Marc Torrejons zentrale Rolle in der Abwehr steht ihm gut

Das letzte Spiel, das Union nach Braunschweig führte, stand noch unter ganz anderen Vorzeichen. Die Morgenpost erinnert uns noch einmal an die Zeit zum Ende der vergangenen Saison, als Union in Braunschweig die Chance auf die Relegation verspielte. Ich empfinde diesen Gedanken momentan als nicht hilfreich, weil er natürlich davon ablenkt, worum es heute geht. Nicht mehr das große Ziel vor Augen oder die Angst, es zu verspielen. Es geht darum, weiter so griffig in den Zweikämpfen zu sein und defensiv aufmerksam zu sein. Für Union geht es nicht mehr um Saisonziele, sondern darum kleine Schritte zu machen. Sich weiter Selbstsicherheit zu holen und dem Gegner den Glauben daran zu rauben, gegen Union gewinnen zu können. Ob am Ende doch noch was dabei rausspringt im Sinne von Aufstiegsplätzen, liegt definitiv nicht allein in den Händen der Mannschaft.

Marc Torrejon beim Training am 07.02. 2018, Foto: Matthias Koch

Das große Thema in dieser Woche war der Infekt, der im Team herum ging. Der Tagesspiegel fasst noch einmal zusammen, was da los war. Der Kurier schnappt sich das heutige Geburtstagskind Marc Torrejon (er wird 32 Jahre alt), der für mich persönlich eine sehr große Überraschung in den vergangenen zwei Spielen war, weil er trotz Geschwindigkeitsnachteilen ein umsichtiges Zweikampfverhalten an den Tag legte. Ihm kam vielleicht wirklich zugute, dass er durch die Dreierkette mehr im Zentrum und nicht wie in der Viererkette auf der linken Innenverteidigerposition spielte. Allein diese Erkenntnis würde aus meiner Sicht weiter für die Dreierkette sprechen. Und mit Dreierkette ergibt auch die Antwort von Trainer André Hofschneider Sinn, der beim Ersatz für den möglicherweise ausfallenden Christopher Trimmel eher Mittelfeldspieler nannte als Verteidiger.

Die Braunschweiger Polizei gibt sich vor dem Spiel gegen Union traditionell dialogbereit und schickt noch einmal Hinweise zum Spiel.

Und sonst so?

Steven Skrzybski zeigte sich gestern noch gutgelaunt auf Instagram:

https://www.instagram.com/p/BfS8siFBhW2/

Beim HSV versuchen sie dem unsäglichen Auftritt der Dresdner bei ihrem Zweitliga-Abstieg 2014 nachzueifern. Das Banner der HSV-Fans “Bevor die Uhr ausgeht, jagen wir euch durch die Stadt” erinnert doch sehr an das “Ihr habt eine Stunde, die Stadt zu verlassen” bei Dynamo 2014. Wer wissen will, was das mit Spielern macht, kann sich mal dieses Gespräch mit Sebastian Schuppahn anhören, in dem er auch vom Abstieg erzählt. Auf ihn, der mit Polizeischutz nach Hause gebracht wurde, hatte das laut eigenen Aussagen wenig Einfluss. Andere Spieler hingegen trauten sich nicht aus der Kabine. Mich hat negativ beeindruckt, wie alleine alle mit der Situation gelassen wurden.

Sky hatte gestern kein gutes Händchen bei der Auswahl der Daten zum Regenrisiko:

Für bedenklich halte ich, dass die Fangruppe “Zebras stehen auf” ihr Banner gegen rechts nicht mehr bei Auswärtsspielen aufhängen wird, weil sie nach Angriffen ihre Sicherheit nicht mehr gewährleistet sehen. Hier das Orginal-Statement von “Zebras stehen auf” und hier der Bericht von Faszination Fankurve.

Den Untergang sehen viele in diesem Bild, auf dem Spieler von Paris St. Germain zu sehen sind, auf deren Trikots die Spielernamen anlässlich des chinesischen Neujahrsfest auf Mandarin zu lesen waren. Das mag man schlimm finden oder nicht. Aber vielleicht ist die PR-Aktion einfach gelungen, weil alle darüber sprechen. Die Aktion passt jedoch perfekt in die Erzählung, dass sich der Fußball immer weiter von den Fans im Stadion entfernen würde, um allein dem Geld zu folgen.

2 Gedanken zu „Marc Torrejons zentrale Rolle in der Abwehr steht ihm gut

  1. Torrejon hat auch mich im Spiel gegen Düsseldorf sehr positiv überrascht. Bisher habe ich ihn eher als solide bzw. als blass neben Leistner empfunden, aber in diesem Spiel war er der beste Mann in unserer Abwehr und hat sehr souverän aus der Zentrale agiert. Hat mir wirklich sehr gut gefallen. Macht die Entscheidung für die heutige Aufstellung allerdings nicht einfacher.

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