Der Trend ist positiv, aber einige Spieler warten noch auf positive Erlebnisse

Bei Union läuft es wieder (einen entsprechenden Jubeltext gibt es beim Kurier). Dabei könnte ich es jetzt belassen und schreiben, dass wir uns nach dem Spiel in Regensburg wieder lesen. Aber so einfach geht das jetzt auch nicht. Denn zwar stimmen die Ergebnisse wieder, aber die Delle, wie die Serie von 5 sieglosen Spielen wohl jetzt genannt wird, ist noch lange nicht vergessen. Aber kommen wir erst einmal zum Positiven: Marcel Hartel reist zur Nationalmannschaft. Das heißt für ihn allerdings auch, dass er nicht so viel Regenerationszeit bekommt, wie alle anderen im Team und sich das Trainingsprogramm vor der Partie in Regensburg für ihn sicher dem anpasst (mehr dazu in der BZ).

Und dann wird Grischa Prömel für die wiedergefundene Balance zwischen Offensive und Defensive verantwortlich gemacht (Morgenpost). Ob das jetzt so einfach ist, mag ich nicht sagen. Vielleicht war es auch die Ansprache von Jens Keller an sein Team nach der Niederlage in Sandhausen, die sowieso dazu geführt hat, dass sich alle noch mehr reingehängt haben. Vielleicht tun wir alle gut daran, Spielern wie Marcel Hartel und Grischa Prömel nicht allzu viel Ballast mitzugeben (Prömel scheint sich aber zumindest laut Kurier nicht die Hand gebrochen zu haben). Auch wenn die Sehnsucht nach einzelnen Helden immer groß ist. Doch wenn es danach geht, müsste ich so viele Spieler aufzählen, die jeweils ihre eigene Geschichte mitbringen. Von Sebastian Polter ganz vorne, über Simon Hedlund, Steven Skrzybski, Felix Kroos, Kristian Pedersen, Christopher Trimmel, Toni Leistner, Fabian Schönheim bis hin zu Jakob Busk. Ihr merkt es sicher selbst, wenn ihr durch die Namen geht und überlegt, was die jeweilige Geschichte des Spielers in dieser Saison ist.

Wenn ich darüber nachdenke, wem ich positive Erlebnisse wirklich von ganzem Herzen wünsche, dann lande ich bei 4 Spielern: Akaki Gogia, Peter Kurzweg, Atsuto Uchida und Philipp Hosiner. Am schwersten hat es Peter Kurzweg, da ihm aufgrund seiner Beschränkung auf die Linksverteidigerposition meist der Platz im Kader verwehrt bleibt. Gogia, Uchida und Hosiner kommen zumindest zu Einsätzen, haben dort aber natürlich den Druck, in wenigen Minuten von sich überzeugen zu müssen.

Akaki Gogia, Atsuto Uchida, Daniel Mesenhöler auf der Bank in Aue, Foto: Matze Koch

Jens Keller hat gestern im Zeughaus unterschrieben. Allerdings nicht seinen zum Saisonende auslaufenden Arbeitsvertrag bei Union. Gefeiert wurde 1 Jahr Union-Fanshop in der Bahnhofsstraße:

Unions B-Junioren haben gestern gewonnen und sind in der Bundesliga nun schon 6 Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt:

Über das Spiel in Aue, den Union-Kader und die Pläne für die Länderspielpause haben wir gestern Abend im Podcast gesprochen: Teve306 – Ein Hartel Stück Arbeit

Morgen spielt Union um 14 Uhr gegen ein Berlin-Liga-Team (Helmut-Schleusener-Stadion (Falkenseer Chausee 280, 13583 Berlin). Einlass ist ab 12.30 Uhr.

Und sonst so?

  • Heidenheim-Fans sind während des Spiels gegen Dresden über den Zaun geklettert. HEIDENHEIM-FANS! (Südwestpresse).

  • Ein bisschen Wahnsinn von der Insel. Es könnte ein Premier-League-Spiel an Heiligabend geben. Ich spare mir jeglichen Kommentar von wegen, dass nichts mehr heilig sei. (Kicker)
  • Und zu allerletzt: Mit Andreas Lorenz, dem ehemaligen Sportchef des Berliner Kurier, hat Union einen prominenten Neuzugang in der Medienabteilung:

Facebook: Andreas Lorenz

2 Gedanken zu „Der Trend ist positiv, aber einige Spieler warten noch auf positive Erlebnisse

  1. Zur Liste der Spieler, die grade in suboptimalen Situationen sind, muss man noch Dennis Daube hinzufügen, für den die positiven Entwicklungen bei Prömel und Hartel etwas schwierig sind. Und bei Redondo wird sich zeigen, wo er sich nach seiner Verletzung wieder einsortiert – auf seinen Positionen ist jetzt mehr Konkurrenz als noch am Saisonbeginn.

  2. Von den genannten Kandidaten sehe ich gerade am ehesten für Uchida die Chance auf mehr Spielzeit, weil Trimbo eher offensiv als defensiv überzeugt und sein Spiel auch sehr kraftraubend aussieht. Da könnte häufiger durchgewechselt werden. Mesenhöler hat ja zumindest noch ein paar Pokalspiele vor sich :)

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