Anthony Ujah: “Mir tun immer noch die Ohren weh”

Mein kleines Kind war sichtbar traurig. Es liefen noch die letzten Minuten des Spiels gegen Rasenballsport und er schaute niedergeschlagen und ohne Regung auf den Rasen. Und das mitten in einem Lärm, der sich für diejenigen, die das erste Mal eine Partie im Stadion an der Alten Försterei sahen, merkwürdig anfühlen musste. Als ich fragte, was denn sein, sagte der Junior: “Union verliert. Das finde ich schade. So können die nicht mehr aufsteigen.” Und ich musste daran denken, dass er Union nur als Zweitligist und immer mit einer Sieg-Wahrscheinlichkeit erlebt hatte. Und dann so eine Partie, in der die Mannschaft im Prinzip komplett chancenlos war. “Du musst singen”, sagte ich. “Das machen alle und das gibt Mut, so dass du nicht traurig aus dem Stadion gehst.” Ich nahm ihn dann auf den Arm und wir sangen gemeinsam “Unsere Mannschaft, unser Stolz.”

Auf die Stimmung im Stadion angesprochen sagte Anthonny Ujah nach dem Spiel: “Ich habe so etwas noch nie zuvor erlebt. Mir tun immer noch die Ohren weh.”

Über die Partie sind schon viele Worte gesagt worden. Die Leipziger Mannschaft, die beileibe nicht perfekt spielte, schaffte es im Prinzip jederzeit, sich echten Zweikämpfen mit Union zu entziehen. Und zwar mit einer Geschwindigkeit, die teilweise brutal war. Und damit meine ich nicht nur Timo Werner vorne, sondern auch die Verteidiger hinten, die im Prinzip jeden Spieler noch einholen konnten, selbst als es so aussah, als ob Sebastian Andersson oder Suleiman Abdullahi alleine auf den Torwart zulaufen könnten.

Das erinnerte mich ein bisschen an mein erstes Zweitligaspiel mit Union im Jahr 2001, als es so schnell hin und her ging und ich mir dachte, dass Union das nicht bis Saisonende würde durchhalten können. Wenn die Bundesliga nur aus Teams wie Rasenballsport bestehen würde, sähe ich schwarz für die Saison. Aber erstens tut sie das nicht. Und zweitens stand Leipzig nicht so sattelfest wie das Ergebnis sich liest. Es war vor allem eine Union-Mannschaft, die mit viel Respekt in diese Partie gegangen ist und die sich einige echte Fehler erlaubt hat, die jede andere Mannschaft sicher ebenso ausgenützt hätte. Die Ballverluste im Aufbauspiel waren bitter und sicher ein Resultat des Stresses, den Leipzig erzeugt hat, in dem sie permanent von Unions Spielern eine Entscheidung verlangt haben. Es gab keine Atempause. Und dabei war es vollkommen egal, ob kurz oder lang vom Torhüter aus gespielt wurde.

Nun wird nicht jeder Gegner die individuelle Qualität von Leipzig haben und die gleiche Effizienz wie in der ersten Halbzeit zeigen, in der jeder Torschuss von Rasenballsport drin war (in diese Richtung geht der Kurier mit seinem Kommentar). Aber erstens gibt es mittlerweile genug Trainer aus der Fußballschule des österreichischen Energydrink-Fußball-Franchises, die in der Bundesliga trainieren. Und zweitens kommt als nächster Heimspielgegner Borussia Dortmund, deren individuelle Qualität noch einmal eine Nummer größer als die von Leipzig ausfallen dürfte. Urs Fischers Team hat also nicht viel Zeit für Anpassung. Die nächste Partie in Augsburg dürfte ein Fingerzeig dafür sein, wie schnell das gelingt. Oder um es mit den Worten von Grischa Prömel zu sagen: “Wir sind nicht in die Liga gekommen, um uns jede Woche abschlachten zu lassen.”

Hier die Spielberichte der Berliner Medien:

Über die Partie spricht auch der Rasenfunk in seiner aktuellen Podcast-Episode der Schlusskonferenz. Es tut weh, sich noch einmal alle Fehler von Union anzuhören. Aber vielleicht ist das auch hilfreich.

Über den Stimmungsboykott ist vor der Partie viel erzählt worden. Ich fand es gut, dass Christian Arbeit noch einmal ein paar Worte zu dem Thema vor Spielbeginn gesagt hatte. Ob man daraus medial jetzt die Geschichte so drehen muss, dass nicht alle boykottiert hätten, weil sie mitgegangen sind beim Spielverlauf (Morgenpost, Bild/BZ), weiß ich nicht. Wer schon zur Stadionöffnung die Schlangen vor den Toren gesehen hat, wird vielleicht bemerkt haben, wie aufgeregt alle waren. Das Statement jedenfalls war klar und deutlich vernehmbar.

