Blog State of the Union

Gegen Gladbach konnte Union mutig sein, weil die Absicherung gestimmt hat

Der relativ ausgelassenen Stimmung in unserem Podcast gestern Abend kann man wahrscheinlich sehr schnell anmerken, wie gut uns das Spiel in Gladbach auch einen Tag später noch gefallen hat.

So besprechen wir eben die Leistung dort, aber auch, wie das Stadionerlebnis in Gladbach war, denn wir haben Tim zu Gast, der vor Ort dabei war. Außerdem überlegen wir, was Union mit der wohl bald bestätigten Verpflichtung von Torwart Loris Karius bezwecken will. Und wir diskutieren nochmal, wie Unions Idee für Spiele mit Corona-Tests als Maßnahme zum Infektionsschutz zu bewerten ist.

Zufrieden mit dem Spiel gegen Gladbach zeigt sich Urs Fischer in einer Medienrunde (RBB). Aber was genau hat Union eigentlich gut gemacht? Fischer lobt die “Struktur” der Mannschaft und die Verteidigung des eigenen Strafraums. Dass die Union gut gelungen ist, sieht man auch, wenn man sich anschaut, welche Pässe Gladbach in den gefährlichen Offensivräumen gespielt hat:

Passgraphiken von Between the Posts.

Gladbach kam zwar nicht ganz selten in den Raum vor Unions Strafraum. Aber schon nicht so oft in diesen Bereich in der Zentrale. Und besonders nicht von dort zu Pässen in den Sechzehner. Dafür sorgte vor allem die Dreierkette, zu der Union zurückkehrte. Von den drei Innenverteidigern konnte immer einer auf Gladbacher, die in dieser gefährlichen Zone den Ball bekamen, heraus rücken und sie stören, während sich ein anderer Innenverteidiger an Gladbachs Mittelstürmer orientierte und einer frei war, um entweder in diesem Duell oder den Zweikämpfen der Flügelverteidiger zu helfen.

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Der Mut von Union in diesem Spiel war außerdem daran abzulesen, dass die Innenverteidiger auch sowohl im Pressing als auch im Ballvortrag mehrfach weit nach vorn schoben. Das wurde allerdings auch einmal fast bestraft, als Union den Ball verlor, während Marvin Friedrich in der gegnerischen Hälfte postiert war. Das war die Chance für Pléa, der dann einen Zweikampf gegen den nicht abgesicherten Robin Knoche gewann und zu seiner Chance kam.

Auf ähnliche Weise wird Unions Spiel auch im Rasenfunk analysiert.

Presseschau

Im Kicker geht es um das Debüt von Taiwo Awoniyi, und die Suche nach einem weiteren Stürmer, der vom Spielertyp her nicht unbedingt in eine Andersson-Schablone passen soll.

Die Berliner Medien schreiben ansonsten über die Verpflichtung von Karius, der laut Kicker und Bild (print) vor dem Medizincheck steht:

Außerdem schreibt der Kurier ein paar Zeilen über Unioner, die nach Gladbach gefahren sind.

Tippspiel

Während ich an diesem Spieltag nur den Sieg von Marcel Hartel und Uwe Neuhaus richtig getippt hat, läuft es bei anderen im Tippspiel besser:

Auf den anderen Plätzen

Unions zweit Frauen haben mit einem 5-1 Sieg ihre Tabellenführung in der Berlin-Liga gefestigt.

Die B-Junioren haben mit einem 3-1 Sieg gegen Chemnitz ihren guten Saisonstart fortgeführt:


Das Spiel der A-Jugend war ja dagegen wegen Corona-Fällen in Unions NLZ und in der Mannschaft abgesagt worden. Die B-Juniorinnen hatten am Wochenende spielfrei.

7 Kommentare zu “Gegen Gladbach konnte Union mutig sein, weil die Absicherung gestimmt hat

  1. Ich bin bislang skeptisch, was die Sinnhaftigkeit einer Karius-Verpflichtung angeht. Und zwar rein aus Leistungsgründen. Ist er wirklich deutlich besser als Andreas Luthe? Mein Eindruck war, dass er nach seinem Abgang aus Mainz nur selten durch große Rettungstaten, sondern eher durch Fehler aufgefallen ist. Andererseits war er natürlich auch auf höchstem Niveau gefordert. Hoffentlich geht das nicht nach hinten los.

  2. Aus meiner Sicht ergibt der Karius Transfer vor allem dann Sinn, wenn Lennart Moser in einer guten Liga Spielpraxis bekommt. Und wenn Karius finanzierbar ist, hat man doch ein überschaubares Risiko. Wer die besseren Leistungen im Training zeigt, wird spielen und man hat die Sicherheit einen erfahrenen zweiten Keeper sofort reinwerfen zu können.

    Also ich verstehe die ganze Schwarzmalerei nicht.

  3. Frank Butschkau

    Was wollen wir mit dem Torwart wir brauchen nichts nehmt einen aus eignen reihen.

  4. Frage ist wie sich das rechnet: zwei Torleute dieses Kalibers gegen einen Abgang, der ein bißchen mehr wollte, aber nicht bekam. Wo liegt da der Mehrwert?

  5. Wahrscheinlich wollen wir uns bei den Torleuten auf Position Nr. Eins und Nr. Zwei gegenüber letzte Saison verbessern.

    Auf Position Nr. 2 haben wir uns mit Andreas Luthe schon verbessert. Auf Position Nr. 1 sollten wir uns bitte auch noch verbessern.

  6. Maria Draghi

    @mattis: Schön ausgekontert!
    Wir alle wissen nicht, wie die Verhandlungen mit RG im Detail liefen und woran es letztlich hakte. Mutmaßlich war die Vertragslaufzeit nicht ganz unwichtig.

    Bei Karius war seit Juli spätestens klar, dass er aus Liv. verliehen werden sollte. Ein Interessent aus Frankreich sprang ab. Mutmaßlich haben wir den jetzt – für seine Verhältnisse – für “kleines Geld” bekommen. Es gab vermutlich nicht mehr so viele Ligen/Vereine, wo eine Leihe aus Liv. überhaupt in Frage kam.

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