Vorwürfe und Antworten zum Drachenboot-Cup

Wir müssen heute nocheinmal auf den Drachenboot-Cup vom ersten September-Wochenende zurückschauen – müssen, weil es um weniger schöne Aspekte dabei geht. Die DLRG hat in der vergangen Woche ein Statement veröffentlicht, in dem das Verhalten von Union Fans gegenüber den Retttungskräften in diesem Jahr und auch im Rückblick scharf kritisiert wurde.

Drachenboot-Fun-Cup

Eins der Boote mit Pyrotechnik, Foto: Jan Hollants.

Wir haben das hier zunächst nicht thematisiert, weil wir dabei auch die Wahrnehmung des Eisernen V.I.R.U.S. mit einbeziehen wollten. Für den hat nun der Vorsitzende des Vereins, Sven Mühle, auf das Statement der DLRG geantwortet:

Sachlich richtig ist es, dass ein Boot absichtlich zum Kentern gebracht wurde. Ebenfalls richtig ist es, dass mindestens 20m davon entfernt auf einem weiteren vorbeifahrenden Boot Pyrotechnik gezündet wurde. Beides ist grundsätzlich verboten! Darüber herrscht hier Einigkeit und kann nicht toleriert werden.
Der weitere Ablauf wirft jedoch erhebliche Fragen zur Darstellung der DLRG-Lichtenberg auf. So kann zum Beispiel niemand das Werfen von Pyrotechnik in Richtung Personen bestätigen. Es wird berichtet, dass die Pyros ins Wasser gehalten bzw. gelegt wurden um sie auszukühlen und wurden dann wieder eingesammelt. Ebenso wird von einem DLRG-Boot berichtet, welches direkt auf das Boot mit den Pyros zufuhr und dort einige Zeit im Rauch stehenblieb. Warum bleibt fraglich. Für dieses Boot bestand zu keiner Zeit die Notwendigkeit einer Rettungsmaßnahme und es war genug Platz auf dem Wasser um am Rauch vorbeizufahren.
Wie schon geschrieben, möchten wir keinesfalls das Fehlverhalten Einzelner relativieren. Dafür gibt es keine Entschuldigung und wir müssen uns geeignete Maßnahmen überlegen. Andererseits müssen wir aber auch energisch der Darstellung widersprechen, dass DIE Union-Fans Respektlosigkeit gegenüber dem Rettungsdienst zeigen und DIE Union-Fans die Retter massiv behinderten und sich IMMER daneben benehmen.

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Warum Union bis 2022 noch viel Arbeit vor sich hat

Ich weiß nicht, wie sehr sich die sportliche Leitung von Union gerade schon mit der Saison 2021/22 beschäftigt. Aber auch wenn noch niemand so ganz genau weiß, in welcher Liga Union dann spielen wird, sollte man sich demnächst Gedanken darüber machen. Denn Unions Kader ist auf diese Perspektive noch kaum angelegt – genau so wenig wie der von Bayern.

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Wenig überraschende Transferspekulationen

Die Berliner Medien beschäftigen sich mit den Folgen der Saison: Die Berliner Zeitung beschreibt die gelöste Stimmung nach dem erfolgreich vermiedenen Spielklassenwechsel. Der Kurier rechnet aus, bei welcher Tabellenkonstellation Union wie viel Geld aus den Fernseheinnahmen bekommt.

Und Bild/BZ gehen den Kader nach möglichen Abgängen durch. Dabei schreiben sie, dass der Abschied von Daniel Mesenhöler schon fest stehen würde, und der englische Zweitligist Leeds United (wo Pierre-Michel Lasogga spielt) an Kristian Pedersen interessiert sei.

Nichts davon kommt sehr überraschend. Wie problematisch ein Weggang von Kristian Pedersen wäre, kommt auch darauf an, ob Christopher Lenz von seiner Leihe nach Kiel zurückgeholt wird.

chrissis

Christopher Lenz und Kristian Pedersen gehen sich bei Union vielleicht weiterhin aus dem Weg, Photo: Matze Koch

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