Abschied von den Björns und Mainz liest entspannt die SMS von Polter

Der letzte Spieltag hat immer etwas vom letzten Schultag vor den Ferien. Eigentlich ist alles erledigt, aber trotzdem kommen noch einmal alle zusammen. So auch bei Union. Die Partie am Sonntag gegen Braunschweig ist das einzige Spiel, das nichts mit Auf- oder Abstieg zu tun hat. Aber es gibt allen die Möglichkeit, sich noch einmal richtig zu verabschieden. Vor allem von Spielern, die gar nicht mehr oder nur in einem anderen Trikot an die Alte Försterei zurückkommen.

 

Mit Sicherheit sind das Valmir Sulejmani, David Hollwitz, Martin Kobylanski, Mario Eggimann, Björn Kopplin und Björn Jopek (Vereinsmeldung und BZ). Ich verstehe jeden, der enttäuscht ist, dass die beiden Björns gehen müssen. Aber sportlich und finanziell (in solchen Fällen wird gerne vom Gesamtpaket gesprochen) passte es nicht mehr.

Jemand, der auch nicht mehr zu Union passte, spielt mittlerweile mit David Villa zusammen …

 

Ein Denkmal reißt sich selbst ein

Und jemand, der sich nicht mehr bei Union gebraucht gefühlt hat, spricht in der Bild über die Saison von Union: Torsten Mattuschka. Ich bin vom Inhalt nicht überwältigt und der Meinung, dass sich der ehemalige Kapitän mit jedem Interview dieser Art ein Stück selbst demontiert. Mir fehlt irgendwie die Antwort auf die Frage, ob er die Mannschaft in einer sehr zerbrechlichen Situation im Stich gelassen hat, weil ihm sein persönliches Wohl wichtiger war, anstatt sich durchzubeißen.

Mir wäre es sehr lieb, ihn als den Tusche, der neun Jahre bei Union war, im Kopf zu behalten und nicht als grumpy Ex-Spieler, der aus der brandenburgischen Provinz ein- bis zweimal im Jahr seinen Senf zum Verein abgibt.

 

Mainz wie es simst und entspannt

Um wieder auf den Abschied zurückzukommen: Sebastian Polter wird nicht verabschiedet. In Mainz hat Manager Christian Heidel laut Allgemeiner Zeitung sehr entspannt auf die mediale Offensive des Angreifers reagiert. Verständlich. Denn erstens hat Mainz einen gültigen Vertrag mit dem Stürmer und außerdem kann der Mainzer Manager die mediale Klaviatur mindestens genauso gut spielen wie Sebastian Polter.

Fassen wir also zusammen: Sebastian Polter hat vor zehn Tagen eine Nachricht an Christian Heidel (Der Tagesspiegel schreibt von 14 Tagen) geschrieben. Der hatte aber noch keine Zeit, zu antworten. Die Transferperiode dauert bis Ende August.

Oh man, ich hoffe, dass wir jetzt nicht zwei Monate lang nur Wasserstandsmeldungen lesen werden.

Berliner Pokal-Finale und ein Nicht-Wunschgegner

Was ich auch nicht hoffe: Dass der BFC (gestern mit 1:0 Pokalsieger über Tasmania) in der ersten Runde Union oder Hertha zugelost wird. Heidenheim wäre doch auch ein prima Gegner für den Oberligisten Regionalligisten aus Hohenschönhausen.

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