Ein Pokalspiel wie ein Straftraining

Ich habe gestern Abend mal das gemacht, was Trainer Sascha Lewandowski und die Mannschaft auch vorhatten: Ich habe das Pokalspiel Sandhausen gegen Heidenheim (0:0, 3:4 n.E.) in der Einzeloption geschaut. Ich kann mir förmlich vorstellen, wie Christopher Quiring oder Bobby Wood während dieser sehr zähen Partie auf ihren Stühlen hin und her gerutscht sind und gerufen haben: “Gib mir den Controller! Ich mache ihn rein.”

Aber neben dem hervorragenden Essen (bei uns gab es gestern Gurkensalat mit viel Dill und dazu Pelmeni mit Smetana und auch viel Dill) sollte die Mannschaft etwas aus dem Pokalspiel von Heidenheim mitnehmen. Die ereignisarme Partie bot viel Zeit zur Analyse und inneren Einkehr. Ich habe ein Heidenheimer Team gesehen, dass defensiv extrem wenig zulässt und höchstens bei Standards etwas unsortiert wirkte.

Offensiv fiel Heidenheim nur kurz nach der Roten Karte für Sandhausen etwas ein. Und zwar durch die Hereinnahme von Schnatterer und Theuerkauf. Allerdings war die Herrlichkeit nach fünf bis zehn Minuten vorbei, weil Sandhausen, die außen so dicht gemacht hat, dass Heidenheim durch die Mitte kommen musste und sich dort immer festspielte oder planlose Bälle hinter die Abwehr spielte. Diese kamen entweder nicht an oder die Zielspieler standen im Abseits.

Das Defensivverhalten der Sandhäuser kann die Union-Mannschaft gerne am Sonnabend kopieren. Ich wäre auch mit einem 0:0 in Heidenheim zufrieden.

Letztes Date mit dem Ex

Kommen wir zu den News: Es gibt vielleicht ein Wiedersehen mit Norbert Düwel. Denn es wurde doch ein Termin vor dem Arbeitsgericht beantragt. Der würde am 20. November stattfinden. In der Zwischenzeit gibt es aber weiterhin Möglichkeiten der Einigung. Meine Prognose: Es kommt zu einer außergerichtlichen Einigung. Es berichten: BZ, Tagesspiegel, Kurier.

 

Der Kurier hat aus dieser Presserunde vom Dienstag ein paar direkte Zitate von Benjamin Kessel extrahiert. Den Inhalt habe ich schon wieder vergessen, weil er viel zu beliebig ist. Denn was soll er jetzt schon sagen? Wichtig ist, was hinten heraus kommt. Am besten Punkte.

Irritiert hat mich im Kuriertext nur, dass Nico Schäfer als Geschäftsführer bezeichnet wurde („Geschäftsführer Nico Schäfer hat mich mit der Bitte angerufen, so schnell wie möglich zum Stadion zu kommen.“). Denn die Position des Geschäftsführers Sport hat seit Sommer Lutz Munack inne. Bis heute weiß allerdings keiner, was er dort macht und Union schweigt sich bei diesem Thema aus.

Der Tagesspiegel hat gestern noch einen Kommentar zum Kapitänswechsel veröffentlicht, in dem er ein eineinhalbjähriges Machtvakuum im Kader diagnostiziert und das daran festmacht, dass zu viele pflegeleichte und sich ähnliche Spielertypen geholt worden sein. Es ist kein Geheimnis, dass ich bei dieser Analyse voll mitgehe.

Die letzte Nachricht geht gut aus

Einen Lichtblick gab es gestern beim Pokalspiel, denn wir konnten Daniel Schulz spielen sehen, der eingewechselt wurde und einen Ball auf der Linie klärte.

3 Gedanken zu „Ein Pokalspiel wie ein Straftraining

  1. Ist Lutz Munack nicht Geschäftsführer Nachwuchs? Zumindest hab ich das so in Erinnerung!?

  2. @musiclover Das steht seit Sommer ganz offiziell auf der Website des 1. FC Union. Ich verstehe bis heute nicht, warum diese Personalie nicht kommuniziert wird. Ebensowenig wurde ja aktiv vom Verein die Umstrukturierung mit der Einsetzung der Geschäftsführer kommuniziert. Bis auf ein Leak aus einer Mitarbeiterversammlung in der BZ, ist noch gar nichts vom Plan “Der Weg” bekannt geworden.

  3. Danke für die Info zu Munack. Stand damals in einem anderen Artikel (Tagesspiegel?) nicht etwas von 5 Geschäftsführern? Wäre dann wohl mal an der Zeit, auf der Mitgliederversammlung nach Antworten zu suchen. Bisher hätte ich vermutet, die Stelle des KO-Leiters käme einem Geschäftsführerposten recht nahe. Scheint wohl nicht so zu sein. Ein wenig mehr Transparenz würde Union sicher nicht schaden.

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