Michael Parensen wird nach seinem Bundesliga-Debüt gefeiert. Und zwar zurecht.

Zwei Tage nach dem 2:0-Sieg über Freiburg mit zwei Traumtoren feiern die Berliner Medien Michael Parensen. Nicht, weil der Verteidiger bei dem Spiel ein Tor geschossen hat, sondern einfach dafür, dass er gespielt hat. Und zwar zurecht. Denn der Verteidiger steht ein bisschen auch für die Transformation, die Union in den vergangenen zehn Jahren durchgemacht hat. So lange ist Michael Parensen schließlich schon in Köpenick.

Die Bild hat extra den Taschenrechner angeworfen und ausgerechnet: 5151 Tage hat es gedauert von seinem ersten Mal auf der Auswechselbank bei einem Bundesligaspiel bis zum ersten Einsatz. Oder anders gefragt: Wisst ihr, was ihr im Herbst 2005 gemacht habt, als der junge Michael Parensen in Dortmund auf seinen ersten Einsatz gewartet hat? Der 1. FC Union jedenfalls startete damals nach dem Doppelabstieg in der Oberliga die Mission Wiederaufstieg.

Michael Parensen vor seinem ersten Bundesliga-Spiel, Foto: Matze Koch

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Union setzt sich im vorderen Mittelfeld fest

Union hat gegen beim SFC Stern gestern dank eines Hattricks von Marta Stodulska mit 3-0 gewonnen (Spielbericht von Rasenperlen). Damit festigt das junge Frauen-Team nach holprigem Saisonstart die Position im vorderen Mittelfeld der Tabelle (zur Situation bisher in der Liga ist die Vorschau auf das Spiel bei Rasenperlen noch immer interessant). Punktgleich mit Viktoria, aber etwas distanziert von den unterschiedlichen Leipziger Vertretern Raba und Phoenix sind sie nun 5.

Marta Stodulska Union Frauen

Marta Stodulska trifft für Union zum 1:0. Photo: Matze Koch

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Florian Hübners Knie hält und Christopher Trimmels langersehnter Einsatz für Österreich

Es gibt mehrere Lesarten für das 0:0 im Test gegen Dynamo Dresden, in dem zu Beginn kein Startelfspieler aus dem vergangenen Spiel in Wolfsburg stand. Die eine schließt sich der allgemeinen sportlichen Kritik an der Mannschaft in den vergangenen Spielen an: Es werden zu wenig sehr gute Chancen herausgearbeitet. Das Team ist zu hektisch im Spiel mit dem Ball und zu unpräzise im Abschluss. Im Gegensatz zu den letzten Bundesligaspielen kam Union gegen Dresden aber zu Abschlüssen aus vielversprechenden Positionen und hätte mindestens zwei, drei Tore erzielen müssen. Als ich mir die Zusammenfassung auf AFTV angesehen habe, erwischte ich mich, wie ich noch mitfieberte und “Ohhh” und “Aaah” sagte. Das ist vielleicht nicht der stärkste Indikator für die Qualität von Chancen, aber ich sah, dass wirklich nicht viel fehlte und muss Trainer Urs Fischer recht geben, wenn er sagt: “Man hat dann aber auch Missverständnisse bemerkt. Wir waren zu unpräzise. Mit dem Aufwand, den die Jungs betrieben haben, bin ich einverstanden. Mit dem Ball waren wir phasenweise zu hektisch.” (Kicker)

Die Capo-Plätze auf der Waldseite des 1. FC Union Berlin wurden beim Test gegen Dresden vom Nachwuchs benutzt, allerdings ohne Mikros

Die Capo-Plätze wurden beim Test gegen Dresden vom Nachwuchs benutzt, allerdings ohne Mikros, Foto: Matze Koch

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Lennard Maloney ist in Österreich bei St. Pölten auf Vereinssuche

Der Test heute um 14 Uhr gegen Dynamo Dresden wird sicher kein Leckerbissen. Das liegt daran, dass beide Klubs aktuell in ihren Ligen nicht die Erfolgserlebnisse einheimsen und vor allem offensiv nicht überzeugen können. Aber vielleicht auch daran, dass vor allem die Spieler zum Zug kommen, die noch keine oder wenig Einsätze hatten. Daraus macht der Kurier die eher alberne Schlagzeile “Union sucht den Super-Bankdrücker” und die Bild, die bei ihrem Sebastian-Polter-Fokus bleibt “Polter will sich nicht hinten anstellen”.

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Bekommt Christopher Trimmel sein 4. Länderspiel für Österreich?

