“Ich twittere Toni Leistner jetzt jeden Tag an, bis er bei Norwich unterschreibt”, und Toni Leistner so: “🙏😉”

Gestern hatte die BZ noch geschrieben, dass Toni Leistner durchaus weiter bei Norwich City auf dem Wunschzettel stĂŒnde. Ich sage mal so: Den Gegenbeweis trat der Innenverteidiger auf Twitter nicht an, als er mit Emojis auf einen englischen Fan reagierte, der ihn jetzt jeden Tag antwittern will, bis Leistner bei Norwich unterschrieben hat:

Twitter: @ToniLeistner

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Christoph Schösswendter: Noch nicht ganz da, aber schon Geburtstag haben

Christoph Schösswendter ist also Verteidiger Nummer 4 geworden bei Union (Vereinsmitteilung). Der 29-JĂ€hrige wird laut BZ am Montag zum Team stoßen, wobei es da weniger um Training als um Mannschaftsfotos und die kleinen Einspieler fĂŒr die Aufstellung auf der Anzeigetafel gehen wird. Wer ein bisschen was zur Spielweise des torgefĂ€hrlichen Innenverteidigers wissen will, kann sich mal diese kurze Analyse von abseits.at von vor einem Jahr durchlesen. Ich bin gespannt, wo sich Schösswendter in der Hierachie in der Innenverteidigung einsortieren wird.

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Die Zukunft von Union

Die U19 hat gestern im Stadion 3-0 gegen Halle gewonnen, und braucht nun noch einen Punkt in Magdeburg um in die Bundesliga aufzusteigen. Die Bedeutung eines Aufstiegs lĂ€sst sich auch daran messen, dass in der letzten Saison außer Union nur Darmstadt in der ersten und Heidenheim, Sandhausen, Aue und WĂŒrzburg in der zweiten Liga mit ihren U19 nicht in einer der drei 14-er Bundesligastaffeln vertreten waren. Das ist eher keine langfristig tragbare Situation.
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Collin Quaner nutzt seine Chance

Union gewinnt den Test gegen Halle mit 3:0 und wĂ€hrend medial mehr auf Bobby Wood geschaut wird (durch die hohe Ablöse auch verstĂ€ndlich), macht Collin Quaner auf sich aufmerksam. Der Angreifer holt den Elfer zum 2:0 heraus und trifft selbst zum 3:0. ZusĂ€tzlich vergab er noch eine Großchance. FĂŒr 45 Minute, Quaner kam erst zur zweiten Halbzeit, ein sehr ordentlicher Arbeitsnachweis.

Spielberichte gibt es hier: Kurier (mit Aufstellung und allen Wechseln), BZ und Mitteldeutsche Zeitung

quaner
Foto: Tobi/unveu.de

Besonders spannend dĂŒrfte diese Woche die Entscheidung bei den TorhĂŒtern sein. Nicht dass Norbert DĂŒwel gesagt hĂ€tte, er wĂŒrde sich in dieser Woche entscheiden. Aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er sich da zu Saisonbeginn eine Baustelle aufmacht. Die Morgenpost hat mit beiden Keepern gesprochen. Herauslesen konnte ich aber keine Prognose. Amsif hat gestern in Halle 45 Minuten gespielt. Danach war Kroll dran. Gegen Hapoel könnte es Ă€hnlich aussehen. Haas könnte sich mit Redl (trainiert er noch zur Probe mit?) abwechseln.

 

Der Kurier pflĂŒgt sich durch die Mannschaftsteile von Union und findet bei allen noch Brennpunkte. Wobei diese brennenden Punkte von hinten nach vorne an Temperatur abnehmen. TorhĂŒter und Abwehr sind in meinen Augen tatsĂ€chlich die Mannschaftsteile, in denen harte Entscheidungen fallen werden/gefallen sind. Die Bild spricht deshalb mit Fabian Schönheim, der mit seiner Leistung in der vergangenen Saison nicht glĂŒcklich ist.

