Muss Unions neuer Stammtorhüter so sein oder nur so spielen wie Rafal Gikiewicz?

Wir haben in unserer Podcast-Episode, die wir gestern Abend aufgenommen haben, nur so kurz wie möglich über das Spiel von Union in Hoffenheim gesprochen. Denn dieses Spiel war dann doch eins mit zu deutlicher Unterlegenheit, als das man allzu viel daraus mitnehmen kann. Dass Union in dem Spiel nicht auf sein Level gekommen ist, bespricht auch der Rasenfunk (bei dem es außerdem ein Interview mit Ulf Baranowsky, dem Geschäftsführer der Vereinigung der Vertragsfußballer gibt).

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Ein Spiel zum Vergessen und eine Tabelle zum Verlieben

Es gibt so Spiele, da merkt man von Beginn an, dass der Wurm drin ist und nichts geht. Die Partie gegen Hoffenheim gestern, die mit 0:4 verloren ging, war so eine. Damit ist das Team von Dietmar Hopp die einzige Mannschaft gegen die Union in dieser Saison kein Tor erzielen konnte. Und als ob so ein 0:4 nicht reichen würde, so schickte mir gestern nach 20 Uhr Onefootball die Nachricht, es würde nun 0:5 stehen. Es ist halt für uns alle eine sehr lange Saison …

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Die DFL hatte wahrscheinlich keine andere Wahl, als Union eine Geldstrafe für die Klassenerhalts-Party aufzubrummen

Die DFL hat gestern eine Geldstrafe sowohl gegen den 1. FC Union als auch gegen Christopher Trimmel und Sheraldo Becker verhängt (DFL-Mitteilung). Ich glaube, dass die Begründung der DFL unstrittig ist: “Die Spieler hatten nach dem Bundesliga-Spiel gegen den SC Paderborn 07 offenkundig gegen allgemeine Hygiene- und Infektionsschutzstandards sowie insbesondere gegen das medizinisch-organisatorische Konzept der „Task Force Sportmedizin/Sonderspielbetrieb“ der DFL verstoßen. Erkennbar ist dies auf Videoaufnahmen, die unter anderem in sozialen Netzwerken veröffentlicht wurden. Eine Geldstrafe gegen den 1. FC Union Berlin wurde zusätzlich aufgrund „Organisationsverschuldens“ verhängt.” Über die Höhe der Geldstrafe gibt die DFL keine Auskunft und auch nicht über die Verwendung des Geldes.

Fussball, Herren, Saison 2019/2020, 1. Bundesliga (32. Spieltag), 1. FC Union Berlin – SC Paderborn (1:0), spontane Feier von Fans und Spielern lange nach Spielschluss auf der Hauptstrafle vor dem bzw. der Einfahrt zum Stadion, mitten drin Christopher Trimmel (1. FC Union) im schwarzen Shirt, 16.06. 2020, Foto: Matthias Koch

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Urs Fischer fordert natürlich Konzentration für die letzten Spiele

Dass es für Union in den letzten Saisonspielen sportlich um nichts mehr geht, ist schon ein paar Jahre nicht mehr passiert. Und auch damals, als Zweitliga-Saisons ausgetrudelt sind, war das eine etwas andere Situation als jetzt, nachdem Union sein Ziel schon erreicht hat.

Die Mannschaft feiert nach dem Klassenerhalt Trainer Urs Fischer vom 1. FC Union Berlin, Photo: Matze Koch

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Für Keven Schlotterbeck bleibt die Tür bei Union offen und Dirk Zingler will Zuschauer zurück im Stadion

Es gab zwei große Themen nach dem Klassenerhalt von Union am Dienstagabend samt Party: die Zukunft von Innenverteidiger Keven Schlotterbeck und Dirk Zinglers Rede auf dem Parkplatz. Zuerst zum vom Freiburg ausgeliehenen Verteidiger. Manager Oliver Ruhnert sagte gestern in der Medienrunde, dass Schlotterbeck wie geplant zu Freiburg zurückkehren werde: “Er geht mit einem ganz großen weinenden Auge von uns weg. Aber das ist Part of the Deal. Die Kollegen in Freiburg und ich haben uns darauf verständigt.” (Kicker, RBB, Kurier, BZ).

