Mit aller Gewalt Klassenerhalt!

Der Morgen nach dem mit 0:4 verlorenen Derby gegen Hertha ähnelte dem nach einem heftigen Gelage. Es war alles wie in Watte. Die Vögel zwitscherten. Wie jeden Morgen testete das Taubenpärchen die dünnen Äste im Baum vor unserem Balkon und war wie jeden Tag davon überrascht, dass diese nachgaben. Während es also hektisch raschelte im Baum, trank ich meinen Kaffee und immer wieder kamen Erinnerungen vom Abend zuvor. 0:4. Die Gegentreffer kamen auch Stück für Stück zurück. Aber trotzdem fühlte sich das ganz weit weg an. Cunha tanzt. Herthas Mannschaft macht eine Welle vor der leeren Ostkurve. War das wirklich alles so passiert?

Flagge zeigen, Foto: Sebastian Fiebrig

Flagge zeigen, Foto: Sebastian Fiebrig

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Aus Eisern wird nicht automatisch Union

Ich quäle mich seit 2 Wochen mit einer Aufgabe, die ich wie eine schmerzhafte Zahnbehandlung vor mich hinschiebe. Denn ich habe mir vor 12 Tagen im Supermarkt das Eisern-Magazin des Berliner Verlags gekauft und dachte, das würde eine interessante und unterhaltsame Rezension für den State of the Union werden. Erst recht in der fußballlosen Zeit, in der Spiele wegen des Coronavirus nicht stattfinden. Doch als ich feststellte, dass das Magazin null meinen Geschmack trifft, war es erst einmal aus. Denn ich will mich nicht mit Dingen beschäftigen, die ich nicht mag, weil es so viel Sachen gibt, die Freude bringen, wenn ich mich mit ihnen beschäftige.

Das aktuelle Eisern-Magazin des Berliner Verlags

Das aktuelle Eisern-Magazin des Berliner Verlags, Foto: Sebastian Fiebrig

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Wie viele Punkte holt Union noch bis Weihnachten und was bedeutet das?

Ich bin ein großer Freund von Diskussionen, in denen wir etwas herumspinnen können. So wie beim Thema Traum-Bundesliga, bei dem es darum geht, sich eine Bundesliga zusammenzuspinnen, die wir persönlich attraktiv finden. Also ohne Mannschaften wie Leverkusen, Hoffenheim, Wolfsburg oder Leipzig.

Ganz ähnlich dazu hat Mathias Bunkus vom Kurier über die mögliche Punkt-Ausbeute von Union in den verbleibenden 3 Partien dieses Jahr nachgedacht und was sie bedeuten würde.

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Christopher Trimmel bewertet Kurzfilme und Michael Parensen beantwortet Fragen

Die Länderspielpause ist vorbei und nun geht es langsam los mit der Vorbereitung auf das wichtige Heimspiel gegen den SC Paderborn mit seinem Trainer Steffen Baumgart. Sebastian Andersson hat allerdings noch ein Länderspiel am Dienstag. Vielleicht klappt es dann mit einem Einsatz, denn der schwedische Angreifer wurde gegen Rumänien (2:1 für Schweden) nicht eine Minute eingesetzt (Kurier).* Auch wenn der Kicker (nicht online) das Thema mit Suleiman Abdullahi in der Position des Mittelstürmers beim Testspiel in Erfurt aufnimmt, glaube ich nicht daran, dass Urs Fischer Anderssons Position dort in Frage stellt.

Sebastian Andersson trifft zum 1:0 per Elfmeter gegen Ingolstadt, Foto: Matze Koch

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Verlosung: Gewinnt ein von Michael Parensen signiertes UNVEU-Magazin!

Das UNVEU-Magazin des Kuriers war ursprünglich mal angetreten, um Geschichten über Unioner zu schreiben, die Unioner lesen wollen. Und das ist dann selten der Hausbesuch bei irgendeinem Star, sondern zielt mehr auf den emotionalen Bereich, den wir alle gerne mit Union-Familie bezeichnen. Dieser Fokus ist in den vergangenen Heften etwas verloren gegangen. Um so mehr habe ich mich gefreut, dass bei der aktuellen Ausgabe mit Co-Chefredaktuer Michael Parensen ein Heft herausgekommen ist, das wieder genau das liefert.

Die 3 von Michael Parensen signierten UNVEU-Magazine, Foto: Sebastian Fiebrig

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Euphorisches Chillen und wir verlosen 3 unveu-Magazine

Was habe ich gestern alles gemacht, um ein bisschen runterzukommen. Ich war mit dem Jungunioner (“Ich komme erstmal nicht mit ins Stadion. Ist mir zu laut.”) in der Bibliothek, habe Flaschen weggebracht, war im Supermarkt, dann bei seinem Schwimmkurs, bei Ikea und zum Schluss das absolute Gegenteil von Euphorie: im Baumarkt. Und trotzdem pfiff ich beim Abendessen unwillkürlich: “So’ne Scheiße, so’ne Scheiße, wir steigen auf …”

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Das Pech von Felix Kroos ist Eroll Zejnullahus große Chance

Der Tagesspiegel berichtet, dass Felix Kroos verletzungsbedingt in Berlin geblieben ist. Das ist einerseits schade, weil der Kapitän bis zu seiner Auswechslung wegen Gelb-Rot-Gefahr in München als sehr aggressiver Zweikämpfer gefiel und sich das Ziel gesteckt hatte, endlich auch mal über 90 Minuten zu spielen (Kurier).

