Die Eiserne Hilfe widerspricht massiv der Darstellung der Freiburger Polizei

Die Berichterstattung vor dem Derby stockt etwas. Nicht etwa, weil alle Geschichten schon erzählt sind, sondern weil einfach genug aktuell passiert. Hertha gewinnt im Pokal in einem Herzschlagspiel gegen Dynamo Dresden erst im Elfmeterschießen (Kicker). Union hatte dagegen zwar Reisestrapazen, aber musste dafür nicht in die Verlängerung beim Sieg in Freiburg. Dafür beschäftigt der Stimmungsboykott der Ultras und der vorausgegangene Polizei-Einsatz aber noch die Gemüter. Die Freiburger Polizei veröffentlichte in einer Mitteilung ihre Sicht der Dinge:

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Als Eintracht- und Union-Fans gemeinsame Sache gegen die Blocksperre des DFB machten

Zum Glück heißt es in der Union-Hymne von Nina Hagen “Den Sieg vor den Augen, den Blick weit nach vorn” und nicht “Die Niederlage im Gepäck und den Blick zurück aufs letzte Spiel”. Deshalb bin ich ganz froh, dass bereits am Freitagabend das Spiel gegen Frankfurt kommt und es schnell die Chance gibt, sich von Negativ-Erlebnissen freizumachen. Für mich ist die Partie gegen die Eintracht ein wirkliches Highlight-Spiel in dieser Saison. Einfach weil dabei in der Vergangenheit immer viel los war. Sei es das Nebelspiel mit dem strippenden Eintrachtfan Manfred Adelmann 2002, an das auch Union erinnert, in dem der Verein ein Video mit der Spielzusammenfassung des 1:1 vor 17 Jahren postete. Damals spielte noch Unions späterer Trainer Jens Keller als Kapitän bei den Gästen.

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Schneller als Polti und eine Plauderei mit Urs Fischer

Das Drachenbootrennen auf der Regattastrecke in Grünau war auch gestern ein großer Spaß. Das lag nicht nur am perfekten Wetter, das nicht zu heiß war, sondern auch am 3:1 gegen Borussia Dortmund am Tag zuvor. Dieses unglaubliche Ereignis im Stadion an der Alten Försterei dürfte nicht nur uns am Anfang einige Sekunden gekostet haben. Auf der Hälfte der Strecke versiegte vielen in unserem Boot die Stimme. Und bis in den letzten Lauf widersetzte ich mich dem Takt … Am Ende sprang Platz 43 heraus. Damit haben wir unser Mindestziel “Nicht kentern und nicht Letzter werden” erreicht.

17. Drachenbootrennen der Union-Fans auf der Ruderstrecke in Berlin-Grünau, Foto: Matze Koch

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Kurzzeitig offene Tür zum Gästeblock: Das hätte schiefgehen können …

Am Sonntag hat bei der Auseinandersetzung am Gästeblock nicht viel gefehlt, um daraus einen echten Vorfall zu machen. Wir erinnern uns, dass hinter dem Block ein Tor geöffnet wurde und sich Ordner und Fans eine Auseinandersetzung dort lieferten. Was im Stadion von meinem Standpunkt aus nicht zu sehen war: Die Verbindungstür zwischen Sektor 4 und Gästeblock war für eine Sekunde geöffnet. Eine Sekunde nur. Aber bei mehr Geistesgegenwart der Magdeburger Anhänger, die die Plexiglasabtrennung bearbeiteten, hätte das tatsächlich Auswirkungen haben können. Warum die Tür aufging? Keine Ahnung. Aber ein wohliges Gefühl der Sicherheit will sich mir beim Anblick dieser Bilder nicht einstellen. (Und ja, ich weiß, dass diese Art der Auseinandersetzung am Gästeblock die absolute Ausnahme ist und mir ist auch kein Fall der vergangenen 10 Jahre bekannt, der ähnlich gelagert war, wie der mit Magdeburg am Wochenende).

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Das Gefühl, dass uns etwas ganz Großes bevorsteht

Es ist die vielzitierte offene Tür, durch die man nur noch durchgehen müsse, die mich bisweilen in den vergangenen Wochen genervt hat. Mit dem 3:0 gestern gegen Magdeburg ist sie verschwunden. Union ist durch diese verdammte Tür gegangen. Endlich möchte ich sagen, wenn ich an die 5 sieglosen Spiele vor der HSV-Partie vor 2 Wochen denke. Verdammt nochmal endlich, wenn ich an die Niederlage in Darmstadt vergangene Woche denke. Und das mit einer Leistung, die während des Spiels durch die hohe Effizienz vor dem Tor in der ersten Halbzeit nie gefährdet war. Es gab so ein, zwei Momente im Spiel, in denen ich dachte, es könnte jetzt kippen. Aber dazu spielte Magdeburg seine Angriffe so unkonzentriert zu Ende, dass nie nachhaltig Gefahr entstand.

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Warum sind eigentlich Polizisten in den Gästeblock gegangen?

Irgendetwas fühlte sich komisch an, als Joshua Mees beim 4:0 gegen Fürth in der 5. Minute das 1:0 erzielte. Ich konnte nicht jubeln. Kurz zuvor gab es den heftigen Zusammenprall zwischen Suleiman Abdullahi und Maximilian Wittek, bei dem von uns aus nicht sichtbar, ob der Fürther bei Bewusstsein war oder nicht. Wir sahen nur die regungslosen Beine ausgestreckt liegen. Dann plötzlich Gewühl im Gästeblock zwischen Fürther Anhängern und Ordnern und die Polizei, die hineingeht. Und mitten in diese Phase schießt Joshua Mees das 1:0. Ich weiß nicht, ob ich jemals ein Uniontor so regungslos zur Kenntnis genommen habe.

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Ein Ergebnis, das nicht die Wahrheit vom Spiel erzählt

Union verliert 1:4 in Leverkusen. Und ich muss ehrlich zugeben, dass mich das Ergebnis aufregt. Nicht weil Union verloren hat. Aber mich nerven die zwei Tore zum Schluss, als der Schiedsrichter einen unberechtigten Elfmeter pfiff und auch noch durch einen direkten Freistoß das vierte Tor fiel. Weil diese beiden Tore zu diesem Zeitpunkt nicht gepasst haben. Und ich möchte auch nichts davon hören, dass Union vielleicht die Cleverness und Coolness gefehlt hat, die Leverkusen gezeigt hat.

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Jens Keller kann Interviewfragen gut beantworten

In der Pressekonferenz vor dem Spiel am Sonntag in Düsseldorf gibt sich Jens Keller gelöst und zuversichtlich.

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