Morgen um 18.30 Uhr steht bereits der nĂ€chste Test an. Diesmal geht es gegen Hapoel Tel Aviv. Ich bin sehr gespannt, ob die Berliner Polizei wieder ihre “Berliner Linie” durchziehen möchte und Israel-Fahnen einziehen lĂ€sst.

Leipziger Allerlei

Auch einen Tag nach der Pokalniederlage gegen den Halleschen FC im Leipziger Zentralstadion ist Sprachlosigkeit und Frust allgegenwĂ€rtig. Auch wenn es im Nachhinein sicher niemand so sagt, wurde doch im Geiste bereits die zweite Runde geplant. Ein ĂŒberzeugter Trainer gab vor dem Spiel aus: “Wir nehmen die uns zugeschriebene Favoritenrolle an, so selbstbewusst sind wir. Wichtig ist es, diese dann auf dem Feld auch entsprechend umzusetzen.“ Gegen einen Viertligisten gelang dies schlussendlich nicht wie vorgestellt.

Zwar gelang es, sich eine optische FeldĂŒberlegenheit zu erarbeiten, doch konnte man damit wenig anfangen. WĂ€hrend viele AnhĂ€nger dem Auftritt mit einer Spitze die Schuld gaben und damit Neuhaus Ängstlichkeit vorwarfen, war doch auffĂ€llig, dass vor allem die Außenspieler den fĂŒr diese Taktik notwendigen Druck nicht ausĂŒben konnten. Schaut man sich die Linie Mattuschka, als offensive Sechs aufgeboten, Kolk, Mosquera an, fĂ€llt auf, dass deren Spiel durch die Mitte sehr leicht zu verteidigen ist. Es ist mĂŒĂŸig, darĂŒber zu diskutieren, ob ein 4-4-2, wie es ab der 58. Minute durch die Hereinnahme von Benyamina praktiziert wurde, besser gegen Halle funktioniert hĂ€tte. Im Zweifelsfall hĂ€tten sich sowohl Mosquera als auch Benyamina in der Abwehr verfangen. Und genauso hĂ€tte der viel gescholtene Mosquera in der 23. Minute seinem Trainer auch Recht geben können, als er frei vor dem Keeper ĂŒber das Tor drosch.

Als verhÀngnisvoll offenbarte sich das wenig flexible Angriffsspiel, das es nicht vermochte, die Abwehr von Halle auseinanderzuziehen. Einen Gegentreffer durch ein verlorenes Kopfballduell muss man einkalkulieren. Dies hatte eindrucksvoll St. Pauli am Vortag gezeigt.

Was bleibt von diesem Spiel? Ebenso wie im Vorjahr wurde die gute Vorbereitung durch eine Pleite im Pokal in Frage gestellt. Ob allerdings dieses Mal die Reservespieler in einem solchen Maße profitieren wie in der letzten Saison, darf bezweifelt werden. Kolk oder Madouni holt man nicht, um diese nach einem verlorenen Spiel auf die Bank zu setzen.

Neben dem Platz mĂŒssen sich die AnhĂ€nger des 1. FC Wundervoll fragen lassen, ob sie sich im Protest gegen die ĂŒberbordenden Polizeimaßnahmen mit dem richtigen Partner verbĂŒndet haben. Gemeinsam erschienen die AnhĂ€nger aus Berlin und Halle in schwarz und boykottierten in den ersten 15 Minuten jede lautstarke Anfeuerung. Am Ende explodierten trotz scharfer Einlasskontrollen Knallkörper neben Unions TorhĂŒter Jan Glinker. Dieser spielte sportlich fair weiter. Aber einen Rechtfertigungsdruck fĂŒr ihre Maßnahmen wird die Leipziger Polizei nach der Partie nicht spĂŒren. Und Halles AnhĂ€nger, bereits wegen rassistischer und antisemitischer Rufe verurteilt, werden weiter ihre BĂŒhne nutzen. Denn durch das faire Verhalten von Glinker wird sicherlich nicht an der Wertung des Spiels gerĂŒttelt werden.