Unions Kader ist kurz vor Saisonstart noch nicht fertig

Julian Ryerson wurde von Union immer noch nicht als Zugang verkündet. Auch wenn Viking den Wechsel bereits gestern auf der Klub-Website bekannt gemacht hat, müssen wir warten, bis der Vertrag mit dem Spieler tatsächlich unterzeichnet ist. In den Berliner Medien können wir lesen, wie Manager Oliver Ruhnert zumindest eine Augenbraue lupft über das Vorgehen des norwegischen Klubs.

Urs Fischer und Manager Oliver Ruhnert nach dem 0:3 bei QPR im Gespräch, Foto: Matze Koch

Update von 9.55 Uhr: Union hat den Transfer verkündet:

Ich hatte gestern zunächst geschrieben, dass er als defensiver Mittelfeldspieler zu Union kommt, weil er dort zuletzt eingesetzt wurde. Aber er ist als Backup für Christopher Trimmel auf der rechten Verteidigerseite eingeplant. Was Zugänge betrifft, fehlt nun also nur noch ein Mittelstürmer.

Aber, und der Kurier thematisiert das heute auch in seinem Text über Ryerson, es geht demnächst auch um Abgänge. Der Kader ist zu groß. Mit dem Ryerson-Transfer erhöht sich beispielsweise der Druck auf Christopher Lenz und Peter Kurzweg. Hatte es zuvor die Option gegeben, Lenz sowohl auf links als auch auf rechts einzusetzen und ihm das eine höhere Chance auf einen Kaderplatz gegeben, so geht es jetzt nur um die Position hinter Ken Reichel. Ich bin gespannt, wie das ausgeht.

Ob und wie Spieler wie Beko Taz, Cihan Kahraman oder Lennard Maloney in diesem Kader die Möglichkeit auf Einsätze oder überhaupt Plätze im 18er-Spieltagskader haben, lasse ich mal dahingestellt. Für Maloney sieht es noch halbwegs okay aus, so lange die Innenverteidiger Florian Hübner, Marc Torrejon und Fabian Schönheim verletzt sind. Aber ab dann dürfte es auch für ihn sehr schwer werden. Es ist Unions großes Problem, dass zwischen A-Jugend und Profikader eine enorme Lücke klafft, die der Verein nicht aus eigener Kraft schließen kann. Leihen wären aktuell wohl das probateste Mittel. Aber auch hier ist wichtig, dass die Spieler zu Einsätzen kommen und nicht unter ein bestimmtes Spielniveau fallen. Weshalb die Regionalliga keine Option sein dürfte.

Durchaus kritisch schätzt der Kurier in einem Kommentar zum Ende der Vorbereitung aktuell die Leistungsfähigkeit der Mannschaft ein. Und ich gebe ihm Recht. Dieses Team wird sich sehr viel sehr hart erarbeiten müssen. Aber wenn diese Erkenntnis in der Mannschaft angenommen wird, ist vielleicht auch mehr möglich als in der vergangenen Saison. Da beeindruckte die Mannschaft zunächst mit offensiver Spielfreude, war aber nicht sehr häufig in der Lage war, auf Dauer Dominanz auszustrahlen. Von Konstanz ganz zu schweigen.

Im englischsprachigen Gegenpressing Podcast gibt es ein kurzes Interview mit Sebastian Polter (ab 48:48 Minute), in dem er auch sagt, dass es erst einmal darum geht, gut in die Liga zu starten und als Mannschaft besser zusammenzufinden. Das sind zwar auch Allgemeinplätze, aber angesichts der Konkurrenz und des Ist-Zustands des Teams vielleicht ganz gute Ankerpunkte für die nächsten Wochen. Und mir ist das allemal lieber als großspuriges Gerede, wie es derzeit von anderen Klubs in der Zweiten Liga kommt.

Twitter: @lostinnippes

Und noch einmal als Erinnerung für diese Saison:

6 Gedanken zu „Unions Kader ist kurz vor Saisonstart noch nicht fertig

  1. Sebastian Schuppan hat jetzt gemeinsam mit Jens Umbreit auch einen eigenen Podcast: https://rasengefluester.de

    Er ist ehemaliger Zweitligaspieler und heute Kapitän der Würzburger Kickers. Außerdem war er der 2. Spieler, der ein Rasenfunk Tribünengespräch bekommen hat.

    In der 2. Folge sprechen sie eine knappe Stunde über die 2. Liga, zu Union verlieren Sie auch ein paar Worte. Union kommt dabei recht gut weg und gilt bei den beiden als einer der Favoriten auf den 3. Platz.

  2. Favorit auf den 3. Platz? Mir wird schlecht, wenn ich so etwas höre…

  3. Einer der Favoriten, nicht DER Favorit, sie haben Sie auf Platz 3-6 gesehen und ich denke auch, dass wir schon im oberen Drittel mit dem Etat mitspielen sollten.

  4. zun Kotzen diese nazi spacken (ja, beim Begriff „herrenrasse“ kann es sich nur um nazis handeln)

    Das Union nazis oder Menschen mit extremen Ansichten unter sich hat ist nichts besonderes, im vergleich zu anderen vereinen, aber auch, wenn man sich das Umfeld anschaut.

    Köpenick ist recht zentriert und zieht viele Gruppierungen an.

    Dennoch Politik hat im Stadion nichts zu suchen und rechte scheiße erst recht nicht.

    Sollen mir die idioten doch die fresse polieren, wenn ich die darauf anspreche. Vllt merken die Hohllbirnen dann, wie dämlich sie sind.

  5. Ich sehe uns absolut NICHT als Aufstiegskandidat, eher Köln und Ingolstadt und evtl. Bochum.
    Beim HSV hoffe ich das die uns jahrelang hier erhalten bleiben, das hätten sie verdient.

    Wenn es bei uns am Ende einstellig wird bin ich zufrieden.

    Aue am Sonntag wird schon nicht einfach werden.

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