Während seine Mannschaftskameraden am Donnerstag um 14 Uhr gegen Dynamo Dresden testen, darf Christopher Trimmel auf einen Einsatz im EM-Qualifikationsspiel Österreich gegen Israel hoffen. Die Bild hat nachgerechnet, genau 3508 Tage ist sein letzter Einsatz her. Ob  es mit dem Einsatz am Donnerstag oder am Sonntag beim Test in Slowenien klappt ist natürlich trotzdem nicht sicher. Hoffenheims Stefan Posch könnte ihm vorgezogen werden. Dass Valentino Lazaro von Mailand dagegen den Vorzug auf der Rechtsverteidiger-Position erhält, glaube ich nicht so richtig. Der frühere Hertha-Spieler hat in dieser Saison nur einmal für Inter gespielt und würde sowieso eher für die offensivere Position in Frage kommen. Trimmel hat dagegen konstant gespielt und dabei auch für mich überraschend noch einmal zugelegt. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass wir von außen dem Wechsel zwischen Zweiter und Erster Liga viel größeren Wert zuweisen, als er im Leistungsspektrum tatsächlich da ist.

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Es ist noch viel zu früh für ein Fazit

Da wir schon direkt nach dem 0:1 gegen Wolfsburg unseren Podcast aufgenommen hatten, habe ich schon längst mit der Partie abgeschlossen. Eine Stunde darüber geredet und ich bin fertig damit. Ab jetzt wird nach vorne geschaut. Ich möchte weder darüber sinnieren, warum es nun mit dem Klassenerhalt klappt oder eben nicht. Wer sich allerdings noch ein bisschen mit der Deutung der Partie beschäftigen möchte, wird von den Berliner Medien ausreichend bedient. Die Morgenpost findet Dinge, die Mut machen. Der Kurier hofft, dass Union schnell lernt. Die Berliner Zeitung kommt sich nach 4 Niederlagen in Folge ein bisschen vor wie bei Und täglich grüßt das Murmeltier und die Bild meint (noch nicht online), dass Mitspielen alleine nicht reicht. Alles in allem hat Urs Fischer aber die Quintessenz schon direkt nach dem Abpfiff gesagt, als er zu Ecki Häuser von Sky sagte: “Man muss auch mal einen reinhauen.”

Christopher Lenz und Michael Parensen vom 1. FC Union Berlin nach Abpfiff des 0:1 in Wolfsburg

Christopher Lenz und Michael Parensen nach Abpfiff des 0:1 in Wolfsburg, Foto: Matze Koch

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#386 – Gefangen in der Sitzschale

Das 0:1 in Wolfsburg ist die 4. Niederlage in Folge und gehört zu den Spielen, in denen mehr drin gewesen wäre. Wir diskutieren die Dreierkette, wie der Videoassistent den Schiedsrichter vor einem Fehler bewahrte und was man in Wolfsburg so machen kann.
Der Gästeblock des 1. FC Union Berlin im Stadion des VfL Wolfsburg, Foto: Matze Koch

Der Union-Block in Wolfsburg, Foto: Matze Koch

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Für Christopher Trimmel war der Wechsel nach Berlin ein Jackpot

Ich weiß, dass Twitter in Deutschland nicht so die riesige Rolle spielt wie in anderen Ländern. Aber ich liebe das Netzwerk, weil es mir schnellen Zugang zu Informationen ermöglicht und teilweise interessante Einblicke bietet (ja, da ist auch ganz viel Quatsch und Mist bei Twitter). Und mir ist schon lange aufgefallen, mit welchem Verve der spanischsprachige Account @fcunion_es unterwegs ist, der nicht von Union selbst bedient wird. Dazu gehört auch noch diese spanischsprachige Website. Und auch dem 1. FC Union ist das nicht verborgen geblieben, wie Pressesprecher Christian Arbeit in diesem kleinen Clip sagt und dem Macher sagt, dass es im Trainingslager in Spanien vielleicht die Möglichkeit für ein Kennenlernen gibt:

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Unions Ausfälle: Welche Spieler können gegen Wolfsburg zurückkehren?

Bei Union hat sich trotz des großen Kaders unmerklich eine ganze Reihe von angeschlagenen Spielern und Ausfällen angesammelt. Ich bin weit davon entfernt, von einer Verletzungsmisere zu sprechen. Aber vor dem Auswärtsspiel am Sonntag gibt es so einige Fragezeichen im Kader. Am besten wir gehen die Spieler einzeln durch:

  • Christopher Lenz: Der Linksverteidiger hatte sich in Leverkusen am Hüftbeuger verletzt und trainierte gestern laut Tagesspiegel individuell in der Kabine und nachmittags mit dem Team. Wenn er die nächsten Trainingseinheiten komplett mitmacht, kann er es bestimmt in den Kader schaffen. Aber ob er dann auch spielt, ist die andere Frage. Sein Konkurrent Ken Reichel hat jedenfalls keine unruhige Nacht wegen der Konkurrenzsituation (BZ, Berliner Zeitung).

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Belastungstest.

Wir wissen jetzt, was der Zaun am Gästeblock aushält: Keine Frankfurter. Wir wissen außerdem, was wir so aushalten: Eine ganze Menge. Wovon ich sogar noch mehr vertragen könnte, sind Tore von Anthony Ujah. Ist wie Kompott, geht immer noch was rein.