stimmt, dass Ruhnert ein Händchen für ablösefreie Transfers hat und um nicht mehr oder weniger ging es Felix, denke ich.

    • Felix Morgenstern

      Danke Sebastian, genau darum ging es mir! Schöne Zusammenstellung der Transfers! Oliver Ruhnerts Händchen ist immer wieder beeindruckend.

    • Maria Draghi

      Wenn ich ausschließlich eine einzelne Person – den Autor – gemeint hätte, hätte ich geschrieben “lass…” :-)
      Inhaltlich: ich werde keine Recherche anstellen, aber ich würde mal tippen, dass Bochum, Fürth oder Bielefeld alle in den vergangenen Jahr kaum Ablösen bezahlt haben. Da sieht man eine Trennlinie zu Freiburg, Augsburg oder Mainz, die alle seit Jahren immer wieder mal Geld – manchmal auch viel Geld – anfassen, um Ablösen zu zahlen. Offenbar haben wir diese imaginäre Trennlinie (Puchacz) inzwischen auch überwunden…

    • Sebastian

      Der Vergleich mit Fürth und Bochum hinkt mMn beidbeinig, da es sich um Zweitligisten handelt. Da ist die Transferstruktur nochmal eine ganz andere.
      Worum es bei der Aussage von Felix ging, ist, neben dem quantitativen Aspekt, auch die Qualität der Spieler, welche Ruhnert in der Lage ist, ablösefrei zu angeln. Weil sie entweder ihre Klasse schon bewiesen haben, oder sich aber hervorragend entwickel konnten. Beispiele: Sebastian Andersson, Sheraldo Becker, Neven Subotic, Christian Gentner, Andreas Luthe, Robin Knoche, Max Kruse.
      Das ist in der Form in diesen Sphären der 1. Bundesliga sicherlich nicht selbstverständlich und um nicht mehr oder weniger ging es hier.
      Niemand hat behauptet, Union würde ausschließlich ablösefreie Spieler holen. Weder hat Felix das geschrieben, noch habe ich das überhaupt irgendwann mal in den letzten Jahren irgendwo gelesen oder gehört. Dass es sich also um eine “ständig wiederholte Behauptung” handeln würde, ist für mich also selbst eher das Märchen hier.
      Was aber korrekt ist: dass es in den letzen beiden Transferperioden, und in der jetzigen auch wieder, erstaunlich viele und gute ablösefreie Zugänge bei Union gab und gibt. Dafür darf man Oli Ruhnert schon auch immer wieder mal loben.

    • Maria Draghi

      Lieber Sebastian, was hier beidbeinig hinkt ist dein Gegenargument. Denn bekanntlich ist Union erst seit 2 Jahren Erstligist – und die Mär von den “nur ablösefreien Zugängen” – wurde schon lange vorher erzählt, auch wenn sie auch schon zu unseren Zweitligazeiten falsch war (Mees, Gogia, Ryerson,,, einfach nochmal die obige Liste durchgehen).

    • Maria Draghi

      Auch für Kristian Pedersen hatten wir übrigens Ablöse gezahlt.

    • Sebastian

      Ich geb’s auf. Wenn man es nicht verstehen will, dann lass es halt.

  2. Man sollte nicht jedes Wort was irgendwo in der Zeitung steht auf die Goldwaage legen. Ob dieses Jahr oder nächstes ist doch reine Spekulation weil die Vereine wahrscheinlich noch nicht mal ernsthaft über die Ablöse verhandelt haben. Klar zu sein scheint Leverkusen hat Interesse angemeldet und ein erstes Angebot gemacht, Union ist grundsätzlich nicht abgeneigt und hat dem Spieler gestattet zu verhandeln. Spieler und Pillen-BSG sind sich einig und nun werden die beiden Vereine über die Ablösemodalitäten verhandeln.
    Und für Alle die jetzt meinen durch den Wechsel von Andrich geht die Welt unter, betrachtet die Sache mal von der anderen Seite. Die positive Entwicklung von Andrich, den Schlotterbecks oder auch Awoniyi ist auch anderen aufgefallen und so ergeben sich sicher auch Möglichkeiten bei Spielern die wir unter anderen Umständen nicht bekommen würden.

  3. Ich wäre sehr sehr traurig über Rob‘s Weggang. Aber scheinbar nicht zu verhindern. Da fehlt gleich ein weiterer Baustein ( siehe Lenz ) im Mannschaftsgefüge von uns . Und Urs wird auch nicht glücklicher , wenn er jedes Mal die Mannschaft total neu aufstellen muss 😢

  4. Die Frage ist für mich, ob Andrich der letzte Abgang im Mittelfeld bleibt (Prömel könnte ja noch ein Thema werden). Wenn ja, sehe ich die Möglichkeit, das aufzufangen – mit den Neuzugängen oder auch Ryerson.

