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Blasenquatschen für den Weltfrieden

Nunja. Nicht ganz. Den Nahost-Konflikt können wir mit dem Inhalt unserer Phrasenschweine noch nicht kitten. Aber der Unionjugend können wir ihn zukommen lassen. Dieses Jahr ist es sogar ein wenig mehr geworden als letztes Jahr – alleine deswegen hat es sich also schon gelohnt, Gero dazuzuholen. Die notariell beaufsichtigte Auszählung seht Ihr im folgenden Video, die insgesamt 80€ übergeben wir vor dem nächsten Saisonstart Susanne Kopplin von der Nachwuchsabteilung, die schon die 50€ letztes Jahr bekam.

Teve112 – Cottbus ist die letzte Ostdeutsche Mannschaft

Saisonabschluss. Jetzt auch offiziell. Nachdem wir uns letzte Woche beim letzten Heimspiel gegen Rostock schon geistig von der Saison verabschiedet hatten, gab es überraschend doch noch ein Auswärtsspiel. Zur Feier des Tages haben wir tanzende Pudel, eine Torte und 1,966 rot-weiße Wunderkerzen im Textilvergehen HQ und prosten uns zu. Und nebenbei ist tatsächlich noch so etwas wie ein Fußballpodcast entstanden.

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Hans-Martin, Gero, Bunki und Robert.

Shownotes

Unverdient verloren? Ja. Nein. Doch! – Verpfiffen vs. verspielt – Union & das Schönspielproblem – Kleine Regelkunde: Korrektes Verhalten bei Strafstößen – Pomadig spielen: Zäh und mit klebrigen Haaren – Ein T-Shirt aus Düsseldorf erregt die Gemüter – Marcel Höttecke spielt für Jan Glinker und wirkt überraschend teilnahmslos – “Jan hätte den gehalten” – Eine Niederlage, die nicht weh tut – Ein Plädoyer für kurze Dienstreisewege – Blöde T-Shirt-Ideen haben wir selber: DDR-Meister – Die Zweete steigt auf – Bunki erklärt die wunderbare Welt der Spielklassen – Abriss leicht gemacht: Rostock auf die Haupttribüne! – Wir schweifen ab nach Köln: Wilde Horde – “Wir haben unsere Tätlichkeiten eingestellt” – Verbesserungsvorschläge: Sandhausen & Co. als Blitzturnier – Aalen und Ahlen: Wir suhlen uns in schlimmen Erinnerungen – Wir blicken zurück und sind ganz entspannt – Was für eine Saison wünschen wir uns als nächstes? – “Und wenn ich Langeweile sage, meine ich Spannung!” – Unsere Heimat, die Zweite Liga – Gegnerbeobachtungen – Die Köpenick-Globetrotters – Summer of Champions – Zombie Nation: Kernkraft 400 (Unionversion) – In Cottbus ist die Musik traditionell – Wir haben´s so gut. Danke, Wumme! – Fußball mit Energie – Die letzte ostdeutsche Mannschaft – RB ist der Voldemort unter den Softdrinks, “him who must not be drunk” – Sascha Rösler wird Fair Play-Beauftragter

Die im Intro verwendeten O-Töne stammen allesamt mit freundlicher Genehmigung von AF-TV.

9, in Worten: Neun Tore.

Zum letzten Heimspiel der Saison haben wir nochmal die grüne Matte ausgepackt. Alle neun Tore des Spiels gegen Hansa in FullHD – was sonst im Bezahlfernsehen Unsummen kostet, hier für lau:

Teve 111 – Polyvalente Mannschaftsteile

Rostock. Die stehen ja nicht umsonst da unten drin. Das gewinnen wir. Das wäre ja gelacht. So ähnlich war die Herangehensweise der “Fußballgötter” in den ersten Minuten. Und plötzlich schießt der FC Hansa Tore. Das verrückte Hinspiel in der Younameit-Arena endete letztes Jahr 5:3 5:2 für die Guten. Das viel verrücktere Rückspiel ging am Sonntag 5:4 aus. Dabei hätten noch viel mehr Tore fallen müssen. Nicht wahr, Simon?


Foto: Sebastian Fiebrig

In der Küche sitzen und reden: Steffi, Hans-Martin und Robert.

