Unions Abwehr: Drei Verletzte und ein Rätsel

Das interessanteste weil drängendste Problem, über das wir momentan sprechen müssen, ist die Personalsituation in der Defensive. Durch Leistners Verletzung (Diagnose kommt heute nach dem MRT), sowie die langfristigen Ausfälle von Michael Parensen und Fabian Schönheim bleiben nur noch vier Spieler. Zu wenig für Abwechslung in der Viererkette.


Foto: Matze Koch

Das Rätsel um Denis Prychynenko

Zumal Christopher Trimmels Position unter Sascha Lewandowski eigentlich das rechte Mittelfeld ist. Nicht die linke Verteidigerposition wie gegen Frankfurt und Duisburg. Und auch nicht die Innenverteidigung wie nach Leistners Aus im letzten Spiel. Die Misere beschreiben sowohl Morgenpost als auch Bild/BZ sehr genau. Doch trotzdem stelle ich mir die Frage, was mit Denis Prychynenko ist.

Gefühlt ist er der einzige in der Mannschaft ohne Einsatzminute in einem Pflichtspiel, war überhaupt nur vier Mal im Kader. Und es sagt viel aus, dass Sascha Lewandowski lieber im Spiel den Innenverteidiger durch den aktuellen Linksverteidiger ersetzt und einen jungen, noch nicht ganz zweikampfgestählten offensiven Mittelfeldspieler (Kenny Prince Redondo) auf links einsetzt, statt positionsgetreu Prychynenko einzuwechseln.

Foto: Matze Koch

Sascha Lewandowski sitzt jetzt etwas in der Patsche. Normal würde in solch einer Notsituation der linke Innenverteidiger nach außen rücken und ein gelernter Sechser die Position in der Innenverteidigung übernehmen. Da es bei Union zwar ein Überangebot von Achtern und Zehnern, aber nicht von Sechsern gibt, halte ich es für schwierig, Stephan Fürstner zurückzuziehen. Nicht weil ich ihm das nicht zutraue, sondern weil damit eventuell Stabilität im defensiven Mittelfeld verloren geht.

Laut den Berliner Medien schließt Lewandowski eine Nachverpflichtung nicht aus, wenn Qualität und Preis stimmt. Ideal wäre natürlich ein echter Linksverteidiger, aber ich wüsste nicht, wer da auf dem Markt sein sollte. Wenn das Vertrauen in Denis Prychynenko nicht steigt, würde ich wohl einen Innenverteidiger holen. Wie wäre es mit Ralph Gunesch, wenn er fit ist? Wenn sich die Personalsituation entspannt, kann er ja auch den Twitter-Account von Union übernehmen … 😆

Wo es momentan richtig gut funktioniert, ist in der Offensive. Bobby Wood trifft die Tore, wie wir es uns gewünscht haben (Berliner Zeitung) und auch Sören Brandy und Damir Kreilach sind eine Bank, was das betrifft (BZ).

Lese- und Hör-Empfehlung

Wenn ihr heute noch Lesestoff braucht, dann empfehle ich euch die taktische Analyse der Partie gegen Duisburg auf Eiserne Ketten und den Artikel bei 11Freunde über den wirtschaftlichen Unsinn Regionalliga.

Zum Hören empfehle ich euch unseren Podcast, in dem wir nicht nur das Spiel gegen Duisburg diskutieren, sondern auch in der Sendung Collin Quaners Smoothie nachmixen.

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Foto: Sebastian Fiebrig

2 Gedanken zu „Unions Abwehr: Drei Verletzte und ein Rätsel

  1. Keine schlechte Idee mit Ralph, sehr sympathischer Mensch und mit Erfahrung kann er sicher nen gutes Backup sein (auch wenn er aktuell ja rund ums Gaming bissl unterwegs ist; wobei er da immer meinte, er wäre für nen Verein immer neu offen und würde gern spielen!).
    Also ich würde es begrüßen, die angesprochenen Probleme die Prychynenko hat, dürfte Gunesch definitiv nicht haben. Punkt Fitness ist natürlich nen Knackpunkt! Aber so auf dem Markt der dt. arbeitslosen IV dürfte er die beste Wahl sein.

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