Wehmut im leeren Olympiastadion und ein abgesagter Derby-Urlaub

“Es geht in erster Linie um Ligaerhalt und nicht um Stadtmeisterschaft”, sagte Urs Fischer gestern in der Geisterpressekonferenz vor dem Geisterspiel bei Hertha BSC am Freitag (AFTV). Und damit spricht er genau meine Gefühle aus. Ich denke momentan nur an den Klassenerhalt und null an die tiefere Bedeutung von einzelnen Spielen. Das heißt nicht, dass mir ein Spiel gegen Hertha unwichtig wäre. Und ich glaube auch, dass Urs Fischer bei einer Überschrift wie “Unions Fischer pfeift auf die Stadtmeisterschaft” eher die Stirn in Falten legen würde.

Urs Fischer auf der Pressekonferenz vor dem Berliner Derby gegen Hertha BSC, Foto via AFTV

Urs Fischer auf der Pressekonferenz vor dem Berliner Derby gegen Hertha BSC, Foto via AFTV

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Union hat gegen Bayern viel von dem gezeigt, was es in der Restsaison braucht

Wir haben gestern über das Spiel gegen Bayern gepodcastet. Dabei waren wir uns nicht ganz einig, wie wir Unions Leistung gegen Bayern einordnen, und was wir daraus für die folgenden Spiele mitnehmen.

Grischa Prömel Union Berlin

Grischa Prömel gegen Alphonso Davies und Thiago, kurz bevor er die Chance von Marius Bülter vorbereitet. Photo: Matze Koch/1. FC Union Berlin/Pool

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#417 – Der Rasenfunk hat seine eigenen Gesetze

Union verliert das Geisterspiel gegen Bayern München und wir diskutieren sehr gegensätzlich, wie die Partie aus Sicht von Urs Fischers Team zu bewerten ist. Außerdem geht es darum, ob wir das Derby sehen können und den Verzicht auf Ticketrückerstattung.

Neven Subotic im Duell gegen Thomas Müller, Foto: Matze Koch/1. FC Union Berlin/Pool

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Für Union war nicht das Bayernspiel entscheidend, sondern alles, was danach kommt

Union verliert das erste Spiel nach der lange Pause gegen den FC Bayern mit 0:2 und so ein bisschen war es wie erwartet. Das Spiel selbst war eins, das mit unseren Sehgewohnheiten gebrochen hat. Und irgendwie (und ich meine das gar nicht wegen der fehlenden Atmosphäre) hatte das etwas von einem Testspiel. Denn ganz ehrlich muss man sagen, dass der FC Bayern so spielte, wie man gegen Union spielen muss. Kontrolliert und auf seine Chance wartend. Die Münchner haben es tunlichst unterlassen, irgendeinen Raum zu öffnen. Und Union hatte nicht die Möglichkeiten, den Rekordmeister dazu zu zwingen. Manchmal braucht es kein heftiges Ergebnis, um zu merken, dass man hoffnungslos unterlegen ist.

Sebastian Polter beim Abspielen der Vereinshymne vor Anpfiff, Screenshot: AFTV

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Die Bundesliga startet und trotzdem fühlt es sich wie “Verzichten auf Union” an

Die DFL hat gestern die Ansetzung der nächsten Spieltage veröffentlicht und ich fühle exakt nichts. Anders als bei der Sommerpause, mit der die aktuelle Spielpause wegen des neuen Coronavirus gerne verglichen wird, fehlt dieser Kitzel des Unbekannten und diese leichte Aufregung. Wir kennen ja unsere Spieler und wissen, was wir an ihnen haben. Aber wir dürfen es sie nicht spüren lassen. Wir dürfen sie nicht unterstützen. “Berliner Derby am Freitagabend” vermeldet der Tagesspiegel, als wäre alles wie immer. Ist es aber nicht. Ich kann nächste Woche am Freitagabend meine Karten für das Herthaspiel in die Hand nehmen. Ansonsten ist das ein Tag wie jeder andere in den verdammten 8 Wochen, die hinter uns liegen.

