Helmut Schulte wird neuer Sportdirektor, aber Nico Schäfer erledigt noch die Wintertransfers

Eigentlich war gestern einfach nur der erste Arbeitstag des Jahres, aber das hielt Union nicht davon ab, gleich richtig loszulegen: Der bisherige Manager Nico Schäfer (der diesen Titel aber nicht tragen durfte) verlässt auf eigenem Wunsch den Verein (so sagt es zumindest die offizielle Mitteilung) und dafür bekommt Union mit Helmut Schulte erstmalig seit 2011 wieder einen Sportdirektor.

Damit ist die im Dezember von Präsident Dirk Zingler angekündigte Umstrukturierung, die seit Februar 2015 im Gange ist, zu einem vorläufigen Ende gekommen (okay, eine Geschäftsführerstelle ist aktuell noch unbesetzt). Union hat den fünf Jahre beschrittenen und viel kritisierten Sonderweg verlassen, auf einen starken Trainer mit viel Gestaltungsspielraum zu setzen. Das hat mit Uwe Neuhaus auch leidlich funktioniert, weil er in dieser Struktur bei Unions rasanter Entwicklung mitgewachsen ist. Andere Trainer haben allerdings nicht die gleiche Autorität bei Amtsantritt (Düwel) und wollen diese Aufgabe auch nicht gleichzeitig übernehmen (Lewandowski). Deshalb legte Zingler Wert darauf, wieder eine Struktur zu schaffen, die unabhängig vom Cheftrainer ist.

Schäfer erledigt noch die Wintertransfers

Union erhält für diese Entscheidung viel Beifall wie ein Blick in die Berliner Medien verrät. Die Morgenpost holt etwas weiter aus, erklärt noch einmal, wie Union zunächst im Geheimen die Struktur verändert hat, um jetzt Schulte zu präsentieren und findet es eigentümlich, dass der Neue erst im Februar nach Ende der Transferzeit beginnt. Die wird offensichtlich nämlich noch Nico Schäfer abwickeln, der in Bild/BZ sagte: “Ich habe derzeit noch so viele Sachen zu tun, die müssen wir noch über die Bühne bekommen.”


Foto: Matze Koch

Der Tagesspiegel führt als Begründung für den Wechsel die dürftige Transferbilanz dieser Saison an. Gemessen daran, dass erste Schritte hin zum Sportdirektor bereits vorher stattfanden, dürfte das vielleicht nicht der Auslöser, aber doch eine Bestätigung der Umwälzung bei Union sein. Die Berliner Zeitung sieht wie alle anderen darin auch einen Schritt hin zu mehr Professionalität bei Union. Bild/BZ sehen einen Kurswechsel in der Vereinsführung und der Kurier eine Rolle rückwärts zum Manager.

Schulte soll die Defizite beheben

Zur Personalie Helmut Schulte kann ich wenig mit Substanz sagen. Er ist auf jeden Fall jemand mit Auge für Talente, hat in seiner Zeit das Nachwuchsleistungszentrum von St. Pauli voran gebracht. Gleichzeitig formulierte sich auch Kritik an seiner Führung. Wie auch immer: Er hat seine Chance verdient, ist bei Union in eine feste, wenn auch neue Struktur zwischen Sportgeschäftsführer Lutz Munack und Cheftrainer Sascha Lewandowski eingebunden und ich bin sehr gespannt, ob Unions bekannte Defizite (Scouting, dürftige finanzielle Transferbilanz) behoben werden können.

Kommen wir zu den Transfers: Hier bringt die BZ Emanuel Pogatetz (32) ins Spiel, der aktuell gerade vereinslos ist. Wir behalten im Hinterkopf, das Sascha Lewandowski Verstärkungen für das defensive Mittelfeld und die Abwehr sucht, die sofort funktionieren sollen.

Start in die Wintervorbereitung

Die Mannschaft selbst startete gestern mit einem umfangreichen Medizincheck (Kurier) in die Wintervorbereitung.

Das sah durchaus witzig aus:

Abschied von einem ganz Großen

Achim Mentzel ist gestern im Alter von 69 Jahren verstorben.

Wir werden Dich vermissen!

Spreewald-Maradona!

 

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