Sky und DFL bereiten den Weg für Geisterspiele, doch die Fanszenen sind dagegen

Wenn alles wie geplant läuft (aber wann tut es das schon in den vergangenen Wochen), dann dürfte die Bundesliga Mitte Mai wieder starten. Natürlich mit Geisterspielen. Natürlich mit permanenten Tests auf das Coronavirus. Gestern Abend kam dann die Nachricht von Bild (und später auch Spiegel), dass Sky die 4. TV-Geld-Rate vorzieht und zwar weniger, aber dafür überhaupt zahlt. Das dürfte vielen Clubs beim Thema Liquidität helfen, auch wenn der  eine oder andere Verein diese Rate vielleicht direkt an einen Geldgeber durchreicht, von dem sich in Vorgriff auf das TV-Geld schon eine entsprechende Summe geholt wurde.

Szene aus dem Jahr 2017: Test zwischen 1. FC Union Berlin - FK Dinamo Brest vor leeren Rängen, Foto: <a href="http://matzekoch.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Matze Koch</a>

Szene aus dem Jahr 2017: Test zwischen 1. FC Union Berlin – FK Dinamo Brest vor leeren Rängen, Foto: Matze Koch

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Union kritisiert das Konzept des DFB für Kollektivstrafen

Nach den Spielunterbrechungen wegen verschiedenen Formen der Kritik an Kollektivstrafen hat Union gestern klar gesagt, dass der Verein die erste Unterbrechung für falsch und die Fadenkreuz-Plakate für inakzeptabel hält. So etwa Christian Arbeit im Podcast Union am Ball, den wir gemeinsam mit Radioeins machen.

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Proteste gegen Kollektivstrafen: “Wir lassen uns nicht spalten”

Eigentlich hätte ich hier heute gerne vor allem über Standard-Flanken von Christopher Trimmel geschrieben, die beim Spiel des 1. FC Union gestern gegen Wolfsburg das waren, was sportlich am besten funktioniert hat und zu beiden Toren beim 2-2 geführt haben. Aber der Sport war nicht, was von diesem Spiel hängen bleiben wird. Das sind vielmehr die Proteste gegen Kollektivstrafen des DFB und dessen Reaktion darauf – und was das für den sozialen Raum Stadion einerseits und den Zusammenhalt bei Union andererseits bedeutet.

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Trimmel international und Beziehungen zu Gladbach

Nachdem gestern Abend die letzten Länderspiele in dieser Fußballpause stattgefunden haben, geht spätestens jetzt der Blick auf das Wochenende und Unions Spiel gegen den aktuellen Tabellenführer aus Gladbach. Das gilt auch für Christopher Trimmel, der gestern für Österreich durchgespielt hat, mit dem Nationalteam aber 0-1 gegen Lettland unterlag:

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Die Modepolizei in Karlsruhe sagt: Dunkle Kleidung darf nicht mehr getragen werden

Als ich gestern die ersten Nachrichten davon las, dass die Polizei in Karlsruhe eine Straßenbahn mit Unionanhängern gestoppt hätte, dachte ich noch, dass es einfach eine übliche Maßnahme war, um Fanströme nicht unkontrolliert durch das Stadtgebiet reisen zu lassen. Es würde eine Begleitung zum Stadion geben und gut.

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Sofas in der Wuhle – Es geht um mehr als nur Public Viewing

Als am Montagmorgen das Telefon klingelte, hatte Georg schon so ein komisches Gefühl. Wer ruft schon am Pfingstmontag an? Und dann war da noch die Polizeimeldung vom Sonntag:

Aus bisher unbekannten Motivationsgründen hat sich heute früh eine größere Menschengruppe, die zum Teil maskiert war, unbefugt Zutritt zum Gelände eines Stadions in Köpenick verschafft. Gegen 6.30 Uhr rüttelten die rund 40 Personen am Eingangstor an der Straße An der Wuhlheide bis dieses nachgab und liefen dann in einen Fanblock. Dort nahm man mehrere Tische und drei Sofas auf, trug diese Gegenstände zum Ausgang und warf sie anschließend in das Gewässer der Wuhle. Dann flüchtete die Gruppe in Richtung Pyramidenbrücke. Ein Mitarbeiter der das Geschehen bemerkte alarmierte die Polizei. Eintreffende Beamte begaben sich in den nahegelegenen Mellowpark, wo einer der Randalierer wiedererkannt wurde. Nach der Personalienfeststellung des 28-Jährigen konnte er seinen Weg fortsetzen. Videoaufzeichnungen wurden gesichert und der Polizei übergeben. Die Ermittlungen dauern an.

Georg hatte in der vergangenen Woche seine Couch in der S-Bahn nach Köpenick gebracht, um sich einen besonderen Platz für das gemeinsame WM-Erlebnis im Stadion an der Alten Försterei zu sichern. Sein Sofa sollte eins von 750 bequemen Sitzmöbeln sein, die auf dem Rasen Platz finden.

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