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Eine Studie bezeichnet Union als “existenzbedroht”, steht aber selbst auf wackeliger Zahlenbasis und befürwortet Investoren

Gestern hat diese Zusammenfassung einer Bundesligastudie der Handelshochschule Leipzig (pdf) für einige Aufmerksamkeit gesorgt. Denn sie hat 3 Bundesligisten und 3 Zweitligisten in ihrer Existenz als gefährdet dargestellt. Grundsätzlich wird dort die mangelnde finanzielle Transparenz, die fehlende Unabhängigkeit der Mitglieder in Aufsichtsräten und eine zu geringe Diversifizierung der Erlöse der Clubs der Bundesliga und Zweiten Liga festgestellt. Dadurch, dass der 1. FC Union als in seiner Existenz bedroht gesehen wird, schickt uns diese Studie erst einmal ein Signal, dass wir uns mit ihr beschäftigen sollten. Allerdings ist sie im Gegensatz zu anderen Forschungsarbeiten der Hochschule (und dem allgemeinen wissenschaftlichen Vorgehen) nicht frei zugänglich (dafür gibt es hier eine Präsentation als pdf, die aber eben nur eine Präsentation ohne konkrete Zahlen und keine Untersuchung ist). Aber wir haben eine Anfrage geschickt, dass wir sie gerne zugeschickt haben wollen.

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#416 – Geisterspielkonferenzgucker

Die DFL hat die Erlaubnis bekommen, unter den vorgeschlagenen Bedingungen den Spielbetrieb wieder aufzunehmen. Wir machen uns Gedanken, besprechen unter dem Eindruck der letzten zwei Wochen nochmal das Konzept der DFL und sind insgesamt mäßig erfreut.

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Neven Subotic spricht über eine Grundangst, die er als Spieler vor dem Coronavirus hat

Neven Subotic war nach seinem Gespräch bei der BBC gestern nun auch zu Gast beim Deutschlandfunk (hier das komplette Gespräch als mp3). Da spricht er von einer Grundangst, die er in Bezug auf das neue Coronavirus hat. Damit ist er nicht alleine, wenn wir schauen, dass es auch Premier-League-Spieler gibt, die sich nicht wohl fühlen wie beispielsweise Sergio Agüero (ZDF). Es kam überhaupt recht wenig die Perspektive der Spieler zum Tragen in der Diskussion. Sowohl von Gegnern als auch Befürwortern des Wiederbeginns der Bundesliga. Und das ist auch ein Thema, das Subotic anspricht, wenn er sagt: “Damit man das auch weiß: Wir als Spieler in Deutschland wurden informiert, nachdem alle Entscheidungen gefallen sind über den weiteren Verlauf. Wir haben keinen Sitz am Tisch, wir wurden nicht konsultiert.“

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Geisterspiele pur: Union wird keine Fans simulieren

Die Bild (Bezahl-Link) berichtet von einem “Covid-19 Organisations-Rundschreiben Sonderspielbetrieb” der DFL an die Clubs, in dem Dinge wie Torjubel ohne großartigen Körperkontakt (mit Fuß oder Ellenbogen ist okay) empfohlen wird. Außerdem wird geklärt, wer eine Maske tragen soll und wer nicht. Ersatzspieler auf der Bank sollen eine tragen, beim Aufwärmen aber nicht. Der interessante Punkt betrifft das Thema Zuschauerränge. Der akustischen Simulation von Stadion-Atmosphäre oder Träumen von irgendwelchen Start-ups, man könne per App aus dem heimischen Wohnzimmer Buh-Rufe oder Jubel ins Stadion schicken erteilt die DFL eine Absage. Pappfiguren oder Banner hingegen sind erlaubt.

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Etwas als Präsident verkaufen, das man als Fan ablehnt

Union-Präsident Dirk Zingler stand gestern im Mediengespräch vor der Herausforderung, etwas verkaufen zu müssen, was ihn eigentlich innerlich zerreißen muss. Denn als Präsident des 1. FC Union mit der Verantwortung für die Mitarbeiter und Strukturen des Vereins muss er Bundesligaspiele ohne Zuschauer gut finden. Das sagte er auch. So gibt es beispielsweise jetzt die Möglichkeit den durch Kurzarbeit erzwungenen Gehaltsverzicht bei den Mitarbeitern durch Aufstockungen auszugleichen. Die erste Rate der noch offenen 10 Millionen Euro von den Fernsehgeldern sei gezahlt worden. Außerdem würden keine Mitarbeiter entlassen werden. Gleichzeitig dürften Geisterspiele nichts mit dem Fußball zu tun haben, der Dirk Zingler zum Fan gemacht hat.

Pressekonferenz zum Bundesliga-Neustart mit Präsident Dirk Zingler am 07.05. 2020, Foto: Matze Koch

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