Keven Schlotterbeck feiert den Klassenerhalt, Foto: Matze Koch

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Union hat rasiert und feiert die wohl dezentralste Klassenerhalts-Party überhaupt

“Komm Rob, erste Worte. Was fällt dir sofort ein?”, wurde Robert Andrich bei AFTV gefragt, als er noch eine Flasche Berliner am Hals hatte. “Bier!”, antwortete der Mittelfeldspieler, der beim 1:0 gegen Paderborn ohne Gelbe Karte vom Platz ging. Es war wahrscheinlich dezentralste Klassenerhaltsparty, die Union je gefeiert hat. Ich hatte das Gefühl, dass wir alle mit Abpfiff auf den Balkon oder auf die Terrasse gehen mussten, um gedanklich den Platz zu stürmen und gleichzeitig draußen ein paar Tränen der Freude die Wange herunterlaufen zu lassen. Dieses Video, das Union direkt nach Abpfiff gepostet hat war ein bisschen das, was sicher bei allen als Kopfkino lief.

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Der Klassenerhalt für Union mag sensationell sein, aber der Saisonverlauf ist noch sensationeller

Ich kann gar nicht in Worte fassen, was der Klassenerhalt für mich bedeutet, sollte Union den heute Abend im Heimspiel gegen Paderborn schaffen. Sportlich bin ich schon bei Urs Fischer, dass der so etwas wie eine Sensation wäre. Erst recht so zeitig, ganz ohne Zittern am letzten Spieltag. Stellt euch das vor, es wäre wirklich so gekommen, dass wir am 34. Spieltag gegen Düsseldorf darauf hätten hoffen müssen, dass uns Steven Skrzybski nicht in die Zweite Liga schießt. Da ist uns echt etwas erspart geblieben.

Steven Skrzybski wird nach seinem Tor von einem Ordner umarmt.

2018 schoss Steven Skrzybski Union zum Klassenerhalt in der Zweiten Liga. Dieses Jahr kann er keinen Einfluss auf Unions Platzierung nehmen. Foto: Stefanie Fiebrig

Jetzt würde ich mir wünschen, dass Union ebenso konzentriert wie in Köln auch gegen Paderborn zu Werke geht. Nicht dabei sein wird Christopher Lenz, der weiter individuell trainiert. Aber Sheraldo Becker konnte das Spielersatztraining mitmachen, so dass durchaus eine Chance besteht, dass er in den Kader kommt, sagte Urs Fischer in der Pressekonferenz vor dem Spiel (AFTV).

Wer übrigens verstehen möchte, warum sensationell genau das richtige Wort für Unions Saison ist, sollte sich einfach diesen Verlauf anschauen. Am 1. Spieltag war Union auf einem direkten Abstiegsplatz. Danach nie wieder. Und nur am 7. Spieltag einmal auf dem Relegationsplatz. Das ist sensationell.

Das sind die Vorberichte der Berliner Medien:

Fans vor dem Stadion

Das große Thema neben dem Spiel ist tatsächlich, ob sich Fans vor dem Stadion treffen werden oder nicht (Morgenpost, Kurier, Bild/BZ). Ich kann dazu nur sagen, dass es dieses Mal nicht ganz so notwendig erscheint wie beim Schalkespiel. Und es ist angesichts der Regeln der DFL für die Geisterspiele durchaus sinnvoll, nicht zum Stadion zu kommen, damit das Spiel wirklich durchgeführt wird. Zumal es im Ernstfall wirklich ein leichtes für die Polizei ist, den Waldweg abzusperren.

Wichtiger wäre mir, dass wir einen guten (und sicheren) Weg finden, nach dem letzten Spieltag mit der ganzen Mannschaft den Klassenerhalt zu feiern und Spieler zu verabschieden, die ihren Anteil am sportlichen Erfolg der vergangenen zwei Jahre hatten. Das darf gerne mit etwas zeitlichem Abstand zum Düsseldorfspiel passieren, denn ich möchte auf gar keinen Fall, dass die Fortuna irgendeine Möglichkeit bekommt, ein wie auch immer geartetes sportliches Ergebnis anzufechten.

Podcast über die Eiserne Hilfe

Sehr ausführlich über die Eiserne Hilfe erzählen Anwalt Dirk Gräning und Andreas Lattemann, Vereinsvorsitzender, in der aktuellen Episode des Podcasts Wir – Union vereint. Erstmals habe ich da gehört, wie viele Personen überhaupt Mitglied sind, nämlich 458 Unionerinnen und Unioner. Sehr genau erzählen die beiden, wie fehlgeleitet die Annahme ist, immer die gleichen Personen würden in Konflikt mit Polizei und Staatsanwaltschaft kommen und wie solidarisch die Eiserne Hilfe funktionieren würde.

