Christian Stuff hat einen neuen Job im Nachwuchs und übergibt gleich mal einen Pokal

Heute und morgen sind zwei Testspiele (heute gegen Chemnitz in Herzberg und morgen bei Union Fürstenwalde). Aktuell gibt es noch die große Torwartrotation. Am vergangenen Sonnstag gegen Jena spielte Rafal Gikiewicz durch, heute wird Jakob Busk spielen und morgen Lennart Moser. Aber praktisch geht es am Ende nur um den Zweikampf Busk gegen Gikiewicz. Dieses Thema nehmen auch Bild/BZ auf.

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Geht Kristian Pedersen doch zu einem anderen englischen Zweitligisten?

Offizielle Neuigkeiten gibt es bei Union bisher weder in Sachen Trainer/in noch in Bezug auf den Kader für die kommende Saison. Doch zumindest was die Zukunft von Kristian Pedersen angeht scheinen sich Gerüchte über einen Wechsel nach England zu erhärten. Aber nicht nach Leeds, wie vor einer Weile spekuliert wurde, sondern zu Birmingham City. Das meldet das dänische Boulevard Blatt Ekstra Bladet, und bestätigen scheinbar Photos von Pedersen mit Birminghams Vorstand.

Nicht bestätigt ist natürlich die angebliche Ablösesumme von gut zwei Millionen Euro.

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Wie ein Neuzugang

Auch, weil gerade nicht sehr viel anderes passiert (not at all looking at you, Toni Leistner), ist die Verpflichtung von Atsuto Uchida weiterhin ein großes Thema in der Union Welt. Wir wenden uns dabei zuerst noch einmal der Pressekonferenz vom Mittwoch zu.

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Akaki Gogia ist ‘wie ein Neuzugang,’ wenn er von seiner Verletzung zurückkkommt; Photo: Matthias Koch


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Unions Nachwuchs: Erfolge, aber der Abstand zur ersten Mannschaft ist momentan wohl zu groß

Mit 6:0 gegen Tennis Borussia und einer gleichzeitigen Niederlage des FC Carl Zeiss Jena haben die B-Junioren den Klassenerhalt in der Bundesliga Nord/Nordost geschafft. Gratulation!

Instagram: @die_eisernen

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Union bekommt Probleme im Nachwuchs

Zunächst noch einmal die Hiobsbotschaft von gestern: Sebastian Polter hat laut BZ/Bild einen Haarriss in der Schulter erlitten. Ob er damit spielen kann oder nicht, ist unklar. Denn von Union gibt es dazu keine Bestätigung. Der Kurier meldet die gleiche Verletzung des Angreifers.

Wer Zeit hat, kann sich heute 15 Uhr das Training der Mannschaft ansehen und mal Bescheid geben, wie es Sebastian Polter geht.

Update vom Trainingsplatz:

 

Angesichts der sportlichen Ausgangslage bin ich zwar entspannt, würde aber natürlich gerne den Stürmer noch einmal für Union spielen sehen. Und ich wäre ganz froh, wenn Union auch noch Platz 7 in Angriff nehmen könnte. Dieser Tabellenrang ist machbar. Und besser stand die Mannschaft unter Trainer Uwe Neuhaus auch nie. Seit Wiederaufstieg erreichte Union Platz 12, 11, 7, 7 und in der vergangenen Saison Rang 9.

Foto: Matze Koch

A-Junioren verpassen wohl den Aufstieg

Als Union bekannt gegeben hat, die U23 zur nächsten Saison abzumelden, habe ich das angesichts der Nachwuchs-Entwicklung in Deutschland als logischen Schritt angesehen. Allerdings muss ein Verein mindestens zwei Punkte erfüllen, um für junge Spieler (und ihre Eltern) attraktiv zu sein. Die Durchlässigkeit zu den Profis muss gegeben sein und nicht nur ein Lippenbekenntnis. Und die restlichen Nachwuchsteams sollten in den höchsten deutschen Spielklassen unterwegs sein. Bei Union ist letzteres aktuell nicht der Fall und wird sich wohl zur nächsten Saison auch nicht komplett ändern.

Für die A-Junioren wird der Aufstieg aus der Regionalliga Nordost sehr schwer. Das Team liegt auf Rang 8, hat fünf Punkte Rückstand auf einen Aufstiegsplatz und nur noch vier Spiele vor der Brust.

Die B-Junioren spielen ebenfalls “nur” in der Regionalliga Nordost, haben aber bei noch vier zu spielenden Partien nur einen Punkt Rückstand auf einen Aufstiegsplatz. Aktuell liegen sie auf Platz 3.

Ich bin sehr gespannt, wie sich Unions Nachwuchsabteilung in Zukunft sportlich entwickelt und wie es ohne U23 in der Praxis weiter geht.

Termine, Termine

Am 12. Mai um 19 Uhr gibt es das Fantreffen mit Norbert Düwel und Nico Schäfer in der Haupttribüne. Mehr Infos auf der Vereins-Website.

Außerdem wird Sören Brandy heute 30 Jahre alt. Herzlichen Glückwunsch!

Matthias Sammer: “Wir sind wir.”

Matthias Sammer wird gerne als Querkopf bezeichnet. Im Sportgespräch mit dem Deutschlandfunk (26:45 Min, Download als MP3) wird aber klar, dass er eigentlich vor allem anders spricht als viele, die von der Waschmaschine DFB weichgespült wurden. Der Sportdirektor vertritt seine Meinung engagiert und streitet auch dafür.

Sammers persönlicher Ehrgeiz wird deutlich, wenn er über die Nationalmannschaft spricht und den Vergleich mit Spanien: “Wir sind Deutschland. Wir sind wir. Der Blick zu anderen sollte jetzt nicht mehr stattfinden.” Er will, dass die Nationalmannschaft ihren eigenen Weg findet. Vielleicht, weil die Kopie nie so gut wie das Original sein kann. Das sagt er aber nicht.

Sammer ist penibel. Die Wichtigkeit seiner Arbeit als Sportdirektor hebt er heraus, indem er klare Sätze sagt wie: “Spieler entwickeln sich immer von unten nach oben.” Das ist griffig. Das kommt gut an. Vor allem ist es ein Satz, der nie falsch ist. Doch wenn er seine fünf Säulen der Leistungsvoraussetzungen des Fußballs durchdekliniert, sieht man den perfektionistischen Matthias Sammer förmlich vor sich. “Konstitution. Kondition. Technik. Taktik. Persönlichkeit.” Er betet die Begriffe herunter. Ihm scheint ein System wichtig, wo ein Schritt auf den anderen folgt. Alles genau durchgeplant. Auffällig, wie stark er die Persönlichkeit betont. Das erinnert an Christian Beeck, der auch in der Persönlichkeitsentwicklung den Knackpunkt für eine Profikarriere sah.

Sammer ist ein Kind des Fußballs. Doping kommt in dieser Weltsicht nicht vor. Als er darauf angesprochen wird, kommt er wieder aus sich heraus. Das ist der streitlustige Matthias Sammer. Er bringt das bekannte Argument, dass Doping im Fußball nichts brächte. Vielleicht weil das in seiner Vorstellung so ungeheuerlich ist. Doch es wirkt fremd. Ganz so als hätte es die DopingFälle Hoffenheim oder Juventus Turin nie gegeben. Spätestens da wird wieder eins klar: Bei aller Andersartigkeit ist Matthias Sammer trotzdem vor allem ein Fußballfunktionär.

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