Wenn der Tabellenrechner glüht und die Sehnsucht nach einfachen Antworten steigt

“Vielleicht hätte ich noch ein paar Windeln mitbringen sollen”, sagte mein Freund Jan gestern Abend vor dem Fantreffen mit Trainer André Hofschneider. Er hat die bewundernswerte Eigenschaft, in hektischen Zeiten die Ruhe zu bewahren. Und er kann die teilweise hysterisch geführten Diskussionen und die Sehnsucht nach einfachen Antworten schlicht nicht nachvollziehen. Der Abstiegskampf und die Tabellenkonstellation würden dazu führen, dass die Leute das Wasser nicht halten können. Vermutlich glüht der Kicker-Tabellenrechner schon, so krampfhaft versuchen wir alle herauszufinden, wie viele Punkte zum Nichtabstieg reichen (Mein Tipp: 43). “Wenn die Mannschaft die nächsten beiden Partien verliert, kannste mir zumindest ein paar Windeln mitbringen”, sagte ich. Dann ist nämlich meine persönliche Panik-Grenze überschritten.

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Mal sehen, ob André Hofschneiders Ehrgeiz auf das Team abfärbt

Bei Union ist mit dem Sieg gegen Sandhausen erst einmal Ruhe eingekehrt. Die großen Zweifel sind vielleicht noch nicht weg, aber sie sind nicht mehr so laut. Genau in diesem Zusammenhang habe ich übrigens auch André Hofschneiders Kommentar nach dem Spiel verstanden, als er dem RBB sagte:

“Ich werde die Woche der Mannschaft mal die Frage stellen, was sie denn eigentlich vorhat die nächsten zehn Spiele. Ob wir uns alle zwei Wochen treffen wollen und irgendwelche Maßnahmen ergreifen, um mit dem Rücken zur Wand wieder aus der Situation herauszukommen. Oder ob wir jetzt bereit sind, Woche für Woche an unser persönliches Limit zu gehen.”

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Zartbitter.

Es gibt Choreografien, die sagen laut und deutlich: Mehr ist mehr. Fünf Tore sind zum Beispiel mehr als vier. Zartbitter war er trotzdem, dieser letzte Heimspieltag. Rostock hin oder her, ich sehe nicht gern, wie Steffen Baumgart vor Verzweiflung seine Mütze isst.