Da geht es darum, bestimmte Einstellungen von Verfahren so hinzubekommen, dass sie nicht als einschlägige Vorstrafe herangezogen werden können bei späteren Konflikten. Es geht schlicht und einfach darum, dass Unionerinnen und Unioner die Möglichkeit bekommen, sich mit den Mitteln des Rechts zu wehren, die sie vielleicht sonst aus Kostenängsten nicht wahrnehmen können. Aber die Eiserne Hilfe arbeitet auch präventiv, was ich ebenso wichtig finde, weil das allen Kosten und Nerven sparen kann.

Das war sehr interessant und ich hätte den beiden noch viel länger zuhören können. Mitglied bei der Eisernen Hilfe könnt ihr mit nur 3 Euro im Monat werden. Hier geht es zum Mitgliedsantrag.

Ebenfalls gerade noch rechtzeitig vor dem Spiel heute kam gestern die aktuelle Episode von Union am Ball heraus, in der es vor allem um die Frage ging, wie sicher der Klassenerhalt nun sei. Stand jetzt können wir das klar beantworten: Noch nicht sicher.

Und sonst so?

So leid es mir für Dresden tut (weil ich finde, dass der Verein mindestens in die Zweite Liga gehört), so sehr habe ich mich für Arminia Bielefelds nahezu sicheren Aufstieg gefreut nach dem 4:0 gegen Dynamo im Nachholspiel. Ich freue mich für Uwe Neuhaus, der damit bewiesen hat, dass er als Trainer nicht darauf reduziert werden sollte, Mannschaften aus der 3. Liga in die Zweite Liga zu führen. Und ich freue mich für Marcel Hartel, der nun das zweite Mal in zwei Jahren in die Bundesliga aufsteigt und jetzt hoffentlich auch mit Erstligaspielen dafür belohnt wird.

Union hat in der Fernsehgeld-Tabelle nicht viel zu gewinnen

Nach dem Spiel in Köln ist in dieser Woche so schnell wie nur selten vor dem Spiel gegen Paderborn, das schon morgen Abend im leeren Stadion an der Alten Försterei stattfindet. Dort kann der gefühlten Entscheidung über den Klassenerhalt nach dem Sieg in Köln so schnell die rechnerische Bestätigung folgen. Der Prognose von GoalImpact zufolge würde Union nur in ungefähr einem von tausend Fällen in den letzten drei Spielen noch auf Platz 16 rutschen, dagegen ist es gar nicht unwahrscheinlich, noch auf Platz 13 oder höher zu kommen.

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Der Klassenerhalt ist und bleibt für Union eine besondere Leistung

Wenn eine Mannschaft, die gegen den Abstieg kämpft, in Interviews nach einem Spiel beteuern muss, dass noch nichts erreicht und der Klassenerhalt “rechnerisch” noch nicht gesichert ist – dann ist das ein sehr gutes Zeichen. Union hat gestern in Köln mit 2:1 gewonnen, damit jetzt sieben Punkte Vorsprung auf Düsseldorf und Bremen auf den Abstiegsplätzen und einen großen, sehr wichtigen Schritt in Richtung Bundesliga in der kommenden Saison gemacht. Es müssten sehr außergewöhnliche Dinge passieren, damit dabei noch etwas schief geht: die beiden Kontrahenten müssten am Spieltag in der kommenden Woche gegen Bayern respektive Rasenballsport Leipzig gewinnen. Und selbst wenn sie das tun – Union kann mit einem Sieg gegen Paderborn endgültig den Klassenerhalt sichern.

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Yunus Malli geht zum Saisonende, aber das macht die Leihe für Union nicht zu einem Fehlschlag

Yunus Malli wird nach dem Ende seiner Leihe in diesem Sommer nicht mehr für Union spielen. Das geht aus Aussagen von Wolfsburgs Manager Jörg Schmadtke im Kicker hervor, die auch der Kurier aufgreift (und Gründe für diese Entscheidung aus Unions Perspektive nennt). Dass das so kommt, ist auch von Mallis Seite aus folgerichtig. Denn den finanziellen Rahmen einer Malli-Verpflichtung könnte sich Union nicht einmal im Ansatz leisten. Das bedeutet aber nicht, dass die Leihe sportlich kein Erfolg war.

Malli

Yunus Malli wird nicht über die Saison hinaus bei Union bleiben. Foto: Matze Koch/1. FC Union/Pool via Matze Koch

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