Shownotes

Rostock macht alles richtig, bekommt aber die Offensive von Union nicht in den Griff. 6 Tore in 30 Minuten sind kein schlechter Schnitt. Ab irgendwann lacht man nur noch. Ein typisches Spiel für die Rückrunde von Union. Robert ist unzufrieden. So geht es nächste Saison nicht weiter! Die Rostocker Achterbahn: “Im Erfolg macht man die schlimmsten Fehler”. Simon Terodde erhält einen neuen Beinamen: “Die einfachen kann er nicht”. Jan Glinker & warum wir ihn cool finden. “Nach hinten raus hat er uns das Spiel gewonnen.” Wetterfühligkeit im Fußball. Alle sind albern. Patrick Zoundi wird für Spielbelebung gelobt. Wer alles keine Flankengötter sind. Marc Pfertzel dosiert die Laufleistung. Noch ein Tuschekreisel im gegnerischen Strafraum. Wir erinnern uns leider ganz genau an den letzten Union-Angriff. Tusches Elfmeter: Wie Bastian Schweinsteiger gegen Real Madrid. Leider geil! – Wer ist auf dem Spielankündigungsplakat? Daniel Göhlert! – Dominic Peitz über einen vermeintlichen Traumberuf, leider ohne Windpuschel. Die Bereitschaft zum Beruf ist die Bereitschaft zum Risiko. Ein ungewöhnlicher Vorgang im Fußballgeschäft: Union-Augsburg-Rostock. – Kommen, Gehen, Bleiben – Wir spekulieren uns dumm & dusselig. Noch ein Innenverteidiger. Ein Stuff in breit. Ein Stürmer für die Bank. Ahmed Madouni. Marcel vs. Kilian. Tijanis Visitenkarte. Was wird ihm zugetraut? Barock & protestantisch statt preußisch-nüchtern. Christoph Menz soll bleiben. Für eine polyvalente Abwehr.

“Ich denke immer positiv!” – Ein fiktives Gespräch in schweren Zeiten

Hinweis: Dieses fiktive Gespräch hat nichts, aber überhaupt gar nichts mit der Realität zu tun.

Liebe Pressevertreter, ich wende mich nach der Freude von Mainz sowie der Enttäuschung gegen Wolfsburg an Sie. Aus diesem Satz sind viele Worte nebensächlich. Wichtig, sehr, sehr wichtig, sind genau drei: Enttäuschung, Pressevertreter, nebensächlich!

Foto: Koch

Pressearbeit ist unser Leben. Meines seit nunmehr 16 Minuten in voller Intensität.

Fans, das ist die Macht, die uns antreibt. Auch wenn dieser Satz grammatikalisch abenteuerlich ist, sind uns die Einnahmen aus Ostkurve, Haupt- und Gegengerade bis hin zum Marathontor wichtig.

Bundesliga, das ist unsere Spielklasse… jedenfalls zunächst noch. Mein festes, unser festes Ziel für die kommende Saison ist, neben der Anschaffung einer Deutschen Grammatik, ist weiterhin die gute Zusammenarbeit mit der Presse für kommende Saison, ganz egal, wie schwer die Lage momentan ist.

Ja, die Gesprächsbereitschaft nach dem Spiel gegen Wolfsburg war ein herber Rückschlag. Vor allem, weil die phasenweise toll formulierten Plattitüden und Durchhalteparolen, die ich mir zurechtgelegt hatte, ungenutzt blieben und am Ende in Ihren Augen ein bitteres, dem Geschehen vollkommen gerecht werdendes Ergebnis, aufleuchtete.

Aber genau deswegen will ich Ihnen, liebe Pressevertreter, die brennendsten Fragen nach dem 28. Spieltag beantworten – jedenfalls das, was ich dafür halte. Weil ich sie mir selbst stelle, und auch beantworte, werde ich nichts von Ihren Rückfragen spüren und kann weiterhin für unsere Hertha kämpfen.

Die Medienvertreter fragen (…glaube ich zumindest):

Ist Hertha jetzt schon abgestiegen, wie gehen Sie mir dieser Situation um?

Ich danke mir selbst, dass ich mein Interview mit dieser Frage beginne, denn so sind die Durchhalteparolen und leeren Versprechungen, die ich mir bereits nach dem unglücklichen Eigentor zurechtgelegt hatte, doch nicht für die Katz gewesen.

„Hertha BSC, unser Verein, ist noch lange nicht abgestiegen! Wir haben noch sechs Partien und somit noch mindestens 18 Punkte zu holen … Wir sind auf dem richtigen Weg, Pech im Abschluss, guter Trainer…“ – bitte vervollständigen Sie selbst den Rest, sie machen diesen Unsinn schließlich schon länger als ich … Wenn Sie eventuell noch etwas von „nicht beirren lassen“ hier einfügen würden, dann muss ich mich nicht darum kümmern.

