Tag Archive for 'Uwe Neuhaus'Page 2 of 8

Beziehungsstatus: Es ist kompliziert.

Vier. Zu. Null. Verloren. In Dresden. Dazu pfeifen die eigenen Fans, werfen mit Feuerzeugen und Bierbechern auf die Spieler. Ernüchtert sitzen wir mit Robert in unserer Küche. Wir diskutieren das Spiel der Mannschaft, das Verhalten der Fans und das Verhältnis zwischen Mannschaft und Anhängern. Dazu nehmen wir die Frage von Philipp auf, ob sich vielleicht das Anspruchsdenken bei den Fans verschoben habe. Die Aussprache beim Drachenbootcup und das Fantreffen mit Präsident Dirk Zingler sind weitere Themen.

O-Töne:
01:49 Min Uwe Neuhaus vor dem Spiel
02:08 Min SGD Eieiei
07:51 Min Uwe Neuhaus nach dem Spiel
21:07 Min Daniel Göhlert über einfache Fehler
22:16 Min Daniel Göhlert ist fassungslos
37:56 Min Torsten Mattuschka kneift die Arschbacken zusammen

Vielen Dank an AF.TV für die freundliche Genehmigung zur Verwendung der O-Töne.

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UNglaublich! UNfassbar! UNvergleichlich! UNion!

Alles wird gut. Auch die Ergebnisses des 1.FC Union. Beseelt sitzen wir mit Robert und Hans-Martin nach dem schönen 3:0 Sieg über Paderborn zusammen und lassen die Kasse des Phrasenschweines klingeln. Denn nichts macht erfolgreicher als Erfolg. Oder zufriedener.

Thematisch hangeln wir uns am Spiel entlang, reden über die Tore von Christian Stuff und Christopher Quiring. Glücklich machen uns die aktiven Außenspieler, unter anderem bedingt durch das Comeback von Michael Parensen und der taktischen Versetzung von Christoph Menz, die das flügellahme Spiel in Essen verblassen lassen. Kilian Pruschkes Debüt finden wir gut. Vor allem, wenn man bedenkt, welches Stigma Herthas U23-Keeper Sascha Burchert nach seinem Profidebüt anhaftet.

Es ist aber auch nicht alles toll. Die Abstimmungsprobleme in der Rückwärtsbewegung hat Paderborn nicht ausgenutzt. Geteilter Meinung sind wir auch über das Transparent “UNzufrieden”, das in Anspielung auf die Initialen von Cheftrainer Uwe Neuhaus vor dem Spiel gezeigt wurde. Das macht aber nichts, denn nach dem Spiel sind wir alle unzufrieden.

Abseits vom ersten Saisonsieg reden wir über die Ehrung von Keeper Marcel Höttecke als “Unioner des Jahres” und was das über die Leistung in der letzten Saison aussagt. Im Nachklapp zu den im letzten Podcast benannten Baustellen betrachten wir deren Schließung und überlegen, was der Einsatz des aussortierten Jérôme “der macht nie wieder ein Spiel für Union” Polenz beim Saisonauftakt der U23 über dessen Perspektive im Verein aussagt.

O-Töne:

00:20 Min Aufstellung SC Paderborn
01:47 Min Aufstellung 1.FC Union
05:45 Min Unsere Mannschaft, unser Stolz, unser Verein
12:34 Min Christian Stuff über sein Kopfballtor
21:18 Min Uwe Neuhaus über Ballgeschiebe nach 3:0
28:41 Min Michael Parensen über das Spiel
32:27 Min Michael Parensen und Christian Stuff über Kreis nach Spiel
52:36 Min Uwe Neuhaus über Krankenstand von Höttecke/Glinker
62:46 Min Auszeichnung Hötteckes als “Unioner des Jahres”

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Baustellenbesichtigung.

Union und der DFB-Pokal – Freunde sind sie immer noch nicht geworden. Auf der Baustelle des Essener Stadions unterlag der 1.FC Wundervoll gegen den Viertligisten Rot-Weiß Essen im Elfmeterschießen. Gemeinsam mit dem aus dem Urlaub zurückgekehrten Mathias und Hans-Martin nehmen wir das zum Anlass für eine Baustellenbesichtigung.

