“Einfach geil.”

War es jemals durchgehend so laut im Stadion an der Alten Försterei? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass ich beim 0:0 gegen Stuttgart zur Halbzeit raus musste, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Weil ich gezittert habe. Weil ich meine Hände nicht mehr gespürt habe. Weil ich nicht mehr zusehen konnte, wie die Uhrzeit quälend langsam verging. Immer wieder kroch der alte fatalistische Union-Geist hoch, tippte mir auf die Schulter und lachte mich aus, weil er meine Hoffnungen auf den Bundesliga-Aufstieg zerstören wollte. Beim 1:0 für den VfB beispielsweise durch den Freistoß von Aogo, das wegen einer haarsträubenden Abseitsposition vom Videoassistenten zurückgenommen  wurde und uns zumindest über den Sommer hinaus zu Videobeweis-Befürwortern macht. Da war es für wenige Sekunden ganz leer in mir. Ebenso wie bei Abdullahis Pfostentreffern in der 2. Halbzeit als mir der alte Union-Geist einflüsterte: “Das wird sich rächen!”

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Platzsturm und Bengalos

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Relegation: 1-1 zuhause.

Auswärtsspiel in der Relegation , man liegt zurück, zeigt eine gute Leistung und kommt tatsächlich zum Ausgleich, den man mit in die entscheidende Partie nimmt. Kommt Union irgendwie bekannt vor? Ja, passierte am Sonntagnachmittag in Adlershof aber andersrum. Denn hier lag Union gegen die SG Andernach (19)99 mit 1-0 in Führung und kassierte dann den Ausgleich mit dem wortwörtlich letztem Ballkontakt in einem gerade technisch sehr ansprechendem Fußballspiel.

Union Frauen.

Eisern Union. Steht da immer. Top Platzwart.

In den ersten zwanzig Minuten hatte noch Union das Spiel bestimmt und war nach zehn Minuten verdient in Führung gegangen. Marta Stodulska (mit 24 Toren Unions erfolgreichste Stürmerin) hatte sich mit einem Dribbling durchgesetzt, bevor Josephine Ahlswede das Tor erzielte. “In der Phase war ich mit unserem Postionsspiel sehr zufrieden,” sagte Unions Trainer Falko Grothe: “Wie wir uns in den freien Räumen angeboten haben, Ballsicherheit hatten, präzise Pässe mit wenigen Kontakten in die Tiefe gespielt haben. Was wir in da gut gemacht haben, die Bälle auch mal von einem auf den anderen Flügel zu verlagern, fehlte in der zweiten Halbzeit fast völlig.”

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Feiern, als hätte Union ein Aufstiegsspiel zuhause

Nach dem Spiel von Union gestern in Stuttgart fragte ein Unioner uns, ob wir das Grinsen auch nicht aus dem Gesicht bekämen. Das ist immer noch so.

Der Schlusspfiff des Spiels, das Union gestern 2-2 in Stuttgart gewonnen hat, ist gerade um die sieben Stunden her, und ich bin noch lange nicht darüber hinweg, wie gut sich dieses Spiel angefühlt hat. Und das liegt nur zu sehr geringen Teilen am fehlenden Schlaf auf der Fahrt zurück aus Schwaben.

Union Stuttgart

Union jubelt über das 1-1 und kommt kann sich dabei kaum auf den Beinen halten, Photo: Matthias Koch

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Urs Fischer ist gelassen. Was sonst?

Bei der Pressekonferenz vor dem Hinspiel gegen Stuttgart hat Urs Fischer (wenig überraschend) mit einem positiven Spin darüber geredet, dass die Entscheidungsspiele so schnell auf das Ende der regulären Saison folgen. So könne die Mannschaft die Enttäuschung über die in Bochum verpasste Chance schnell hinter sich lassen, indem sie sich auf die nächste Aufgabe konzentriert.

Urs Fischer

Trainer Urs Fischer während der Pressekonferenz; Foto: Matze Koch

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In Bochum hat nicht viel zum Aufstieg gefehlt – und es ist noch nicht vorbei

Viel Union hat nicht gefehlt, um dieses Auswärtsspiel als einen der spektakuläreren Glanzmomente in die Geschichte des 1. FC Union eingehen so lassen. Hätte Suleiman Abdullahi seine Chance in der sechsten Minute der Nachspielzeit genutzt, um die Aufholjagd der Mannschaft zu krönen… Naja, das ist nicht passiert. Und so endet der planmäßige Teil von Unions bester Zweitligasaison auf Platz 3 und mit zwei Spielen gegen Stuttgart um den Einzug in die Bundesliga.