Eroll Zejnullahu kommt beim Spiel gegen den KSC für Felix Kroos; Foto: Matze Koch

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Ein komplett anderes Union-Magazin

Wir haben zwar schon im vergangenen Podcast über das Union-Magazin u.n.v.e.u. vom Berliner Kurier gesprochen, aber ich möchte es hier noch einmal detaillierter machen. Gerade weil das Ergebnis, das vor mir liegt, mich etwas überrascht hat. Denn es ist nicht nur interessant, was auf den 84 Seiten zu finden ist. Es spricht auch Bände, worauf hier verzichtet wurde. Hier gibt es keine Spielerportraits, keine Präsidenten-Interviews mit sportlichen Zielen für die Saison und auch kein Mannschaftsfoto. All das treten wir gewöhnlich nach drei Tagen in die Tonne, weil es nicht mehr aktuell ist. Der Kurier scheint das gewusst zu haben und hat ein komplett anderes Magazin gemacht.

https://instagram.com/p/75YBEFCJCM/

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Teve235 – Alufolie im Schuh

Heimspieldebüt von Sascha Lewandowski, doch Union verliert mit 1:2 gegen Fürth. Hätte nicht sein müssen. Außerdem schauen wir uns das Union-Magazin u.n.v.e.u. vom berliner Kurier an.

Foto: Matze Koch

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Unter welchen Umständen bleibt Sebastian Polter?

Das ist die große Frage, die nach jedem Tor des 23-Jährigen Angreifers gestellt wird: Unter welchen Umständen bleibt Sebastian Polter? Der Kurier gibt uns darauf heute folgende Antwort: 20 Prozent Bleibewahrscheinlichkeit. Die Zahl vor den Prozenten ist Quatsch, das weiß auch der Kurier. Aber sie symbolisiert die Chancen von Union ganz gut. Denn Polter ist “Eigentum” von Mainz 05 und wenn bis Saisonende gar nichts passiert, ist er ab 1. Juli dort wieder Spieler.

Foto: Stefanie Fiebrig

Ob er in Mainz eine realistische Chance hat oder haben wird, kann ich nicht vernünftig beurteilen, würde aber eher sagen: Nein. Wenn sich die Rheinhessen die Frage auch so beantworten, ginge es für sie darum, den Vertrag des Stürmers (aktuell bis 2017 an Mainz gebunden) zu beenden. Mit einer vernünftigen Ablöse selbstverständlich.

Eine marktwertgerechte Ablöse (siebenstellig) wird Union so nicht bieten können. Und hier kommen wir zum Knackpunkt. Denn auf eine angemessene Ablöse wird Mainz zwar pochen können, aber sie können Polter nicht dazu zwingen, einfach irgendwo zu unterschreiben. Wenn Mainz also nein sagt, muss Polter ja sagen. Und zwar zu Union. Nur dann kann überhaupt etwas funktionieren. Vorher braucht Nico Schäfer gar nicht erst in die Schatulle im Forsthaus lunschen, ob genug Geld da ist.

Die Bedingungen für Polter nennt Bunki im Kuriertext sehr klar: Quasi eine Dauerspielerlaubnis, familiäres Umfeld und meiner Meinung nach das Wichtigste für eine junge Familie: Die Aussicht, auf absehbare Zeit mal nicht umziehen zu müssen.

Die Frage ist nicht, was Polter will, sondern, was Union will

Aber es gibt eine Frage, die der Kurier nicht benennt, und die meiner Ansicht nach Union dem Spieler Sebastian Polter und als Verein sich selbst beantworten muss: Wohin geht die sportliche Reise? Was sind die Ziele von Union? Es gibt Spieler mit längeren Verträgen, die ganz klar mit Union in die Bundesliga wollen. Ein Bleiben von Polter würde mir signalisieren, dass der Verein das auch will. Doch wie signalisieren Norbert Düwel, Nico Schäfer und Dirk Zingler dieses Ziel Sebastian Polter? Das ist für mich die große Frage im Poker um den Stürmer.

Für Union wäre der Kampf um den Aufstieg in die Bundesliga die nächste große Erzählung nach dem “Marsch zurück in die Zweite Liga” und dem “Stadionbau”. Ob der Verein als Gesamtkonstrukt dafür finanziell und mental bereit ist, vermag ich nicht zu sagen. Aber ohne probieren, wird man es nicht herausfinden. Aber nur mit diesem Ziel wird Union überhaupt eine 20-prozentige Chance auf den Verbleib von Sebastian Polter haben.

Der Stürmer kann übrigens auch im Tor spielen. Kleiner Tipp für Norbert Düwel ;)

Und was schreiben die anderen?

Die Berliner Zeitung und der Tagesspiegel beschreiben die Erleichterung nach dem Sieg vom Freitag und mahnen, dass der Klassenerhalt noch nicht sicher sei. Der Tagesspiegel jagt mir dabei im dritten Absatz einen riesigen Schreck ein. Stimmen die Eintragungen in meinem Familienkalender etwa nicht?

Nach der Länderspielpause spielt Union gegen die beiden Abstiegskandidaten Erzgebirge Aue und den VfR Aalen. Anschließend geht es zum SV Sandhausen, der ebenfalls noch nicht durch ist.

Kurzer Check im Spielplan. Das nächste Spiel bleibt gegen Sandhausen und danach kommt Aalen. Aue ist erst die sechstnächste Partie. Und zwar am 9. Mai.

Die BZ/Bild macht was mit Torhütern.