Reden Sie sich die Hoffnung nicht nur ein? Der Trend ist doch ganz deutlich und führt direkt in die Zweite Liga?

Diese Unterstellung weise ich entschieden zurück, auch wenn ich sie mir selbst ausgedacht habe. Otto Rehhagel, Rene Tretschok und Ante Covic haben die mentale und kämpferische Trendwende geschafft. Zumindest steht dieser Satz so in dem Buch „Wie rede ich mir meine eigenen Entscheidungen schön? Tausendundein hilfreicher Tipp für mittelständige Abteilungsleiter“, welches ich mir kurz nach dem Spiel gegen Wolfsburg auf meinen Kindle lud. Diese Kindlegeschichte wird sich durchsetzen und in Sachen Lesen das Glück zurückerobern. Davon bin ich überzeugt.

Wie können Sie verhindern, dass die Mannschaft sich aufgibt?

Lassen Sie mich diese selbstausgedachte Frage mit ebenso selbstausgedachter Küchentischphilosophie beantworten. Nachdem wir durch eigene Dummheit und spielerischer Überlegenheit des Gegners gegen Wolfsburg 1:2 zurücklagen, habe ich eine Mannschaft gesehen, die sich Chance um Chance erspielte und die sich niemals aufgab. Das im gleichen Spiel noch Hertha mitspielte, können Sie mir nun wirklich nicht zum Vorwurf machen – Fragen, die den Spielplan betreffen, beantwortet ausschließlich die DFL.

Gibt es Konsequenzen nach der Niederlage gegen Wolfsburg? Die Trainer haben Montag frei gegeben…

Nein. Wir werden weiterhin die gleiche offene und faire Kommunikationsstrategie mit den Vertretern der Presse und unseren Fans an den Tag legen, die wir auch vor dem Spiel zu hundert Prozent verfolgt haben. Nach dem Verlauf der Pressekonferenz waren Sie total enttäuscht. Deshalb war es richtig von mir, dass ich die Hoheit über Ihre Arbeit zunächst an mich nahm und Ihnen den Montag quasi freigegeben habe. Sie sollen diese Enttäuschung verarbeiten und die mentale Frische zurückbekommen, die ab Dienstag eine voll und ganz unkritische Berichterstattung erlaubt.

Und was, wenn der Abstieg trotzdem passiert?

Darauf werde ich keine Antwort geben – auch wenn ich mir die Frage selbst gestellt habe. Für Hertha, für unsere Fans, für Ehre, das Vaterland… wie war die Frage nochmal?

Lassen Sie mich am Abschluss bitte noch meine Mutti grüßen. Hallo Mutti, ich bin im Internet!

Teve102 – Auf den Rängen gibt’s kein Abseits!

“Politik raus aus dem Stadion” – ein oft zitierter Satz in deutschen Fanszenen. Dass man Politik auch auf sinnvolle Art und Weise an Fankultur herantragen kann, versucht die Veranstaltungsreihe “Auf den Rängen gibt’s kein Abseits!” zu beweisen. Komplett von Unionfans organisiert und unterstützt vom Verein, dem Bezirk Treptow-Köpenick und dem Bündnis für Demokratie und Toleranz, sollen in drei Gesprächsrunden Themen angegangen werden, um die sich sonst mit dem Hinweis auf politikfreie Stadien gerne gedrückt wird.

Wir haben Helge gebeten, uns ein wenig darüber zu berichten, wie das Ganze zu Stande kam, um welche Gesprächsrunden es im Speziellen geht und warum es eben doch wichtig ist, sich auch beim Fußball mit Politik zu beschäftigen.

Über schwere Themen reden: Helge und Robert.

P.S.: In der Vielzahl an Referenzen haben sowohl Helge als auch ich während des Gesprächs aus der Kneipe “Grüne Hölle” die “Grüne Wiese” gemacht. Bitte davon nicht irritieren lassen.

