Suleiman Abdullahi fällt wegen Gehirnerschütterung erst einmal aus

Suleiman Abdullahi bleibt weiterhin vom Pech verfolgt in der Bundesliga-Saison. Er hat tatsächlich eine Gehirnerschütterung und eine Platzwunde im Test gegen Holstein Kiel erlitten. Manager Oliver Ruhnert befürchtet laut Bild, dass der Angreifer bis zu zwei Wochen ausfallen könnte. Außerdem zeichnet der Kurier nochmal nach, wie unglücklich für Suleiman Abdullahi die Zeit seit dem Aufstieg verlaufen ist, an dem er zum Beispiel mit dem Tor in Stuttgart großen Anteil hatte.

Suleiman Abdullahi erlitt eine Gehirnerschütterung im Test gegen Holstein Kiel, Foto: Matze Koch

Suleiman Abdullahi erlitt eine Gehirnerschütterung im Test gegen Holstein Kiel, Foto: Matze Koch

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Andy Gogias Ausflug auf den Kreuzberg und die glaziale Serie

Kurz vor der Spieltags-Pressekonferenz heute um 12 Uhr (live auf AFTV oder Facebook) ist es ruhig bei Union. Mir fast ein bisschen zu ruhig. Bild/BZ erklärt uns die Tattoos von Robert Zulj und der Kurier freut sich immer noch am Flügeleinsatz von Marcel Hartel. Dazu hat vor dem Auswärtsspiel in Bielefeld am Samstag die dortige Polizei einen Fanbrief für die Gästefans geschrieben.

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Verschiedene Perspektiven einer teambildenden Maßnahme

Manchmal ist es ganz interessant zwischen den Zeilen zu lesen. Daniel Göhlert, heute gegen Ahlen mit Gelb-Rot vom Platz gegangen, schrieb im Trainingslagertagebuch vom Besuch des Spiels Schalke – Dortmund:

“Erst kommt man nicht hin – dann kommt man nicht weg. Obwohl wir pünktlich los gefahren sind, haben wir es gerade so zum Anpfiff geschafft und bis man nach Abpfiff wieder losfahren kann, geht auch eine halbe Ewigkeit ins Land. Wir waren dementsprechend spät im Hotel, für unsere Verhältnisse jedenfalls… “

Die Berliner Morgenpost schilderte die Ereignisse, die die Abreise aus der Werbename-Arena verzögert haben, gespickt mit vielen Konjunktiven etwas anders:

Nach Informationen von Morgenpost Online wartete eine Gruppe von zehn bis 15 Schalker Hooligans am Mannschaftsbus und griff die Berliner an, als diese ihr Gefährt besteigen wollten. Spieler und Trainer flohen daraufhin über den Parkplatz und versteckten sich hinter parkenden Autos. Mittelfeldspieler Hüzeyfe Dogan soll bei der Attacke ein blaues Auge erlitten haben, außerdem soll ein weiterer Spieler leicht verletzt worden sein.

Mal abwarten, was sich hieraus noch ergibt.

[Update]: Von Vereinsseite wird es keine Stellungnahme zu dem Text aus der Morgenpost geben. Pressesprecher Christian Arbeit gab an, dass es keine Anzeige bei der Polizei gegeben habe und kommentierte die Meldungen mit “Alles Quatsch!”.

[Update 01.03.2010]: Mathias Bunkus schreibt im Berliner Kurier sehr nüchtern:

Bei diesem Trip hat auch gar nichts geklappt. Erst geriet das Team am Freitag nach dem Besuch des Spiels Schalke gegen Dortmund mit Fans in eine Auseinandersetzung. Am Ende zierte ein Veilchen Hüzeyfe Dogans Auge. Am Sonnabend zog Dominic Peitz beim Torschusstraining durch – Carsten Busch brach sich Schien- und Wadenbein. Das wieder ließ Kenan Sahin ausrasten – Tribüne in Ahlen. Keinesfalls aus disziplinarischen Gründen, so Neuhaus.

[Update 02.03.2010]: Entgegen ersten Ankündigungen hat der Verein am 01.03. doch eine offizielle Mitteilung herausgegeben. (Danke an Keano für den Hinweis in den Kommentaren.)

Wie es geht

„Das Mittel der Repression, des Stadionverbots, ist für uns kein Mittel zur Lösung von Problemen, die tief in der Gesellschaft verwurzelt sind. Wir sind davon überzeugt, dass unser Weg der Kommunikation der richtige ist, denn nur er schafft Verständnis für die Belange der Fans und des Vereins. Nur wer erkennen kann, welchen Schaden er mit seinem Verhalten anrichtet, wird zu der Einsicht gelangen, dass er sein Verhalten ändern muss. Das Stadionverbot ist aber der letzte Schritt, wenn wir unmittelbar Schaden vom Verein abwenden müssen. Genau dann müssen und werden wir ihn auch gehen. Keine der Maßnahmen alleine ist geeignet, die Probleme, die in letzten Wochen aufgetreten sind, zu lösen. Beides zusammen – Kommunikation wenn möglich, Repression wenn nötig – ist in unseren Augen der richtige Weg.“

Präsident Dirk Zingler als Reaktion auf die Vorkommnisse der letzten Zeit.

Spannend wird sicherlich sein, zu sehen, was konkret passiert und wie die beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden. Interessant wird auch die Wahrnehmung durch die unterschiedlichen Fangruppen sein, die sich bereits intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Auf jeden Fall ist es ein Prozess, der die Identität der Fans des 1. FC Wundervoll prägen wird.