Das erste Wort gebührt aber den Siegern. Uwe Strootmann vom hervorragenden Blog Im Schatten der Tribüne erzählt uns im Interview seine Eindrücke vom Spiel und die Baustellen von Rot-Weiß Essen. Danach diskutieren wir das Spiel aus Union-Sicht. Mathias ist richtig erholt und streitbar, zumal der Ausblick auf die nächsten Spiele gegen Paderborn (10:0 Sieg im Pokal) und Dresden (4:3 Sieg nach 0:3 Rückstand) nicht zum Optimismus einlädt.

Neben den Baustellen in Spiel von Union ist auch das Fantreffen mit Präsident Dirk Zingler Thema. Wir sind uns nicht sicher, ob es dort thematisch bei ausbleibenden guten Ergebnissen nur um eine Auseinandersetzung mit der DDR-Vergangenheit gehen wird. Weitere schnell abzuarbeitende Baustellen sind die Prämienverhandlungen und die arbeitsrechtlichen Auseinandersetzungen mit dem ehemaligen Team-Manager Christian Beeck und dem ehemaligen U23-Trainer Theo Gries. Zuviel Arbeit für zuwenig Bauarbeiter?

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“Scheißtag. Sport frei!”

0:4 zu Hause gegen Fürth. Das spricht eine deutliche Sprache. Dazu noch ein beinahe schon traditionell verschossener Elfmeter gegen Fürth und ein wie letztes Jahr begeisterter Gästetrainer. Logisch, die Atmosphäre in der Alten Försterei gefällt mit drei gewonnenen Punkten gleich doppelt so gut. Torsten Mattuschka nennt das einen “Scheißtag” und verabschiedet sich mit “Sport frei!”

Weiterhin ferienbedingt dezimiert diskutieren wir mit Hans-Martin das Spiel gegen Fürth, die Vertragsverlängerung von Christopher Quiring und die Bauchpinselei von Fürths Trainer Michael Büskens.

Viel mehr Platz als die Niederlage nimmt die mediale und union-interne Diskussion um Dirk Zinglers Dienst beim Wachregiment des MfS ein. Wir bewerten zunächst noch einmal den Fakt an sich und schauen uns anschließend die Berichterstattung dazu vor allem in der Berliner Zeitung an. Dabei geht es um die Frage, ob dem freien Journalisten Matthias Wolf Hetze unterstellt werden kann. Ein weiteres Thema ist die Rede von Stadion- und Pressesprecher Christian Arbeit vor Spielbeginn, in der er seine Meinung zur Berichterstattung äußert. Dazu kommt noch ein anonymer Text im Stadionheft. Diesen Punkten stellen wir Thesen von Uwe Bremer (Berliner Morgenpost) gegenüber. Zum Schluss geht es noch um die Frage, ob Dirk Zingler nun als Präsident angeschlagen ist oder nicht.

Wir hoffen, dass sich der nächste Podcast nach dem Pokalspiel in Essen vor allem wieder um sportliche Themen dreht.

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O-Töne

  • 00:19 Min Mannschaftsaufstellung Fürth
  • 01:54 Min Mannschaftsaufstellung Union
  • 16:48 Min Christoph Menz über mögliche Aufholjagd
  • 18:57 Min Zusammenschnitt von Menz und Mattuschka über mögliches Spielergebnis
  • 26:14 Min Uwe Neuhaus und Michael Büskens über Atmosphäre bei Union
  • 62:55 Min Christian Arbeits Rede vor Anpfiff

Bilder:

Bilder: Stefanie Lamm

Die Geschichten, die der Fußball immer schreibt

Als Patrick Kohlmann vom Vereinsfernsehen AFTV nach dem Spiel gegen den FSV Frankfurt (1:1) zum Ausgleichstreffer von Karim Benyamina befragt wurde, antwortete er in bester Phrasendreschmanier: “Die Geschichten, die der Fußball immer schreibt.” Wir hätten gerne auf diese Geschichte verzichten können. Es reicht schon, zu akzeptieren, dass die Nummer 22 jetzt die 9 trägt und nicht an der Alten Försterei sondern am Bornheimer Hang spielt.

Da die DFL es für eine besonders gute Idee hielt, den Zweitligastart in die Ferienzeit zu legen, wird beim Podcast alles etwas anders in den nächsten Wochen. Wir werden weniger und andere Gäste begrüßen. Dieses Mal zu Gast nur Hans-Martin, der kurz vor der Abreise in den Urlaub bei uns in der Küche vorbei schaute. Robert ist auf einem Festival und Mathias Bunkus (Berliner Kurier) hatte zwischen Arbeit (Bornheimer Hang, Frankfurt) und Arbeit (Alexanderplatz, Berlin) mit Schlaf zu tun.

