Blog State of the Union

So kann man nicht Fußball spielen

Der MDR hat gestern berichtet, Informationen darüber zu haben, unter welchen Bedingungen die DFL ab Mai den Spielbetrieb wieder aufnehmen will. Dazu gehören demnach regelmäßige Tests für alle Spieler im Rhythmus von drei Tagen, die Bestimmung, dass positive Tests in einer Mannschaft keine komplette Quarantäne nach sich ziehen soll, und ein Quorum von 13 gesunden Feldspielern, ab dem Mannschaft antreten müssen.


Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, wie diese Regelungen in die Praxis umgesetzt werden sollen, wenn sie zu diesem Zeitpunkt immer noch den allgemein geltenden Regeln zum Umgang mit der Coronavirus-Pandemie widersprechen. Das gilt für die Quarantäne-Regelung ebenso wie die Verfügbarkeit von Tests.

Allerdings ist das auch ein Punkt, in dem der Bericht des MDR sehr unspezifisch ist: Dort ist von “Schnelltests” die Rede, ohne zu definieren, was damit gemeint sein soll. Damit ist dann auch die kolportierte Aussage sehr schwer einzuordnen.

Und ich halte es für schwer vorstellbar, dass wir Bundesligaspiele sehen werden, bei denen eine Mannschaft nur drei der zehn Plätze auf der Auswechselbank füllen kann. Und zwar auch, weil die DFL in ihrer Kommunikation seit der Unterbrechung der Saison ehrlich gesagt nicht den Eindruck gemacht hat, so rücksichtslos mit der Krise umzugehen.

Die Liga hat sich zu dem Bericht bisher nicht geäußert.

Was passiert bei Union?

Bild/BZ sprechen mit Lutz “Disco” Hovest darüber, wie er dieser Tage seinen Supermarkt führt.

Und im Rahmen seiner zuhause-Olympiade hat sich Rafał Gikiewicz an Rudern versucht und sich damit vielleicht schonmal für ein Drachenbootrennen ins Spiel gebracht. Auch wenn die Wischmob-geschulte Technik für beide Wassersportarten noch etwas verfeienert werden muss.

Und sonst so

Diesen Beitrag zur toilet role challenge von der taz fand ich gestern amüsant:

https://twitter.com/PascalBeucker/status/1245732128660348929

Und im Tagesspiegel gibt es einen Gastbeitrag von René Maric, dem Co-Trainer von Gladbach und Mitbegründer von Spielverlagerung, über die WM 1974.

9 Kommentare zu “So kann man nicht Fußball spielen

  1. Jan Grobi

    Wir sollten aufhören mit dem Spekulieren

  2. cuttertom

    So, jetze hamwa den Daniel. Echt Olympiade? Vom König der Fremdwörter? Die Olympiade ist natürlich der Zeitraum zwischen zwei olympischen Spielen. *Klugscheißer geht nach links ab

  3. Manni Breuckmann und seine Prognose zum weiteren Verlauf der Saison.

    Es ist allzudeutlich, dass die DFL überhaupt gar nichts kapiert hat und die von den 4 superreichen Vereinen gespendeten 20 Mio € nur als sehr, sehr billiges Freikaufen von wirklicher Verantwortung zu verstehen ist.

    Die absolute Abhängigkeit zu Sponsoren, TV-Sendern und dem Transfergeschäft in die sich der Profifussball freiwillig, mit Anlauf und extremster Bereicherung (für einige wenige, logisch – alles wie im richtigen Leben) begeben hat, ist offenkundig gescheitert.

    Ob sich das nur wegen einem Totalschaden ändert halte ich dennoch für fraglich. Die WatzkeRummeniggeSeiferts dieser Welt sind ja schwerstabhängig vom geschaffenen Standard und können gar nicht anders.

  4. SaschaKKOB

    Beim Drachenboot-Cup wird aber gepaddelt. Das ist mit Rudern nicht zu vergleichen, weil viel schwieriger und deswegen nicht olympisch. 😅

  5. Jens Curwy

    Ha, alle sollen Maske tragen und 1, 5 bis 2 Meter Abstand halten. Schwer vorsteklbar bei Mannschaftssokrtarten. Aber die Spieler sind gekauft und gehörenden Vereinen.
    Spieler, verei igt euch und lasst euch krankschreiben.
    Was geht nur in manchen Leuten ab.
    Eisern Union!

