Nüchtern betrachtet: Der 11. Spieltag

Vorher war es eine gedankliche Vorbereitung auf ein fürchterliches Spiel. Ungefähr so ansehnlich wie die großen Spiele gegen Cottbus (die zweite Mannschaft wohlbemerkt) oder Lüneburg. Denn was gab es denn schon zu gewinnen, wenn zum Beispiel der Kurier nur über die Höhe des zu erwartenden Sieges schwadronierte. Und tatsächlich stand Frankfurt viel besser auf dem Platz, als es deren Tabellenplatz und desaströse Auswärtsbilanz hätte vermuten lassen. Wer weiß, ob das Spiel nicht den erwarteten Verlauf genommen hätte, wenn Dogans Schuß ins Tor als Abseits erkannt worden wäre. Sei’s drum.

Wichtiger war dann zu sehen, dass Christoph Menz den gesperrten Younga-Mouhani ordentlich vertrat. Und sich nach anfänglicher Nervosität ins Spiel kämpfte. Mattuschka hatte nicht seinen besten Tag, was auch der Trainer erkannte, der ihm nach dem Spiel attestierte: “Ich hatte den Eindruck, als hätte der heute fünf, sechs Kilo mehr im Gepäck gehabt.” Hätte er die riesige Chance zum 2:0 reingemacht – schon wieder Konjunktiv.

Gespannt darf man sein, wie Gebhardt die Hinrunde abschließen wird. Er kam wieder von der Bank und mit Parensens Leistung wird es auch nicht einfacher, wieder in die Startelf zu kommen. Dazu holte er sich die vierte gelbe Karte ab und wird nach der nächsten ein Spiel aussetzen müssen.

Die nächsten Spiele sind die Belohnung für eine bislang formidabel gespielte Hinrunde. Die Mannschaft kann ohne Druck gegen Klubs aufspielen, die auf dem Papier deutlich vor uns liegen: Kaiserslautern, St. Pauli, Cottbus, Bielefeld und 1860

1. FC Union Berlin – FSV Frankfurt 1:0 (1:0)

1:0 Dogan (37.)

Gelbe Karten: Gebhardt (4), Sahin (2), Parensen (1) – Klitzpera, Simac

Zuschauer: 13.519 (Schnitt: 13.815)

Bei den Noten gibt es dieses Mal eine zusätzliche Spalte für den Zensurenskeptiker Milan, der verblüffend nah am Durchschnitt der fünf Zeitungen lag. Was auch immer das aussagen soll. Vielleicht etwas über Milans sagenhaften Fußballsachverstand.

Noten_11

6 Gedanken zu „Nüchtern betrachtet: Der 11. Spieltag

  1. Nun ja, Milan nutzt halbe Noten, das ist schon mal unfair. Damit kann man sich schön druchmnogeln. Und zweitens sind die Abweichungen im Sturm und bei Glinker größenordnungstechnsich ziemlich signifikant. Im Schnitt urteilt Milan fanfreundlicher, als Unioner, der seinem Team nicht weh tun möchte ;-)

  2. Erst heute wurde die Frage an mich heran getragen, wo den der Podcast ageblieben sei?

    Es war ein Kampfspiel und alle die vorher von einem 5:0 geträumt hatten wurde eine Lehre in Sachen Demut erteilt.

    Gut so.

  3. Der Podcast kommt heute am Abend. Das ist spät. Zu spät. Aber ließ sich nicht anders einrichten. Dafür kommt bei den nächsten Podcasts das System Kurzzeitwecker zur Einführung, damit am Ende nicht anderthalb Stunden Rohfassung zusammengeschnitten werden müssen. Der Schnitt ist quasi der Kater eines rauschenden Podcastfests.

  4. gute Idee das mit der Eieruhr. nur nicht hektisch werden Sebastian.

    Was ist eigentlich für Sonntag geplannt?

  5. @ Bunki War mir gar nicht bewußt, daß du keine halben Noten gibst. Und meinst du wirklich, daß ne Scala von 1-5 fäirer ist als eine von 1-9?

    Und Glinka hätte ich eine 1 geben müssen, ich hab ihn fehlerfrei gesehen und zu 0 hat er auch gespielt.
    Was die kritik an den Stürmern angeht, bin ich ratlos.
    Wenn Frankfurt unser Spiel nach vorn so konsequent und erfolgreich, wie in der ersten Halbzeit unterbindet, was ne Scheißtaktik ist, dann können mir die Stürmer nur leid tun. Und wenn sie keine Chancen bekommen, dann müssen sie sich eben selber welche vorlegen. Mosquera hat wirklich 2 mal dahin geflankt, wo nur er stehen konnte. Fällt mir wirklich schwer, das zu benoten, da sie genauso gut brillieren könnten, wenn die Manschaft funktioniert.
    Die gesamte Abwehr war eine sichere Bank, also 1, aber so, wie die Frankfurter sich dicht nach vorn schoben, fiel ihnen auch nicht mehr ein, wie ein Spiel eröffnet wird.
    War schon ätzend das Spiel.

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