Die Themen:

  • Silvio kann Elfmeter. Aufreizend lässig.
  • Der Wechsel Mosquera gegen Silvio. Ein Bruch im Spiel?
  • Babacar Gueye kann keinen Elfmeter.
  • Karim Benyamina (Aus Gewohnheit: “Ohohoho.”)
  • Zwei Halbzeiten, zwei Union-Gesichter. Bleibt das so?

O-Töne:

  • 19:54 min Uwe Neuhaus erzählt, was er bei Benyaminas Tor gedacht hat

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Quellenhinweis: Der O-Ton von der Pressekonferenz wurde AFTV entnommen.

Gute Vorsätze.

Donnerstag Abend. Die Helgard von Eddyline schippert über die Spree. Auf dem Boot befinden sich Journalisten, die Medienabteilung des 1.FC Wundervoll und Cheftrainer Uwe Neuhaus. Das Verhältnis der Berichterstatter zum Objekt der Berichterstattung ist nicht immer spannungsfrei. Umgekehrt gilt das selbstverständlich ebenso. Doch auch wenn in diesem Moment keiner dem anderen entkommen kann, ist die Situation sehr entspannt.

Es hat ein bisschen etwas von den guten Vorsätzen und Wünschen zum neuen Jahr. Pressesprecher Christian Arbeit wünscht sich eine deutlichere Kennzeichnung von Fakten und Meinung in den Texten. Dazu gibt er die Abwandlung eines Zitates von Karl-Heinz Müller (Chef der Modemesse Bread & Butter) aus der Berliner Zeitung mit auf dem Weg: “Es gibt Themen, die gehören in die Öffentlichkeit, und andere Themen eben nicht. Union ist ein Wirtschaftsunternehmen und keine öffentliche Einrichtung.”

Die Journalisten wünschen sich dagegen bessere Arbeitsbedingungen. Die Probleme sind bekannt und haben vor allem etwas mit dem zu tun, was der Verein überhaupt nicht hat: Platz. Abhilfe, das ließ Christian Arbeit durchblicken, kann da letztlich nur die neue Haupttribüne schaffen. Alles andere wären neue Provisorien. Pragmatischen Lösungen stünden außerdem die Durchführungsbestimmungen der DFL entgegen. Wer mal mit dem Ligaverband zu tun hatte, weiß, dass die KP China gegenüber der DFL so flexibel wirkt wie ihre minderjährigen Turnerinnen bei Olympia.

Das Verhältnis von Uwe Neuhaus zu den Medien war in der letzten Saison doch arg angespannt. Umso größer ist der Gegensatz seit Beginn der Saisonvorbereitung zu sehen. Der Trainer wirkt wie befreit und gibt sich gelöst. Das erklärte er auch auf dem Boot, als er seine guten Vorsätze vorbrachte: “Ich werde mir Mühe geben, medienfreundlicher zu sein, lockerer zu sein. Aber das wird sicher etwas, denn ich bin so etwas von entspannt nach einem schönen Urlaub.”

Interessant waren vor allem seine Ausführung zur taktischen Aufstellung und zum Kader. Mit Tusche würde sicher wieder das 4-4-2 mit Raute gespielt werden. Ein System, das einfach sehr gut zur Mannschaft passe. Ohne Tusche würde es wahrscheinlicher sein, dass die Mannschaft in einem 4-2-3-1 auflaufe. Den Kader zählte der Trainer wie folgt herunter. Es stünden 27 Spieler im Profikader, wobei Jérôme Polenz nicht mitgezählt werde (-1). Weiterhin wären sieben Spieler der U23 zuzuordnen (-7). Die könnten sich anbieten. Außerdem zieht Neuhaus die zwei Torhüter ab (-2). Am Ende blieben 17 Feldspieler. Nicht viel für eine Saison, aber der Coach legte Wert darauf, dass bei diesen 17 Spielern im Gegensatz zur Vorsaison die Qualität deutlich höher sei. Wenn ich jetzt noch die verletzten Santi Kolk, Torsten Mattuschka und John Jairo Mosquera abziehe (-3) und mir überlege, ab wann Michael Parensen und Patrick Zoundi bei 100 Prozent sind… Nein, das möchte ich jetzt nicht überlegen. Außerdem sind einige der U23-Spieler sehr wohl in der Lage, ihre Chance zu nutzen.