Klar zu hören waren auch die Capos der Ultras. Und zwar bis hin zu den Plätzen neben dem Gästeblock. Ich hatte nicht nur einmal etwas Unbehagen darüber gehört. Einerseits weil nun auch bei Union verstärkt wird und nicht mehr per Megaphon angefeuert wird. Aber vor allem, weil einem Teil diese Animation fremd ist. So logisch diese Verstärkung bei mir an der alten Anzeigetafel ist, wo wir auf der beginnenden Gegengerade auch sehen, was auf der Waldseite passiert, so schwierig dürfte es sein im Sektor 4, wo niemand diese akustische Anfeuerung mit einem Bild in Verbindung bringen kann, weil man einfach nicht erkennt, was da drüben auf der anderen Seite des Spielfeldes passiert.

Ich habe da keine perfekte Lösung, verstehe aber das Unbehagen. Auf der positiven Seite dürfte stehen, dass solche Missverständnisse wie in der Partie gegen Fürth in der vergangenen Saison nicht passieren dürften, als die Waldseite aufgrund des Polizeieinsatzes im Gästeblock nicht mehr supportete, um herauszubekommen, was da los ist, aber garantiert niemanden damit verboten haben, weiter Stimmung zu machen. Diese Message kam ohne Verstärker nicht auf der Gegengerade an.

Ich fand die Bilder der Verstorbenen im Stadion nicht nur optisch beeindruckend. Noch viel stärker war der Stolz in den Augen derjenigen, die so ihren Freunden und Verwandten ein nie für möglich gehaltenes Bundesliga-Spiel ermöglichten.

Und sonst so?

Die DFL trifft sich diese Woche in Berlin zur Generalversammlung und will sich eine neue Struktur geben. Das kann durchaus Auswirkungen auf die Ausrichtung beim Thema 50+1 haben, wie das Dortmund-Blog Schwatzgelb sehr detailliert herausgearbeitet hat.

Das Kosovo hat durchaus Optionen, sich für die Europameisterschaft zu qualifizieren. Angesichts der Situation, dass das Land nicht von allen Staaten in Europa diplomatisch anerkannt ist, kann das Schwierigkeiten nach sich ziehen, weil die EM 2020 in verschiedenen Städten stattfindet. Der Deutschlandfunk hat dieses Thema mal näher beleuchtet.

Und noch ganz viel Liebe für Steffen Baumgart, der auf die Frage, er könnte doch auch einen Top-Klub trainieren, im Aktuellen Sportstudio antwortete: “Ich bin bei einem Top-Klub. Ich bin bei einem kleinen Top-Klub.”

29 Gedanken zu „Anthony Ujah: “Mir tun immer noch die Ohren weh”

  1. Ja und mir tun auch die Ohren weh von dem Capo-Geblöke aus den Lautsprechern
    Das kann man ja auf der Waldseite machen – aber nicht doch im ganzen Stadion.
    NVA-Gebrülle hab ich schon hinter mir. Ich hoffe das war eine Ausnahme

  2. Hört man die Capos denn aus allen Lautsprechern, also auch aus den Lautsprechern der Gegengerade und Sek 4 (und somit auch Gästeblock)? Oder ist es so laut auf der Waldseite, dass es alle anderen mithören? Beides könnte man ja regeln, im wahrsten Sinne ….

  3. Wenn der Capo aus der Masse heraus zu hören ist, finde ich es ja gut…aber wenn er die Masse so sehr übertönt wie gestern, ist es nur schwer zu ertragen. Eisern…jetzt geht’s los ;)

  4. Ich habe mich umgehört und es scheint so dass man die Capos genau auf den Kanal vom Stadionsprecher schmeißen nur leiser sprich es geht über die komplette Beschallungsanlage. Die Capos haben auch gesagt dass sie was neues probieren. Es wird definitiv Gespräche geben müssen und Lösungen gesucht werden. Hängt auch davon ab wie Boxen im Dach verkabelt sind ob du sektorweise schalten kannst

  5. Es ist wirklich nicht Sinn und Zweck der Sache, dass die Capos im ganzen Stadion zu hören sind. Ich habe mich – auf der Waldseite stehend – zwar sehr gefreut, die Ansagen endlich mal gut verstehen zu können, aber wer auf der Gegengerade und der wuhleseite steht, ist nicht Adressat des organisierten Supports…

  6. Alles neu… Die Mädels und Jungs sind am Probieren. Und das mit der akustischen Verstärkung konnte man mit ihnen nach dem Spiel gut an der Falle bereden.

  7. Stimme als Waldseite-Bewohnerin den Vor-Schreibern zu: war ganz nett, den Capo endlich mal zu verstehen, aber es muss wirklich nicht im ganzen Stadion sein. Ist dann einfach eine zu große Bevormundung.

