Sebastian Polter ist ein Stürmer

Ja, er beschreitet, Freund, die enge Welt
Wie ein Colossus, und wir kleinen Leute,
Wir wandeln unter seinen Riesenbeinen,
Und schaun umher nach einem schnöden Grab.

Julius Caesar von William Shakespeare, 1. Akt, 2. Szene. Übersetzt von August Wilhelm von Schlegel

Keine andere Trikotnummer im Fußball bringt so viel Gewicht mit sich wie die Nummer 9. Und wenige andere Spieler werden so sehr gerühmt wie diejenigen, die sie tragen. Von ihnen erzählen wir mit feuchten Augen Geschichten. Von Steve Bloomer zum Beispiel, der während des Ersten Weltkrieges in Berlin interniert wurde, über den die Fans von Derby County aber bis heute Lieder singen. Von Alfredo di Stefano, der in fünf Europapokal-Finalen Tore schoss, und jedes dieser Endspiele gewann. Von Gabriel Batistuta, der einmal Argentiniens Rekord-Torschütze war und dessen Spitzname aussagte was er tat, wofür er lebte und was er der Welt gab – Batigol.

Sebastian Polter mit der Trikotnummer 9, Foto: Matze Koch

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Sebastian Polter is a Striker

Why, man, he doth bestride the narrow world,
Like a Colossus, and we petty men
Walk under his huge legs and peep about
To find ourselves dishonorable graves.

William Shakespeare, Julius Caesar.

No other shirt number in the annals of football carries such weight as the number nine, and few players have been as lauded as they who wear it. With misty eyes we tell stories about them; from Steve Bloomer, who was interned in Berlin during the first world war but who the fans of Derby County still sing about to this day, to Alfredo di Stefano, who scored in five European cup finals, and was on the winning side each time, to Gabriel Batistuta, once Argentina’s highest ever goalscorer, whose nickname told of what he did, what he lived for and what he gave to the world. Batigol.

Sebastian Polter wearing number 9, Foto: Matze Koch

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Union zeigte sich in London von seiner besten und leider auch von seiner hässlichsten Seite

Das 0:3 in London bei QPR gestern brachte einige Erkenntnisse. Rafal Gikiewicz wird sehr wahrscheinlich als Nummer 1 in die Saison gehen. Er spielte auch gestern von Beginn an und damit das dritte Spiel in Folge. Außerdem spielten auch Felix Kroos und Joshua Mees jeweils eine knappe halbe Stunde. Das gibt Trainer Urs Fischer dann Richtung Saisonstart ein paar mehr Optionen.

Mehr zum Spiel gibt es hier:

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London auf Rot

Während ich gerade schon am Ufer eines Sees in der Uckermark sitze, sind einige Unioner noch auf der Reise nach London zum Spiel gegen QPR, das heute 15.30 Uhr angepfiffen wird. Durch Flugausfälle kam es großen Anreiseschwierigkeiten. Ich hoffe, dass so viele wie möglich trotzdem irgendwie einen Weg gefunden haben, um in London dabei zu sein. Highlights des Spiels wird es auf AFTV geben.

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Präsident Dirk Zingler weicht jeder Festlegung auf ein Saisonziel aus

Morgen spielt Union die letzte Partie der Vorbereitung in London bei QPR. Es ist ein Highlight, das sich niemand von den rigiden Vorschriften im Stadion verleiden lassen sollte. Ganz im Gegenteil. Schon die Vorschau auf das Stadionheft mit zwei Titelseiten macht richtig Lust darauf:

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Irgendwann, irgendwann einmal, spielt Union auch international … im Sommer nach London!

Fußball ist schon manchmal komisch. Es braucht echt wenig, um die Stimmung komplett zu drehen. Die enttäuschende Saison der Profimannschaft endete mit 2 Siegen. Die Vereinsführung reagierte direkt nach dem letzten Spieltag und wechselte die sportliche Leitung komplett aus, stellte sofort einen neuen Chef für die Profi-Abteilung vor und veröffentlichte nun den Sommerfahrplan, der vier (!) Spiele gegen englische Teams auf dem Programm stehen hat. Das ist natürlich etwas, was die Fußball-Seele streichelt. Von mir aus könnte es sofort wieder losgehen. Denn das atmet Aufbruch. Und ich hoffe, dass der Aufbruch mit der Vorstellung des neuen Trainers und den entsprechenden Zu- und Abgängen auch die Mannschaft ergreift.

Screenshot: 1. FC Union Berlin

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Eine richtige A-Elf hat Union jetzt nicht mehr. Und das ist gut.

Das 2:1 gegen Queens Park Rangers war ein Sommerkick, der sich ganz entspannt wegschauen ließ. Viel weniger anstrengend beim Zuschauen als der Versuch, mit der S-Bahn vom Alex nach Köpenick zu fahren. Die Sperrung der Stadtbahn im Osten zwischen Ostbahnhof und Lichtenberg war mir einfach entgangen und so hetzte ich mit Regional-Express und Straßenbahn zum Stadion. Lediglich in der ersten Halbzeit machte der englische Zweitligist, der eine Menge Spieler in seinen Reihen hatte, die von der Körperstatur eher an Rugby- als an Fußballspieler erinnerten, offensiv etwas Dampf und forderte die Defensive um Toni Leistner und Marc Torrejon ein wenig. Die beiden zeigten dabei einige Abstimmungsschwierigkeiten.

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Neuer Versuch

Heute also der erneute Versuch, das letzte Testspiel der Vorbereitung über die Bühne zu bringen. Hoffen wir einfach, dass es diesmal unwetterfrei bleibt. Meine Wetter-App sagt nur leichten Regen ab 20 Uhr an. 18 Uhr ist Anpfiff gegen die Queens Park Rangers, deren zweiter Anzug gestern 2:3 gegen Lok Leipzig verloren hat (Bild). Heute nicht einsatzbereit sind die verletzten Stephan Fürstner und Kristian Pedersen, wobei Fürstner zumindest auf dem Platz individuell trainieren konnte (Kurier).

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Viel Regen, ein wenig Randale und ein Wechsel im Tor

Ausschlafen. Ins Stadion gehen. Und danach hier etwas über das Spiel gegen die Queens Park Rangers schreiben. So sah mein Plan gestern aus. Zumindest das mit dem Ausschlafen und ins Stadion gehen hat geklappt. Die kurze Pause ohne Fußball und die selbstgewählte Fußballabstinenz (ich habe weder Confed-Cup, noch Telekom-Cup, noch irgendeine U-EM oder anderen Fußball gesehen) haben mir wieder Lust auf das Spiel gemacht. Außerdem war ich neugierig, wie Jens Keller sein Team zusammenstellt. Letzten Endes hätte er mir dafür aber auch nur ein Foto der Mannschaftsaufstellung schicken können, denn aufgrund des pünktlich mit Spielbeginn einsetzenden Unwetters wurde die Partie abgesagt. Die Anzeigetafel zickte im Starkregen schon etwas vor dem Pfiff des Schiedsrichters, der die Mannschaften zu ihrer eigenen Sicherheit in die Kabinen schickte.

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