  6. nur eine verrückte idee…(m)ein spinnerter traum.
    oder einfach nur ein gedankenspiel.
    wie ihr möchtet.

    union wird immer tollen fußball spielen, egal in was für einer liga und mit welchen jungs und mädels und all dem “dazwischen”, was existiert.

    in allen hautfarben und schsttierungen und religiös in welcher art auch immer – oder eben auch nicht.

    vereint auf rasen und rängen.

    und wenn es vor voller hütte in der kreisliga c sein wird!

    aufstiege, millonentransfers…obsolet.
    aus reiner freude am spiel und eisernem stolz.

    der meister einer liga wird von den fans im jeweiligen fanparlament gewählt…nicht, wer den besten ball spielt muss unbefingt meister sein, sondern der meister der herzen.
    vielleicht wird es der verein, der den besten support hatte?

    wie auch immer, darüber entscheiden die fans aller beteiligten klubs in freier abstimmung.

    stellt euch das mal vor…vielleicht sogar mit einer mannschaft aus frauen, männern und “divers”.

    undenkbar? warum denn!?

    sie werden ohne geld für uns spielen.
    es gibt keine angst mehr vor abstiegen.

    aufstiege erkaufen auf kosten anderer?
    wozu?
    denn es kann nur nach oben gehen herzen.

    aus eiserner liebe für uns, so wie wir unser team aus eiserner liebe supporten.

    wie eh und je und “bezahlen” werden wir sie – denn sie müssen essen und trinken und wohnen – mit dem, was ein jeder von uns zahlen kann und möchte.

    profifußball in dem sinne, wir wir ihn kannten braucht doch kein mensch.
    wer hatte noch wirklich freude daran ohne bauchgrummeln?

    aber ußball brauchen wir – und wir unioner brauchen union, so wie herthaner oder welche fans auch immer, ihren klub brauchen.

    nach dem motto:

    getrennt in den farben, vereint in der sache.

    wir wissen doch, wie es geht:
    keen hass – aber eiserne liebe.

    ich kann nicht wissen, was davon tatsächlich einmal wahr wetden wird, oder nicht.

    nur eins steht für mich fest:

    wir sind unioner – wir werden ewig leben!
    und wenn wir das können, könnes es andere genau so.

    niemand muss mehr wirtschaftlich kaputt gehen.

    kein mensch, kein verein.
    jeder darf nach seiner facon glücklich werden.

    wie das umsetzbar wäre?
    das werden die fäns solidarisch entscheiden.

    wie genau?
    ich weiß es nicht.
    bin nur mensch und nicht allwissend.
    ich kann daran nur glauben.
    es gibt soviele kreative köpfe allein schon bei union.

    wieviele mag es dann allein schon NUR in deutschland geben?

    egal wie – wir sehen uns in unserer heimat, der wunderbaren AF.
    um union zu feiern und also das leben und eine bessere welt ohne existenzängste, die uns zerfressen.

    eisernen, herzluchen dank an all jene, die union zu dem gemacht haben, was es ist und sein wird!

    eisern @ all
    (ich möchte mit euch zusammen daran weiter”spinnen”.)

  7. Musiclover

    Spinnen ist erlaubt und erwünscht, gerade unter uns Unionern. Aber ich muss trotzdem böse dazwischengrätschen. Fußball ist Unterhaltung und damit Teil der Unterhaltungsindustrie, die viel Geld umsetzt. Das wird auch in Zukunft so sein. Man kann hoffen, dass es mit den Gehaltsexzessen etwas zurückgeht und sich vielleicht ein paar Nuancen ändern, der Fußball wieder etwas volksnäher wird. Ich habe aber keine große Hoffnung, das es einen sehr großen Umbruch geben wird.

  8. danke @Musiclover

    harte grätschen, die fair sind, jehören zum fußball!
    und ooch sonst im leben dazu.

    ick brauch dit.
    hab ja als fußballerisch eher grobmotoischer linker verteidiger der seligen
    SG Kietz Berlin 1982 (zweete kreisklasse prenzlauer berg) öfters mal kräftig hinjelangt. meist im rahmen des zulässigen.

    dann muss(te) ick ooch (lernen), einstecken zu können.

    eisern @ all

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