Anpfiff

Für Aufregung sorgt ein Satz aus dem Bericht der Bild zum Spiel gegen Fürth:

Die schwächste Union-Halbzeit in der Alten Försterei in dieser Saison wird von den Fans mit Pfiffen quittiert.

Mal davon abgesehen, dass die Pfiffe dem Gegner und dem Nichtheimschiedsrichter Drees galten, kommt einem aus zweierlei Gründen die Galle hoch. Es ist ungeschriebenes Gesetz in der Alten Försterei, dass die eigene Mannschaft nicht ausgepfiffen werden soll. Viel schwerer wiegt allerdings die Tatsache, dass diese LügeFehlinterpretation aus der Feder desjenigen stammt, der Union seit geraumer Zeit das “Projekt Durchmarsch” andichten möchte.

Die Sage vom schwarzen Oktober

Alljährlich geht sie im um im Stadion an der Alten Försterei: Die Sage vom Schwarzen Oktober. Das ist die Zeit, in der der Regen nicht nur das Spielfeld im Stadion matschig, sondern auch die Knie der Kicker des 1. FC Wundervoll weich werden lässt. Unsere Jungs spielen dann einen gepflegten Fußball, der darauf schließen lässt, dass die Töppen mit Gummistiefeln getauscht wurden. Auch ein legendäres Spiel, das als “janz enge Kiste” in die Historie einging fiel auf einen Oktobertag.

Warum ausgerechnet der Oktober? Ein letzter Fluch des Oktobergeburtstagskindes auf dem Sterbebett? Um herauszufinden, was es mit dieser Legende auf sich hat, musste mal wieder eine Tabelle her. Die Oktoberspiele der letzten zehn Jahre zusammengefasst kommt man auf folgendes Ergebnis. Nur vier Spielzeiten weisen einen negativen Trend für den Oktober aus, d.h. es wurden weniger als 50% der möglichen Punkte geholt. Die Legende ist halt doch nur eine Legende.

Über den Abstieg sagt der Oktober nichts aus. Das wurde sowohl mit einem positiven als auch negativen Trend “geschafft”. Nur aufgestiegen ist die Mannschaft bei einem schwarzen Oktober noch nie. Folgerichtig müsste die Bild, wenn es für die Mannschaft im Oktober schlecht läuft, ihre Kampagne “Projekt Durchmarsch” abblasen.

schwarzer_oktober