  5. „allerdings fehlt mir wirklich jegliche Fantasie wie Union es nächste Saison nicht schaffen sollte, drei Mannschaften hinter sich zu lassen“ Hochmut kommt bekannterweise vor dem Fall. So toll wie diese Saison auch war, startet im August alles bei null. Mit Gentner, Lenz und Gogia fallen zudem Spieler weg, die extrem wichtig für die Kabine waren. Ich will hier nicht den Teufel an die Wand malen, aber dennoch halte ich solche Aussagen für gefährlich! Keiner weiß, ob die Mannschaft bei all den Neuzugängen so schnell zusammenfindet wie im letzten Jahr.

  6. Olaf Forner

    Wo ist eigentlich der jornalistische Anspruch von Textilvergehen geblieben?
    Andrich hat sich nicht geäußert.
    Leverkusen nicht.
    Selbst Kicker schreibt das man keine Beweise hat
    Wenn er jetzt nicht wechselt,warum sollte er sich für nächstes Jahr entscheiden und warum Leverkusen?
    Das einzige Indiz ist doch das Leverkusen gefühlt genug Kohle hat .

  7. Ein Abstieg wäre teurer als 4 Mio, also behalten. Die Leverkusener wollen izhn wohl geschenkt haben. Nach den Vorfällen im Hinspiel der letzten Saison ein Grund mehr die unsympathisch zu finden.

    • Obwohl nur 2 Jahre da, ist mir Robert Andrich ans Herz gewachsen. Kampfstark, inzwischen auch spiel- und abschlussstark auf BuLi-Niveau und nen Typ, der sich nie auf dem Platz versteckt. Passt super.

  8. Bernd Ginzel

    Und nun also auch Voglsammer aus Bielefeld zu uns – ablösefrei. Machen wir es jetzt schon wie die Bayern und holen die Leistungsträger der Konkurenz? Zwei Fliegen mit einer Klappe. :-)

    • Voglsammer find ich auch dufte. Hoffentlich bleibt er von Verletzungen verschont, dann macht er uns offensiv sicher noch weniger ausrechenbar. Und bei Freistößen gefährlicher. Trotzdem fehlt noch ein bulliger Stürmer der Kategorie Awonyi/Pohjanpalo/Andersson.

  9. Martin Behnke

    Voglsammer issn Hammer ! Hat Dursun vermutlich im Wissen etlicher Begehrlichkeiten etwas zu hoch gepokert (schliesst ja nichtmal aus, dass der dennoch kommt) !

    Sollte Leverkusen ne “verbindliche” Vereinbarung mit Andrich für 2022 haben, dann landet safe nebst wohl Bielefeld und Fürth (hoffentlich auch wenigstens Bochum) nen weiterer Club hinter Union… denn sowas geht zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht und dürfte, sofern was dran ist, auch bereits von Seiten der DFL durchleuchtet werden.

    Selbst wenn Andrich bereits 2 Mios von LEV aufs Konto bekommen haben sollte, kann der im Januar immer noch nen Vertrag bei Southampton oder Chrystal Palace unterschreiben, von besagten Clubs dann 5 kassieren und dem Rolfes aufn Tisch “…” und dem seine 2 Mios zurückgeben.

    Ich denke auch, dass die DFL bei derartigen Gebahren schnell und ziemlich konsequent wäre. Sportlich (zumindest mal nominell) hat sich Union da ja bereits entsprechend durch Kade ein wenig gecovered um zumindest etwas entspannter auf dem Markt unterwegs sein zu können, sprich: Die 0,5 Mios für Kade werden im Zweifelsfall wenigstens ne Mio beim Qualitätszukauf (IV oder 6) NACH Andrich sparen.

    Klar ist aber auch: Nen Ruhnert wird Andrich nicht festketten, dem aber schon gesteckt haben, dass da von LEV was akzeptables aufn Tisch muss, weil man eben durch Andrich im Extremfall ja auch 10 Punkte verlieren könnte und selber ordentlich an Heidenheim gezahlt hat.

    Was nie passieren wird: Dass Union nen wechselwilligen Spieler bei “angemessener” Ablöse auf Teufel komm raus halten wird ! Unter erpresserischen Methoden verschenken aber eben auch nicht.

    Union verpflichtet nach wie vor auch Profis, für die Union mehr oder weniger “Endstation” ist… Erfahrung plus die letzten 2,3 Jahre auf ansprechendem Niveau eben.

    Aber: Union verpflichtet mehr und mehr auch eben ambitioniertere Spieler, eben auch solche, für die Union ne Durchgangsstation auf dem Weg zu höheren Zielen ist. Da ist Ruhnert zu 100% clever genug, um zu wissen, dass er keinen an Verträge ketten kann, weil er sich dadurch die Khediras, Öztunalis kleine Eulen und co. bereits für 2022 zerschiessen würde.

    Überrascht bin ich von der aggressiven vorgehensweise von LEV, weil ich denke, dass lediglich ein konstruktives Gespräch mit Ruhnert bereits zu ner Einigung für 2021 hätte führen können.