  8. Ich fand es sehr gut das die Capos bei uns auf der Gegengerade zu hören waren und ich glaube das Motiviert noch viel mehr zum mitmachen auch alle um mich herum fanden das gut.

  9. Schön das ich nicht der einzige war den die Lautsprecher irritiert haben. Was soll so ein Quatsch.. ging die ganzen Jahre doch auch ohne

  10. Zum Thema Capobeschallung auf der Gegengerade passt das o.g. Zitat von Anthony Ujah:

    “I haven’t seen something like this before. I still have pains in my ears.”

    DIesmal aber nicht positiv gemeint.

  11. Danke Sebastian! Es war gestern sehr emotional, die Fotos der verstorbenen Unioner, genauso wie die Erinnerung an kürzlich Verstorbene in der Halbzeit, das laute Schweigen in der ersten 15 Minuten und vorallem die 20 Minuten nach dem Spiel, genau deshalb liebe ich diesen Verein!! Ich fand das mit den Capos gut, endlich kommt auch was bis Sektor 4 an, ggf. wäre ein runterregeln sinnvoll, aber ich finde es sehr gut dass die Anregungen aufgegriffen wurden. Im Zusammenhang mit dem Spiel vielen mir Begriffe wie erster Schultag und Reifeprüfung ein, es wäre schön gewesen wenn wenigstens ein Tor von uns gefallen wäre aber es ist halt ein Lernprozess, wir alle müssen daran wachsen!

  12. Ich fand das gut mit den Capos und den Mikros. So wurden doch einige mehr motiviert mitzumachen. Und He…wem Union zu laut ist….nehmt Euch Ohrstösel mit oder bleibt zu Hause ! Die Mannschaft braucht uns genauso und nicht anders lautstark! Eisern !

  13. Das Capo-Geschreie war sogar in Sektor A auf der Haupttribüne zu hören. Das geht nicht nur ein wenig zu weit. Die sollen die Waldeite animieren und gut ist. Der Rest des Stadions, besonders die Gegengerade, kann auch ohne Unterstützung ganz gut supporten – spielbezogen und wenn sie es für angebracht hält. Das klappte übrigens auch früher ohne Vortänzer schon sehr gut. Und das sollte man auch respektieren und nicht versuchen, allen im Stadion die eigene Art von Support und Fußball live erleben aufdrücken. Ich sag nur “Fußball bewusst pur erleben” – dazu gehört für viele tatsächlich auch, ohne Capo und ohne 90 Minuten “wir singen unser Liedbuch durch”.

  14. Ich stehe Waldseite und war erst positiv überrascht den Capo so deutlich zu hören. Mit der Zeit ging es mir dann doch auf den Sack, denn manchmal ist weniger mehr. Streckenweise hatte ich das Gefühl beim Spinning zu sein. Ständig das” UND NOCH EIN MAL” oder “JA DAS MACHT IHR SUPER” usw. Das könnte man unterlassen. Bin aber gute Dinge dass es in der Form nicht weitergehen wird.
    Eisern

  15. Ich hatte da die gleiche Empfindung in der Spielweise von RB. Es war wahnsinn, wie schnell und intuitiv richtig da in bruchteilen von Sekunden reagiert wird. Gefühlt in jeder Aktion, ob Pass, Ballannahme, Schuss und co lag noch eine kleine Finte versteckt. Geld kann anscheinend doch Fußball spielen und Tore schießen. Erschreckend.

    Die Stimmung vor und während des Spiels war richtig geil! Capo hin oder her, da wird sich sicherlich noch was ändern.

  16. Es funktioniert leider nicht. Der Capo ist aus dem Lautsprecher eher zu hören als die Masse der Waldseite, daher kommt keine Synchronität rein. Und nein, der Vierer wird nicht lauter, bloß weil man den Capo hört.
    Ich persönlich finde es nicht gut, das ganze Spiel von ein und derselben Person angetrieben zu werden.

  17. Nebenbei, schön wär’s gewesen, man hätte Dummes Mukke genau so laut gehört …

  18. Hab direkt neben dem Gästeblock gestanden und die sehnsuchtsvollen Blicke der Raba-Fans nach Abpfiff waren schon herzzereißend. Da standen wirklich viele denen Du angesehen hast, dass die gerade wieder mal realisieren, niemals Teil von so etwas sein zu können.

  19. Die Capos wurden nicht überall gesendet.

    Ich steh GG Mittellinie und habe nur von rechts eine Mikrofon stimme gehört, diese auch noch undeutlich, da sie einfach neuen zurück schallt.

    Sie war auf der Waldseite einfach nur zu laut eingestellt

  20. @Thäpi: +1

    @Anne: Richtig, Wummes fantastische Musikauswahl war leiser als sonst. Absicht oder persönliches Empfinden? Dazu: Werbejingles vor dem Anpfiff – auch bsiher nie gehört! – zwei Nummern lauter reingeballert.

