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Collin Quaner ist nicht der Stürmer-Ersatz für Sebastian Polter

Neuzugang Nummer 5 ist da. Collin Quaner (23) kommt ablösefrei vom abgestiegenen VfR Aalen und erhält einen Zweijahresvertrag (Mitteilung des Vereins). Mit dem 1,91 Meter großen Angreifer kommt Athletik in den Sturm von Union. Keine gute Nachricht dürfte diese Verpflichtung für Bajram Nebihi sein, der sich in dieser Saison nicht annähernd bei Union durchsetzen konnte.


Foto: Matze Koch

Quaner hat für sein Alter eine beachtliche Transferhistorie (Bielefeld, Ingolstadt, Leihe nach Rostock, Ingolstadt, Aalen). Andererseits hat er aber auch in der Rückrunde in Aalen bewiesen, dass er unter schwierigen Umständen in der Lage ist, Tore zu schießen und aufzulegen. Ich würde ihn gerne gemeinsam mit Sebastian Polter sehen.

Über den Transfer schreiben: Berliner Zeitung, BZ/Bild

Ein Prinz bei Nico Schäfer

Außerdem gestern bei Nico Schäfer: Kenny Prince Redondo (20) von der Spielvereinigung Unterhaching. Sicher keine Personalie, die sofort Richtung Stammplatz schielt, aber Druck im Kader aufbaut und sich entwickeln kann. Wir erinnern uns, dass Trainer Norbert Düwel davon sprach, dass der Kader nicht nur qualitativ, sondern auch in der Breite aufgestockt werden muss, will man die hohen Ziele tatsächlich erreichen.

Die Lektion hat man in dieser Spielzeit gelernt, als mit Fabian Schönheim, Maxi Thiel, Sören Brandy und Benny Köhler zeitweise vier Stammspieler gleichzeitig ausfielen und das Team spielerisch arg limitiert war. Leider war das eine Zeit, in der die Mannschaft vielleicht noch nach oben hätte vorstoßen können.

Ich bin geneigt zum Thema Sebastian Polter nichts mehr zu schreiben, wenn sich nichts ereignet. Ob Mainz-Manager Christian Heidel nun etwas öffentlich sagt (unter anderem im Tagesspiegel) oder nicht, ändert an den Fakten wenig. Warten wir ab, wie die Kaderplanung in Mainz voranschreitet und ob Sebastian Polter beim Trainer dort eine Rolle spielt. Es ist eben eine Geduldsfrage.

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Vereine können sich DFB-Strafen nicht einfach von Fans erstatten lassen

Kurz zur spannenden Frage, ob ein Verein sich Geldstrafen vom Verband von ausfindig gemachten Fans wiederholen kann. Das Landgericht Hannover hat das gestern (Hannoversche Allgemeine Zeitung) verneint. Die Begründung ist so deutlich, dass ich da von einer Ohrfeige für DFB und Verein sprechen würde.

Zum einen sei die Urteilsbegründung des DFB mangelhaft. Dann sei der Fan nicht an allen Vorfällen für die die Strafe ausgesprochen wurde, beteiligt gewesen. Außerdem sei die Geldstrafe an der Leistungsfähigkeit des Vereins und nicht des einzelnen Fans bemessen worden. Zudem sei eine parallele Gerichtsbarkeit des Verbandes zur allgemeinen in Deutschland gültigen Gerichtsbarkeit nicht zulässig. Und da der Fan sich die Karte beim VfL Wolfsburg gekauft habe, hätte es auch kein Vertragsverhältnis zwischen Hannover und dem Fan gegeben.

Über das Fehlverhalten des Fans wurde in einem separaten Strafverfahren entschieden. Das war eindeutig und gab 14 Monate auf Bewährung.

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