Die Rote Wand reloaded war beeindruckend

Ich habe gestern eine Weile über 0:2 in Hannover nachgedacht. Denn ich habe mich gefragt, was schiefgelaufen ist im Vergleich zum Beispiel zu so einer Partie wie in Dresden, die am Anfang des Jahres 0:0 ausging. Denn mir kam das Spiel in Hannover sehr lange wie ein 0:0 vor. Sehr intensiv, aber keine der beiden Mannschaften bekam Spielkontrolle, beide Seiten verloren extrem schnell die Bälle und das ließ die Partie hektisch wirken. Bis zum 1:0 durch Füllkrug. Weil Toni Leistner in Richtung Martin Harnik auf außen rausrückte und Christopher Trimmel sich im Zentrum in den Strafraum und nicht zum Gegenspieler orientierte.

Ab dann beherrschte Hannover das Spiel ohne selbst wahnsinnig durchschlagend zu sein. Und die Fragen, die ich mir seitdem stelle: Ist es wirklich nur diese eine Szene gewesen, die das Spiel entschieden hat? Und soll ich nur anhand dieser Szene ein ganzes Spiel bewerten?

Vielleicht so herum: Union gelang es in keiner Minute der Partie, so etwas wie Spielkontrolle herzustellen. Aber das (im Sinne von viel Ballbesitz) ist normalerweise auch nicht die Spielweise der Mannschaft von Jens Keller. Ich weiß keine Antwort darauf, akzeptiere das Ergebnis als dem Spielverlauf entsprechend und hake es ab. Ab jetzt gilt es, sich Aue am Mittwoch zu widmen.

Beeindruckend fand ich in Hannover die Rote Wand, die auch akustisch sehr stark wahrnehmbar war:

Vor allem wenn man das im Gegensatz zu dem sieht, was von Hannover zu hören war, wenn etwas zu hören war. Gibt es dafür vom DFB auch wieder 5.000 Euro oder gilt das nur bei Schmähgesängen gegen Geldgeber? 🙄

Ich hoffe, dass sich Felix Kroos im rechten Oberschenkel keine ernsthafte Verletzung zugezogen hat.

Das hier sind die Artikel der Berliner Medien zum Spiel:

Und hier gibt es Fotos von der Partie:

Hier könnt ihr noch einmal den Sportstudio-Auftritt von Jens Keller sehen:

Der Trainer machte da einen ganz entspannten Eindruck:

 

Mein Lieblingsbild von gestern bleibt der Ikarus-Schlenki, mit dem ein paar Unioner von Berlin aus nach Hannover gefahren sind:

2 Gedanken zu „Die Rote Wand reloaded war beeindruckend

  1. Mir persönlich ist Keller zu viel im Fernsehen unterwegs, Nix in Sack und Tüten, aber MoMA, Sportstudio. Er ist doch sonst so defensiv unterwegs in der Sason.

  2. War die letzte Zeit auch mein Gefühl.
    Aber er spricht eben nicht nur für den Verein, sondern viel für sich. Ist irgendwo klar, dass er das nach den Verläufen bei Schalke und Stuttgart jetzt tut. Immerhin wurde ihm ungerechtfertigt ein eher negatives Image aufgedrückt, jetzt kann ers bei den guten Ergebnissen wieder gerade rücken und sich interessant machen.

    Solche Spielereien müssen wir am Ende auch akzeptieren, wenn wir auf der großen Bühne stehen wollen ;-)

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