  21. Erstmal sportlich: Was soll man sagen nach einem 0:4 und das noch glücklich. Erst habe ich mich geärgert, im Nachgang jedoch erkenne ich, dass RaBa sowas von weit voraus ist. Allein was Werner und Sabitzer abgespult haben, da werden noch ganz andere Mannschaften ins Schwimmen geraten. Aber auch was die individuelle Breite an Klasse betrifft hätte man gestern 2 Klassen gesehen: Während bei RaBa ein Emil Forsberg in der zweiten Halbzeit kommt, wird bei uns ein Sebastian Polter eingewechselt (nix gegen Polti, soll nur als Beispiel gelten). Schlussendlich sind die Brausisten nicht der Verein bei denen Union die Punkte holen muss.
    Zum Support: Ich war sehr zwiegespalten bezogen auf die Präsenz des Capos. Auf der einen Seite fand ich den Transport von Gesängen wirklich gut und hat auch in Sektor 4 ordentlich Druck erzeugt. Andererseits musste ich bei der ein oder anderen Gesangseinlage schmunzeln, da Zusammenhang zum Spiel und Qualität des Dargebotenen nicht so recht gepasst haben…. ich wäre offen für das weitere Durchführen, auf ein 100% dauerhaftes Vorkauen der Gesänge könnte ich aber auch gut leben.
    Und die Minuten nach dem Spiel… einfach atemberaubend!!! Wie viele Leute noch dageblieben sind und aktiv mitgemacht haben zeigt, dass von Seiten der Unterstützung her unser FCU mindestens um den Einzug in die Champions Leaugeu spielt! :-)

  22. Mein Gott…..
    Fand es nicht schlimm mit der Capo.
    Müssen wir schauen wie es weitergeht.
    Auch das schaffen wir.
    Es war auch so laut gestern, bei dieser Stimmung, einfach nur Gänsehaut.
    So geil, 15min leise,
    dafür 20 Minuten lang nach dem Schlusspfiff fantastisch laut.
    Möchte nicht nörgeln, wegen irgendwas.
    An diesem Tag, so viel Emotionen zu erleben.
    Einfach nur geil.
    Ick liebe mein Union

  23. Ich stehe auf der Waldseite nah an den Ultras. Und auch hier gilt für mich: Die Capo-Stimme aus dem Lautsprecher brauche ich nicht. Das fühlt sich an wie ne Animation am Pool auf der Neckermannhotelanlage. Ich fand es immer gut, dass es nicht – wie in anderen Stadien – Lautsprecherdurchsagen braucht, um unsere Fans zum Singen zu bringen. Für mich fühlt sich das unecht an. Die leicht krächzenden Anfeuerungen aus dem Megafon finde ich authentischer – vielleicht bin ich da altmodisch, was Fankultur angeht.

  24. Zu den sportlichen 90 Minuten von gestern wurde schon alles gesagt. RaBa war spielerisch und läuferisch mindestens eine Klasse besser als unsere Jungs.
    Das hat mir die Laune gestern nicht vermiesen können.
    Der, gefühlt das gesamte Stadion beschallende, Capo dagegen schon.
    Ich stand erstmalig auf der Wuhleseite, sonst immer GG, und empfand diese Daueranimation unfassbar anstrengend und alles andere als “union-like”. Das hat für mich überhaupt nichts mit Fußball pur zu tun, wenn mir über 90 Minuten jemand vorsagt, wann ich was zu singen habe. Das hatte irgendwie etwas von “Die Hände zum Himmel…”
    Für die Waldseite mag das ja hilfreich sein, aber bitte nicht für das ganze Stadion. Es sollte nur ein Testlauf sein, so hörte ich nach dem Spiel, hoffentlich werden die richtigen Schlüsse daraus gezogen und die neue Capo- Anlage wird leiser gedreht.

    Ich bin allerdings wirklich überrascht, wie viele bisher, diese “ Einlage” positiv bewerteten. Ich hätte hier viel eher mit einem mittelschwerem shitstorm gerechnet. Vielleicht war es auf der GG aber einfach auch nicht so vordergründig zu hören.

  25. also ick stehe inne Gegengerade anna Mittellinie, und wir haben auch mitbekommen, das die Capos über Mics anfeuerten, aber bei uns kam vom anfeuern kaum was an! Aufgefällig war, das die gesamte Waldseite am Sonntag vollständig bei jedem Lied von anfang an mitgemacht hat, das war neu, und einfach nur geil anzusehen!
    Fazit: Die neue Capo-Anlage könnte man bestimmt noch einstellen, aber hat eine eindrucksvolle Einigkeit im Block geschaffen!

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