Eine richtige A-Elf hat Union jetzt nicht mehr. Und das ist gut.

Das 2:1 gegen Queens Park Rangers war ein Sommerkick, der sich ganz entspannt wegschauen ließ. Viel weniger anstrengend beim Zuschauen als der Versuch, mit der S-Bahn vom Alex nach Köpenick zu fahren. Die Sperrung der Stadtbahn im Osten zwischen Ostbahnhof und Lichtenberg war mir einfach entgangen und so hetzte ich mit Regional-Express und Straßenbahn zum Stadion. Lediglich in der ersten Halbzeit machte der englische Zweitligist, der eine Menge Spieler in seinen Reihen hatte, die von der Körperstatur eher an Rugby- als an Fußballspieler erinnerten, offensiv etwas Dampf und forderte die Defensive um Toni Leistner und Marc Torrejon ein wenig. Die beiden zeigten dabei einige Abstimmungsschwierigkeiten.

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Neuer Versuch

Heute also der erneute Versuch, das letzte Testspiel der Vorbereitung über die Bühne zu bringen. Hoffen wir einfach, dass es diesmal unwetterfrei bleibt. Meine Wetter-App sagt nur leichten Regen ab 20 Uhr an. 18 Uhr ist Anpfiff gegen die Queens Park Rangers, deren zweiter Anzug gestern 2:3 gegen Lok Leipzig verloren hat (Bild). Heute nicht einsatzbereit sind die verletzten Stephan Fürstner und Kristian Pedersen, wobei Fürstner zumindest auf dem Platz individuell trainieren konnte (Kurier).

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Viel Regen, ein wenig Randale und ein Wechsel im Tor

Ausschlafen. Ins Stadion gehen. Und danach hier etwas über das Spiel gegen die Queens Park Rangers schreiben. So sah mein Plan gestern aus. Zumindest das mit dem Ausschlafen und ins Stadion gehen hat geklappt. Die kurze Pause ohne Fußball und die selbstgewählte Fußballabstinenz (ich habe weder Confed-Cup, noch Telekom-Cup, noch irgendeine U-EM oder anderen Fußball gesehen) haben mir wieder Lust auf das Spiel gemacht. Außerdem war ich neugierig, wie Jens Keller sein Team zusammenstellt. Letzten Endes hätte er mir dafür aber auch nur ein Foto der Mannschaftsaufstellung schicken können, denn aufgrund des pünktlich mit Spielbeginn einsetzenden Unwetters wurde die Partie abgesagt. Die Anzeigetafel zickte im Starkregen schon etwas vor dem Pfiff des Schiedsrichters, der die Mannschaften zu ihrer eigenen Sicherheit in die Kabinen schickte.

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Sebastian Polter: Jetzt ist Zeit für Unions Plan B

Alle schreiben: Sebastian Polter wird für 2,3 Millionen Euro zum englischen Fahrstuhlteam Queens Park Rangers wechseln (aufgedröselt vom Kurier). Woher diese genaue Summe kommt, die auch der Kicker zitiert? Wahrscheinlich aus der gleichen Quelle, die in den letzten Wochen immer wieder echtes und vermeintliches Interesse an dem Stürmer medial platziert hat. Aber wie immer in der Transferzeit gilt: Es ist nicht vorbei, so lange nichts unterschrieben ist. Das dürfte aber dann heute passieren.

 

Die Lektion für Union: Eine konkurrenzfähige Ablöse kann der 1. FC Union nur zahlen, wenn er mal Erstligist sein sollte. Selbst mit englischen Zweitligisten können die Köpenicker nicht konkurrieren. Zwar bekommen Zweitligisten in England weniger TV-Geld als in Deutschland.

Dafür erhalten die Premier-League-Absteiger aber eine Fallschirm-Finanzierung, damit der Aufprall im harten Zweitliga-Alltag nicht so hart ist. In der ersten Saison gibt es zusätzlich zu den rund 2 Millionen Pfund Fernsehgeldern noch 25 Millionen (!) Pfund aus dem Soli-Fonds der Premier League. Im zweiten Jahr gibt es noch 20 Millionen extra und im dritten und vierten Jahr zehn Millionen. Deutschland kennt diese Fallschirm-Finanzierung (noch) nicht.

Der Umschlag mit der Aufschrift “Plan B” wird geöffnet

Spätestens seit gestern also dürfte Nico Schäfer ein paar Nummern aus seinem Umschlag mit der Aufschrift “Plan B” (“Nur öffnen, wenn Polter nicht kommt”) abtelefoniert haben, um den Angriff bei Union neben Collin Quaner und Steven Skrzybski zu verstärken.

Foto: Matze Koch

Einen so kompletten Angreifer wie Polter wird es wahrscheinlich für das bei Union vorhandene Geld nicht geben (zum Vergleich: Freiburg zahlte gerade ungefähr 2,5 Millionen Euro Ablöse für Nils Petersen). Zumal Sebastian Polter auch als Typ im Team und im Verein in der vergangenen Saison schnell sehr wichtig wurde. Mich würde nicht wundern, wenn statt einem Polter zwei Stürmer kommen.

Laut Bild/BZ gab für Adrian Nikci vor allem die Personalie Norbert Düwel den Ausschlag für einen Wechsel zu Union. Das glaube ich nach Nikcis Krankheitsgeschichte und dem schwierigen Wiedereinstieg in den Profi-Fußball sehr gerne.