Zurück zu Uwe Neuhaus und seinem Ausblick auf die neue Saison. Ganz oben sieht er Eintracht Frankfurt, St. Pauli, Bochum, Duisburg, Düsseldorf und Fürth. “Bei unserem Saisonziel einstelliger Tabellenplatz bleiben dann nur drei Plätze für uns übrig. Und wenn dann noch eine Überraschungsmannschaft wie das letzte Mal Aue dazwischenkommt, wird es eng. Deshalb müssen wir eine gute und konstante Saison spielen.” Als Gründe für das Abschneiden der letzten Saison nannte der Trainer zwei Faktoren: zuviele ausgelassene hundertprozentige Torchancen und zuviele individuelle Fehler, die zu Gegentoren geführt haben.

Auf der Helgard war die Stimmung recht ausgelassen. Uwe Neuhaus redete mit den Journalisten auch im kleinen Kreis. Was am Ende der Saison von den Wünschen und guten Vorsätzen bleibt, wird zu einem sehr großen Teil vom sportlichen Erfolg oder Misserfolg der Mannschaft abhängig sein. Das wussten alle Beteiligten vor dem sogenannten Medien Kick-off. Und sie wissen es auch danach.

Spielercheck

Die Saisonvorbereitung ist schon vier Testspiele alt. Neben Lichtenberg 47 (5:0), wurden Viktoria Seelow (10:1), Germania Schöneiche (4:3) und Pogon Szczecin (1:0) besiegt. Im Podcast mit Robert, Hans-Martin und Mathias Bunkus (Berliner Kurier) geht es uns aber gar nicht um die Spiele, sondern um die vier Neuzugänge.

Die Themen:

  • Marc Pfertzel verdrängt Christoph Menz
  • Markus Karl eröffnet Optionen
  • Patrick Zoundi hat keine Malaria
  • Simon Terodde beherrscht den Strafraum

Auf das fünfte Thema hätten wir gerne verzichtet:

  • Wer ersetzt Torsten Mattuschka?

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Zum Angriff bereit.

Das gewonnene Testspiel gegen Pogon Szczecin (1:0 durch Neuzugang Markus Karl) wollte Trainer Uwe Neuhaus nutzen, um langsam seine Stammelf zu formen. Die Aufmerksamkeit zog allerdings nicht das Spiel auf sich. Die polnischen Fans stellten sich selbst in den Mittelpunkt und ließen erahnen, wie der Schwerpunkt der Berichterstattung vor der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine aussehen wird.

Extra für die verspäteten Fans aus Szczecin wurde der Anpfiff um 30 Minuten nach hinten verschoben. Kurz nach Anpfiff gab es Probleme, als die nachrückenden polnischen Fans den Eintritt nicht zahlen wollten. Teilweise wurde in Zloty bezahlt, am Ende wurden sie ohne Eintritt durchgelassen. Die Situation eskalierte in einem Pfefferspray-Einsatz, der sowohl Polizei als auch Fans traf. Eltern mit Kindern, die den Fanblock verlassen wollten, durften auf die Sitzplatztribüne. Ein erschreckendes Bild des Gewaltexzess: Bei einer Schlägerei unter den polnischen Fans wird der bereits zu Boden gegangene Gegner noch mehrfach mit dem Fuß gegen den Kopf getreten.

Die Situation beruhight sich erst zur Hälfte der ersten Halbzeit. Die Fans hängen Zaunfahnen auf. Auf einer steht: “Elite Wyjazdow – Na atakcje gotow!” (Elite Reisen – Zum Angriff bereit!) Der Eindruck, dass sich hier das hässliche Gesicht der deutschen Fanszene der 80er und 90er Jahre zu Gast ist, bleibt. Zumal der glücklose John-Jairo Mosquera noch mit Affenrufen verunglimpft wird.

Als Markus Karl nach einer hübschen Freistoßvariante von Mattuschka das 1:0 köpft, gibt es kein Halten mehr. Allerdings wieder im polnischen Block. Neben den üblichen bengalischen Feuern, werden mehrere starke Böller auf das Spielfeld geworfen. Die Ordner bringen sich in Sicherheit. Bundesligaschiedsrichter Felix Zwayer unterbricht die Partie. Unverständlich, dass die Ultras von Union in dem Moment rufen: “Pyrotechnik ist kein Verbrechen!” Der Initiative “Pyrotechnik legalisieren” erweist sie damit keinen Dienst. Denn diese ächtet aufgrund der Verletzungsgefahr Böllerwürfe im Stadion und setzt sich bei DFB und DFL für kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik ein.