  10. Maria Draghi

    Klingt etwas schnippisch. Dass OR eine außergewöhnlich gute Arbeit macht steht doch gar nicht in Frage.
    Union hat – auch schon als Zweitligist – regelmäßig mehr investiert als Bochum, Bielefeld oder Fürth und keinesfalls weniger als Zweitligisten wie Düsseldorf oder pauli. Deshalb sind die meisten davon auch erst nach uns aufgestiegen (oder gar nicht). Ich hatte und habe damit gar kein Problem; noch dazu wo sich die Deals unter Ruhnert (aber auch schon teilweise davor; Stichworte Pedersen, Wood [Ablöse von knapp 1 Mio. gezahlt] als oft sehr ertragreich herausstellten). Aber die Geschichte, dass Union quasi arm wie eine Kirchenmaus und mit ganz anderen Herangehensweisen als “die Großen” erfolgreich war, die stimmt einfach nicht. Auch ihr habt diese Geschichte erzählt. Vielleicht, weil man sich nicht groß damit beschäftigen wollte, woher eigentlich die Kohle stammte, die wir – im Unterschied zu Bochum, Bielefeld usw. – auch schon als Zweitligist investiert haben / investieren konnten. Transfermarkt gibt einen ganz guten Überblick über die Spieler, für die wir auch schon als Zweitligist Ablöse gezahlt haben. Die Liste ist sogar noch länger als meine

    • Du pushst dieses Narrativ hier sehr viel mehr als alle anderen zusammen und zeitgleich bist du nicht bereit, gezahlte Abloesen in Relation zu sehen bzw dir andere Vereine aus gleichen Ligen anzusehen. Was willst du denn jetzt? Wirkt naemlich so, als gehts dir nur ums Recht haben.

    • Maria Draghi

      Sehr geschickt: Eine Frage stellen und dann gleich hinterher “du willst ja nur Recht haben”.
      Entweder beantwortet man die Frage nicht (vulgo: hat also keine Argumente mehr) oder man anwortet (was beweist, dass es einem nur ums Recht haben geht).
      Schönes Wochenende! :-)))

  11. […] wieder mal aufgewärmten Forderung von Innenpolitikern nach personalisierten Tickets, die wir hier gestern erwähnt haben, äußert sich die Eiserne […]

  12. Andrich wird in der nächsten Saison nicht mehr für Union spielen, das gehört alles zum Vertragspoker.
    Die Entscheidung fällt aber vermutlich erst nach der EM, wenn die grosse Wechselkaskade nach den ersten Topspieler-Transfers losgeht, und Geld bei den abgebenden Vereinen für neue Spielerverpflichtungen verfügbar sind usw. bis die Kaskade auch bei Lev angekommen ist.

    Leverkusen will Andrich natürlich jetzt schon und er will auch jetzt schon weg, sonst wäre es keine Meldung. Und ob Lev nun 4 oder 8 Millionen zahlt ist denen eigentlich egal, man wartet natürlich ab was geht weil die auch nix verschwenden wollen.

  13. Martin Behnke

    Yepp und no ! Ich denke schon, dass LEV Andrich gern, nach Umzug etc. bereits zum Trainingsauftakt hätte ! Dass LEV STATT Andrich noch nen Highflyer bei der EM verpflichtet schliesse ich nahezu aus (Andrich ist ja AUCH deshalb interessant, weil der eben NICHT bei der EM ist).

    Logisch wäre für mich: deal fix in dieser Woche noch. jede weitere woche des wartens würde LEV wie auch Union ne Mio an Nutzen kosten.

    Aber, sowas gabs in der Vergangenheit immer wieder mal: Einigung erst sehr spät, aber auf nem Niveau, das von vornherein bereits auch 6 Wochen zuvor realistisch war… der abgebende Verein hatte nun aber das Problem, nicht mehr adäquat aufm TM reagieren zu können, der aufnehmende Verein hatte nen Spieler, der statt 6 Wochen Vorbereitung beim neuen Club die Hinrunde praktisch hinten dran war.

    Dank der sportlichen Erfolge scheint Union derzeit etwas losgelöst davon. Ich erkenne nicht, dass es da grossen Druck gibt, Andrich fürn Butterbrot schnell zu transferieren… beim ersten realistischen Angebot nickt Ruhnert ab (sicher nicht bei 4), Andrich war ja auch keiner, den man für lau in der Gosse geschossen hat.

    Ich verstehe das geeiere eh nicht, weil selbst 8 mios für LEV nen Butterbrotpreis wäre.

    Ich weiss zu dem gar nicht genau, ob die nicht gar nach dem Doppelbender-Abschied nen Problem mit der local-Player-Regelung bekommen könnten.

    Der Druck etwas frühzeitig zu regeln scheint mir hier so oder so recht einseitig… daher nochmal: Ich verstehe LEV hier nicht.

    Idealfall: LEV hofft bis Saisonbeginn aufn Schnäppchen (was Andrich so oder so ist), ist von der EM gebeutelt, legt am Ende der Transferfrist ne angemessene Summe, und Union ist zu dem Zeitpunkt bereits 7 Punkte vor denen.

Schreibe einen Kommentar zu Maria Draghi Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.