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Natürlich macht es keinen Spaß, anderen beim Aufsteigen zuzusehen

Es sind noch drei Tage, bis Union in Bochum am letzten Spieltag der besten Zweitliga-Saison des Vereins antritt. Manche werden in dieser Zeit versuchen, sich dem Fußball etwas zu entziehen, um die Anspannung annehmbar zu steuern. Ich habe mir gestern Abend das Aufstiegs-Playoff zwischen Leeds und Derby angeschaut (4:2 für Derby nach 1:0 für Leeds im Hinspiel). Das ist dann vielleicht eher eine Art Methadon-Variante.

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Das Gefühl, dass uns etwas ganz Großes bevorsteht

Es ist die vielzitierte offene Tür, durch die man nur noch durchgehen müsse, die mich bisweilen in den vergangenen Wochen genervt hat. Mit dem 3:0 gestern gegen Magdeburg ist sie verschwunden. Union ist durch diese verdammte Tür gegangen. Endlich möchte ich sagen, wenn ich an die 5 sieglosen Spiele vor der HSV-Partie vor 2 Wochen denke. Verdammt nochmal endlich, wenn ich an die Niederlage in Darmstadt vergangene Woche denke. Und das mit einer Leistung, die während des Spiels durch die hohe Effizienz vor dem Tor in der ersten Halbzeit nie gefährdet war. Es gab so ein, zwei Momente im Spiel, in denen ich dachte, es könnte jetzt kippen. Aber dazu spielte Magdeburg seine Angriffe so unkonzentriert zu Ende, dass nie nachhaltig Gefahr entstand.

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Ritter Keule mit dabei #fcunion #fcufcm

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#372 – Alles fetzt mit Aufstieg jetzt

Union verliert 1:2 in Darmstadt. Wie fast alle anderen Mannschaften, die aufsteigen wollen. Das Echo auf diese Partie ist unterschiedlich. Von "lebloser Auftritt" bis hin zu "ist doch nichts passiert" gibt es eigentlich alles.

Enttäuschung nach Abpfiff bei Sebastian Polter, Foto: Matze Koch

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Dirk Zingler gibt den Anheizer für die Stimmung im Aufstiegskampf

Heute Abend um 18.30 Uhr beim Spiel gegen Regensburg gilt es. Das sage ich nicht, um dieses Spiel zu dramatisieren, sondern weil ich mir einfach nicht vorstellen kann, dass die anderen Teams weiter dieses Schneckenrennen um den Aufstieg fortsetzen. Die Situation ist klar und das Ziel nach dem bisherigen Saisonverlauf auch: Dem HSV Druck machen und das Rennen um Platz 2 offenhalten und Platz 3 sichern. Dazu muss niemand aus der Mannschaft mehr die Tabelle studieren. Denn um das zu schaffen, muss wieder konstant gepunktet werden. Das ist eine richtig gute Situation, weshalb ich da voll bei Pressesprecher Christian Arbeit bin, der bei der Pressekonferenz in Anlehnung an dieses Lied von Tomte von der “Schönheit der Chance” sprach.

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Es kann nur ein Ziel geben

Auf der Pressekonferenz gestern haben Urs Fischer und die Berliner Medien ihren Diskurs über die Ansprüche, Ergebnisse und Leistungen von Union im Rennen um den Aufstieg fortgesetzt. Dabei gibt es dabei eigentlich gar keine verschiedenen Meinungen. Schließlich sind sich alle einig, dass es der Aufstieg für Union im Rest der Saison das einzige Ziel ist, um das es geht. Und dass dieses Ziel zu erreichen aus der aktuellen Ausgangsposition heraus sehr möglich ist. Oder wie es Christian Arbeit in einem poetischen Anflug sagte: “Auf die Schönheit der Chance.” (Das klingt nicht nur wie ein früher Tomte-Song, sondern ist auch einer.)

Wie der Zufall es will, liegt eins der Spiele von Union gegen Regensburg ziemlich genau sechs Jahren zurück.

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