Während in deutschen Stadien in solchen Momenten Spieler und Verantwortliche auf die Fans zugehen, um sie zu beruhigen, ist hier der Schiedsrichter das Ziel der Spieler. Alles sei nicht so schlimm. Zwayer ist allerdings nicht gewillt, sich in Verhandlungen zu begeben. Als Szczecins Trainer Marun Sasal seinen Spieler Blazej Radler nach der Auswechslung zur Halbzeit in der Mitte der zweite Hälfte wieder einwechseln will, bricht es aus ihm heraus. Er schreit den Trainer an: “Do you understand, what I say? If you don’t accept my decisions, you won’t play here anymore!”

Lust auf die Europameisterschaft im nächsten Jahr kommt nicht auf. Die Fans in Polen sehen sich massiven Repressionen ausgesetzt. Ob das die jeweils richtigen Antworten auf die Probleme in den Stadien in Polen sind, sei dahingestellt. Argumente für eine Lockerung der Maßnahmen lieferten die Fans aus Szczecin jedenfalls nicht. Uwe Neuhaus gab sich im Gespräch nach dem Spiel sehr unaufgeregt: “Ich finde es nicht so schlimm. Wenn man sich in Europa umguckt, ist das fast Gang und Gebe. Die Fans haben in jedem Spiel eine solche Phase, in denen zwei Minuten auf sie geachtet wird. Und diese Zeit sollen sie bekommen.” So kann man das sicher sehen. Allerdings grenzen solche Vorfälle diejenigen aus, die Fußball in einer Atmosphäre sehen wollen, die sich nicht in den Extremen Hooliganismus oder Langnese-Familienblock bewegt.

Update: Ein Video, dass die polnische Sicht zeigt. Ohne die ganzen negativen Erscheinungen, die im Text beschrieben wurden. Dafür ist sichtbar, wie die Böllerwürfe auf die Person wirkten, die die Kamera hielt. (Danke für den Hinweis an @mycrsoft)

Sonntagsausflug nach Lichtenberg.

Ein Sonntag in Berlin-Lichtenberg. Im ersten Testspiel nach Trainingsauftakt gastierte der 1.FC Wundervoll beim Sechstligisten Lichtenberg 47, auf den ebenso wie auf das Hans-Zoschke-Stadion bereits ein Loblied gesungen wurde. 2.412 Zuschauer sahen ein standesgemäßes 5:0.

Viel wichtiger als das Spiel war der unmittelbare Kontakt zu den Spielern. Außerdem war während des Spiels genug Zeit, sich zu zeigen und zu reden. Ein Sonntagsausflug irgendwie. Sehr entspannt.

Uwe Neuhaus und Daniel Volbert (Lichtenberg 47) im Nachgespräch

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Wie man Eindrücke gewinnt.

Das erste Training nach der Sommerpause ist traditionell öffentlich. Es dient vor allem dazu, sich mit den neuen Gesichtern vertraut zu machen. Eindrücke von der spielerischen Qualität der Mannschaft gewinnt der Zuschauer daraus selten. Um so interessanter ist das Trainergespräch im Anschluss. Den Medienvertretern stand ein sichtlich erholter, ungewohnt offener Uwe Neuhaus Rede und Antwort. Sein Saisonfazit fiel dabei sehr persönlich aus.

Der für alle Positionen ausgerufene Konkurrenzkampf schließt die Torhüterposition ein. Die Situation in der letzten Saison habe beiden Torhütern nicht gut getan, so Uwe Neuhaus. Hier möchte er dieses Mal frühzeitig klare Verhältnisse schaffen.

Konkurrenz ganz anderer Art erhält Ahmed Madouni, der gestern nicht dabei war. Mit Marc Pfertzel und Patrick Zoundi verstärken zwei weitere Französisch-Muttersprachler das Team. Auf seinen Akzent angesprochen versichert Marc Pfertzel allerdings glaubhaft “isch mache das nischt absischtlisch”.

Simon Terodde

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Markus Karl

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Marc Pfertzel

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Uwe Neuhaus

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