Show Notes:

Vorstellung Helge; Internationale Wochen gegen Rassismus; “Auf den Rängen gibt’s kein Abseits!“; Queerpass; Schwule im Fußball; “Fußball ist alles – Auch schwul“; Aljoscha Pause; Polnischer Fußballalltag; Dariusz Łapiński; “Football Factories“; “Tor zum Osten“; Spielfeld für Nazis?; Anmeldepflichtige Veranstaltung; Ronny Blaschke; Olaf Sundermeyer; Jonas Gabler; Exit Deutschland; Guter Rat wenn Nazis stören; Schöner Eisern ohne Nazis; Unterstützung durch den Verein; Unterstützung durch den Bezirk; Unterstützung durch das Bündnis für Demokratie und Toleranz; Politik im Stadion früher und heute; “Und freitags in die grüne Hölle“; Tradition und Aufarbeitung; Gegendemo zur NPD Demonstration am 1.Mai 2009; “Berlin, Berlin, Juden Berlin

Teve094 – Spanien Tag 1 – Wir nennen es Nullnummer

Wir hatten uns das so schön vorgestellt. WLAN im Hotel, in Berlin die neue Textilvergehen Technik – wir machen Podcasts aus dem Trainingslager. Jeden Tag ein paar Minuten zusammen mit Matze Koch waren geplant. Das ist nun nicht vollends in die Hose gegangen, jedoch haben wir (wieder mal) gelernt, was es heisst, wenn Hotels “WLAN” versprechen. Daher ist dies für den ersten Tag unsere “Trainingslager Nullnummer”. Furchtbare Qualität – aber gerettet, was zu retten war.

Wenn Ihr es Euch “antun” wollt, dann seid auf eine Tonqualität vorbereitet, die der WM Übertragung 1978 aus Cordoba alle Ehre machen würde. In der Hotel-Lobby des Costa Vincci sitzen Sebastian und Matze Koch und telefonieren via Skype mit Robert, der in Berlin versucht tontechnisch etwas zu retten.

Es geht (natürlich) ums Wetter, den Trainingsplatz hinterm Golfplatz, Sebastians Fotos von der Gegend, die Frage ob Jan Glinker seine Flugangst überwunden hat, das furchtbare Internet im Hotel und das erste Trainingsspiel der Rückrunde gegen Cadiz CF.

Unions neue Kompetenz-Kompetenz

Der neue Mann an der Seite von Uwe Neuhaus heisst Nico Schäfer. Der 42-jährige, der zum 1.7. seine neue Rolle als „kaufmännisch-organisatorischer Leiter der Lizenzabteilung“; ein Titel, der jede Visitenkarte sprengt; antritt, beerbt damit offiziell Christian Beeck. Soweit die nüchternen Fakten.

Als Fan frage ich natürlich bei solchen, nach aussen hin, recht abrupt kommunizierten Wechseln, nach der Notwendigkeit und den Ursachen. Beides versuchte Dirk Zingler auf der heutigen Pressekonferenz zu beantworten.

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Nie geht man so ganz

Haben wir im letzten Podcast noch spekuliert, wer uns denn zur Sommerpause, neben den bereits feststehenden Abgängen, noch verlassen wird, hat der Verein heute neben viele der von uns gemunkelten Namen einen Punkt gesetzt. Neben Karim Benyamina, Dominik Peitz und dem bereits aussortierten Kenan Sahin werden leider auch die Verträge von Bernd Rauw, Paul Thomik, Björn Brunnemann, Christoph Haker und Macchambes Younga-Mouhani nicht verlängert.

Damit wird die Lücke in der Mannschaft noch einmal größer, denn vor allem mit Rauw und Thomik gehen nochmal zwei Spieler, die für uns 18 bzw. 21 Spiele in der 2. Bundesliga gespielt haben und dies in meinen Augen besonders im Fall Thomik mit einer klaren Tendenz zum Leistungsträger. Schade drum – es wird also eine spannende Sommerpause. Für alle, die den Jungs noch ein letztes Mal ein wohlverdientes “Fußballgott!” zubrüllen wollen, gibt es den offiziellen Abschied vor dem Spiel gegen Cottbus: 1. FC Union Berlin verabschiedet Spieler (Vereinshomepage).

Bochum gegen Union live

Zur Feier des Tages wagen wir heute mal ein Experiment. In ein paar Stunden breche ich auf nach Bochum zm Spiel des VFLs gegen den 1.FCU. In der Hoffnung, dass der iPhone-Akku, das Vodafone-Netz und mein Technik-Karma mich nicht im Stich lassen, werde ich das Spiel live aus dem Stadion bloggen. Ich habe keine Ahnung, ob das alles so klappen wird, aber einen Versuch ist es allemal wert.

Startzeit: Irgendwas um 18 Uhr (sobald wir im Stadion sind).

P.S.: Falls hier nach 18 Uhr nix passiert, dann ist der Handyempfang im Bochumer Stadion ähnlich gut wie an der Alten Försterei. Dafür entschuldige ich mich pro forma schonmal im Voraus. Aber seien wir mal optimistisch.

Das war das Live-Blog: