Ein unerwarteter Moment der Liebe für Neven Subotic und ein überzogener Polizei-Einsatz

Ich war richtig geladen gestern mit Abpfiff des 0:5 in Dortmund. Ich fand einfach alles Scheiße in dem Augenblick. Das Spiel, in dem Union im Prinzip chancenlos war und ich das Gefühl hatte, dass es hätte auch zweistellig ausgehen können, wenn der BVB voll durchgezogen hätte. Vom Polizei-Einsatz, der dafür sorgte, dass die Szene das Spiel nicht sehen konnte. Von Dortmunds Stadionsprecher Norbert Dickel, der wie so viele Lautstärke mit Stimmung verwechselt. Von der 5. Gelben Karte für Marvin Friedrich, weshalb er im wichtigen Spiel gegen Bremen ausfällt. Ich war geladen und die Wut musste raus.

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Wie kann Yunus Malli den 1. FC Union besser machen?

Ich gebe zu, dass ich während der Winterpause schon etwas nervös nach links und rechts geschaut habe, wen die Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt so verpflichten. Köln holte Mark Uth, Augsburg verpflichtete Eduard Löwen und die Fortuna nahm Steven Skrzybski unter Vertrag. Und Union? Hoffte darauf, dass die Langzeitverletzten Grischa Prömel und Suleiman Abdullahi fit werden. Ich hatte in den vergangenen zwei Wochen dadurch ein sehr komisches Gefühl in der Magengegend. Die Verpflichtung von Yunus Malli hat etwas dagegen getan (Vereinsmitteilung).

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“Cello schießt für uns das Tor des Jahres …”

Das Jahresende bietet sich immer auch dazu an, auf das Jahr zurückzuschauen. Zum Beispiel darauf, was für schöne Tore Union 2019 geschossen hat. Allerdings war da der Höhepunkt auch ziemlich schnell erreicht, als Marcel Hartel nach zwei Minuten im ersten Spiel im Januar ein unfassbares Tor gegen den 1. FC Köln geschossen hat. Und das Jahr ging für  Union ungefähr so gut weiter, wie es angefangen hat.

MArcel Hartel Tor des Jahres Köln

Marcel Hartel bei seinem Fallrückzieher zum 1:0 für den 1. FC Union gegen Köln.
Photo: Michael Hundt/Matze Koch

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Ein Vorsprung in der Tabelle macht Union gegen Köln etc. stärker

Union spielt in drei der verbleibenden vier Spiele vor der Winterpause gegen direkte Mitbewerber um den Klassenerhalt. Dieser Umstand und die Tabllensituation zu Beginn dieser Serie von Spielen liefert den Stoff für verschiedene Narrative. Schlussendlich bleibt es aber dabei: mehr Punkte haben (zum Beispiel 16, wie Union) ist besser als weniger (zum Beispiel 8, wie Köln).

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“Schießt du jetzt jede Woche das Tor des Monats oder lässt du mich auch mal zum Zug kommen?”

Medial stehen nach dem 3:2 in Duisburg Robert Zulj mit seinen drei Torbeteiligungen (Tagesspiegel)  und Marcel Hartel mit dem Sieg beim Tor des Monats (Morgenpost) im Vordergrund. In einem kurzen Video gratuliert Andy Gogia dem Torschützen, der dabei versucht, so professionell wie möglich zu wirken und einfach dreimal hintereinander danke sagt. Ich finde das witzig und grundsympathisch. Allein die Gestik von Gogia, als er fragte: “Schießt du jetzt jede Woche das Tor des Monats oder lässt du mich auch mal zum Zug kommen?”

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Last-Minute-Sieg, Tor des Monats und Urs Fischer sagt: “Es gibt überhaupt keinen Grund, euphorisch zu werden”

Viereinhalb Monate. So lange ist der letzte Auswärtssieg von Union her. Und gestern sah es eine Halbzeit Zeit lang so aus, als würde die Mannschaft die Chance vertun. Denn alle anderen Teams im Aufstiegskampf hatten Punktverluste hinnehmen müssen. Als Florian Hübner zum Schluss den Ball nicht zu Sebastian Andersson Joshua Mees durchließ und ihn nicht aufs Tor brachte, dachte ich, dass es das gewesen war. Leicht frustriert fuhr ich gerade mit dem Auto auf der Landstraße bei Zossen und hörte dem mäßig aufgeregten Kommentator bei Amazon zu. Ecke geklärt und dann Abpfiff. So dachte ich. Als Andersson dann das Tor machte, weil Zulj noch eine lange Flanke reinbrachte, musste ich mich ganz stark zusammennehmen, um nicht beide Hände vom Steuer zu nehmen.

