Wenn die Polizei den Plan für die Saisonvorbereitung durcheinander bringt

Eigentlich wollte Union gestern gegen Twente Enschede testen, doch die Polizei sagte das ab, weil aus ihrer Sicht Sicherheitsbedenken bestanden hätten. Manager Oliver Ruhnert ärgerte sich über die Art und Weise, wie die Polizei hier agierte, die sich nicht einmal die Mühe machte, mit Union eine Lösung zu finden: “Ich empfinde das als Unart, diese Thematik einfach so zu entscheiden. Man muss erwarten dürfen, dass im Vorfeld solcher Spiele dann auch mit den Sicherheitsbeauftragten und den Vereinen direkt kommuniziert wird, um eine Möglichkeit zu finden, wie man diese Spiele stattfinden lassen kann.” (Vereinsmitteilung) Auch die Berliner Medien berichten darüber und über das Testspiel Union gegen Union (2:0 für Union), das stattdessen stattfand.

Im Prinzip hat das Verhalten der Polizei wenig mit Union zu tun. Ich erinnere mich, wie Hertha vor 4 Jahren in Gütersloh gegen Vitesse Arnheim spielen wollte, als sie in Klosterpforte das Trainingslager abhielten. Auch da hatte die Polizei Sicherheitsbedenken. Am Ende fand das Spiel unter Ausschluss der Zuschauer auf dem Trainingsplatz der Anlage Klosterpforte statt. Aber immerhin wurde es angepfiffen (auch wenn es ein wirklich grausames 0:0 war). Gegen sich selbst zu spielen, bringt die Mannschaft nicht viel weiter. Es ist nur gut, um zumindest die Belastung zu steuern und langsam hochzufahren. Aber spielerisch und taktisch kann man daraus wenig mitnehmen.

Hauptsponsor

Nachdem der Kurier gestern darüber berichtete, dass sich Unions Hauptsponsor seit dieser Saison auch als Hauptsponsor beim 1. FC Kaiserslautern engagieren will, hat Harald Layenberger das auf Facebook bestätigt und diese Worte an die Union-Fans gerichtet:

Es ist kaum vorstellbar, dass Layenberger auch nach Sommer 2019 noch Hauptsponsor bei Union bleibt. Der Kurier spricht deshalb von einem Jahr Zeit, die Union haben werde, sich einen neuen Hauptsponsor zu suchen. Ich finde das interessant, denn ich habe noch nie einen Hauptsponsor gesehen, der so dermaßen sichtbar in dem Bereich war, den wir gemeinhin als Unionfamilie beschreiben. Aber so sehr ich das Engagement gut finde und schätze, es ist nicht zu verwechseln mit einem Amt beim 1. FC Union. Als Sponsor ist man in der Lage, Projekte und Menschen mit dem eigenen Geld zu unterstützen und auch mal Party zu machen wie nach Saisonende, als uns allen irgendwie eine Abschlussfeier gefehlt hat, bei der wir uns in die Arme fallen können nach einer sehr anstrengenden und emotional aufreibenden Saison.

Doch man ist dann nicht verantwortlich für die schlechten Nachrichten. Und die gab es zu diesem Zeitpunkt en masse. Und ich kann verstehen, dass im Verein niemanden so richtig zum Feiern zumute war, wenn Leute entlassen (Helmut Schulte) oder von ihren Kernaufgaben entbunden werden (Lutz Munack, André Hofschneider) oder organisatorisch-strategische Neuaufstellungen angegangen werden (als Marketing-Geschäftsführer Jörg Taubitz bei Union aufhörte, der bis heute nicht ersetzt wurde). Da war das Gefühl der Union-Fans sicher ein anderes als im Verein, der gerade so der Katastrophe entgangen war. Es ist gut und wichtig, wie sich Harald Layenberger engagiert und ich hoffe, dass er auf irgendeine Art Union verbunden bleibt. Aber es ist nicht dasselbe wie einen Verein führen.

Und sonst so?

Vor dem Spiel gegen Bordeaux am nächsten Samstag gibt es einen Wuhle-Subbotnik, für den ihr euch bei der Union-Stiftung anmelden könnt. Ich finde das eine gute Aktion. Mehr Infos gibt es auf der Union-Website.

Bei der Unterstützung der Familie von Maurice ist eine große Summe zusammengekommen, die allerdings noch nicht alle Kosten deckt. Infos, wie ihr spenden könnt, findet ihr hier.

Facebook: Gangway

Zum Schluss noch das: Vor dem WM-Finale zwischen Frankreich und Kroatien hat die Berliner Zeitung mit Damir Kreilach und Roberto Puncec gesprochen.

5 Gedanken zu „Wenn die Polizei den Plan für die Saisonvorbereitung durcheinander bringt

  1. ich muss sagen dass ich mich trotz inhaltlicher Differenzen bei Harry Berg für seine ehrliche Unterstützung, welche weit über das eigentliche Sponsering hinaus geht bedanken möchte

  2. Der Gedanke Layenberger übe bei Union ein Amt aus, ist aber auch weit hergeholt.
    Hat das jemand behauptet? Beim anderen gebe ich dir recht.

    Mich wundert es nur das Layenberger da wieder einsteigt nachdem er (vor 2 Jahren?) dort im großen Krach ausschiedt als Sponsor.

  3. Ist wirtschaftlich gesehen sicher gerade attraktiv, beim FCK einzusteigen. Wahrscheinlich sehr viel billiger als in Liga 2, aber mit Aussicht, da relativ schnell wieder zu landen. Und bis dahin dürfte der Verein in Liga 3 überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit bekommen.

  4. Pingback: Im Profiteam ist aktuell alles auf die nächsten 2 Jahre ausgerichtet | ***textilvergehen***

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