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Marcel Hartel hat die Chance auf Unions zweites “Tor des Monats” in dieser Saison

Das Fallrückzieher-Tor von Marcel Hartel, das der Mittelfeldspieler in den letzten Januarstunden schoss, steht wenig überraschend zur Wahl des Tor des Monats der Sportschau. Das Team von Urs Fischer scheint diese Saison einen internen Wettbewerb am Laufen für besondere Tore zu haben. Denn diese Nominierung ist nach dem Fallrückzieher von Sebastian Polter und dem Torwarttor von Rafal Gikiewicz schon die dritte für ein Tor des Monats in dieser Spielzeit. Ich kann mich nicht erinnern, dass das vorher schon einmal der Fall war. Für Marcel Hartel, der im vergangenen Jahr unter André Hofschneider einen schweren Stand hatte und mittlerweile zum Flügelspieler umgeschult wurde, würde es mich besonders freuen, wenn er gewinnen würde.

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Marcel Hartel: Vom Fallrückzieher-Double zur Fallrückzieher-Hauptrolle

Heute morgen habe ich beim Lesen mit dem Tagesspiegel-Text über Marcel Hartel begonnen. Darin wurde die Frage aufgeworfen, wie lange er denn noch in Berlin bleiben würde, denn: “Der 1. FC Köln hat sich beim Wechsel 2017 eine Rückkaufoption gesichert und Tore wie dieses sind sicherlich nicht die schlechteste Eigenwerbung.” Huch, dachte ich. Erstens weil ich die Rückkaufoption nicht mehr im Sinn hatte. Und zweitens, weil Marcel Hartel schon von Jens Keller gesagt bekam, er solle öfter mal den Abschluss suchen. Sprich, er trifft gar nicht so häufig. Im Kurier ging es auch um die Option, die Köln bei Marcel Hartel im Sommer ziehen könnte.

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Marcel Hartel nutzt seine Chancen

Medial steht heute Marcel Hartel im Vordergrund. Und das aus zwei Gründen: Er hat gegen Fürth Grischa Prömel vertreten und dabei etwas gemacht, was auch Prömel auszeichnet. Er ist sehr viel gelaufen. Der Kurier versorgt uns auch mit der Zahl, nämlich über 12 Kilometer. Hartel, der unter Jens Keller noch als unberechenbarer Spieler zwischen den Linien zum Einsatz kam, zeigt unter Urs Fischer sein Potential offensiv auf nahezu allen Positionen zum Einsatz zu kommen.

Marcel Hartel Foto: Foto: SF/Matze Koch

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Das Knie: Michael Parensen verletzt sich im Training

Michael Parensen hat sich gestern beim Training am Knie verletzt. Das ist DAS Thema der Berliner Medien und ich würde lügen, wenn mir diese Geschichte nicht auch nahe ginge. Denn der Abwehrspieler ist mehr als nur ein Fußballspieler. Er symbolisiert all das, was Union in den vergangenen zehn Jahren erreicht hat. Als er kam, war der Stadionbau noch nicht fertig. Damals ging es mit dem Neubau der Stehplatztraversen darum, den Fußball-Standort Alte Försterei überhaupt zu erhalten. Jetzt geht es beim Stadionausbau darum, die Kapazität nahezu zu verdoppeln. Damals ging es um den Aufstieg in die Zweite Liga. Heute klopft Union an die Tür zur Bundesliga. Michael Parensen war immer dabei. Und zwar nie mit weniger als hundert Prozent. Ich wünsche ihm, dass die Knieverletzung nicht so langwierig ist, wie befürchtet wird.

Michael Parensen verletzte sich beim Training am Knie, Foto: Matze Koch

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