Blog State of the Union

Announce Trimmel

In einer Woche ohne Spieltag an ihrem Ende scheint die Mannschaft von Union im Training Spaß zu haben. Zumindest sieht es auf ein paar Schnipseln, die der Verein in den sozialen Netzwerken teilt, so aus:

Im RBB gibt es ein Interview mit Christopher Trimmel. Darin spricht er gewohnt reflektiert und sympathisch über den Fußball und die Pandemie. Und betont mit Blick auf die sportliche Situation, dass Union in dieser Saison nicht nur weit über den Erwartungen, sondern auch den eigentlichen Verhältnissen spielt. Und er sagt, dass es noch nichts über eine Vertragsverlängerung zu vermelden gibt…

Dagegen wurde Dirk Zingler wenig überraschend erneut als Präsident des 1. FC Union Berlin gewählt, bis 2025 (Vereinsmeldung ).

Mit einem Einsatz gegen Wolfsburg würde Christopher Trimmel, der seit 2014 für Union spielt, in der Liste der Unioner mit den meisten Einsätzen übrigens auf Platz 10 aufschließen. Er würde dann mit seinem 227. Spiel zu Olaf Reinhold (Profil bei Immerunioner) aufschließen, der in den 80er Jahren ebenfalls als Außenverteidiger für Union aktiv war. Und auf dieser Position könnte Trimmel in dieser Saison auch noch Ronny Nikol überholen. Und von mir aus darf er sehr gern in der nächsten Saison auch noch Christian Stuff, Jan Glinker, Micha Parensen und Wolfgang Matthies einholen.

Außerdem stand vor dem Spiel gegen Wolfsburg Robin Knoche den Medien zum Gespräch zur Verfügung und entsprechend im Mittelpunkt des Interesses. Der Kurier betont dabei den Umstand, dass es sein kann, dass Knoche der einzige Innenverteidiger im aktuellen Kader ist, der auch in der kommenden Saison noch bei Union spielt. Dass dem so sein wird, ist dafür einigermaßen sicher.

Das ist gut, nicht nur weil Knoche in dieser Saison fast immer gespielt hat. Sondern weil er seine Sache dabei auch sehr gut gemacht hat. Schaut man auf seine individuellen Statistiken, zeigt sich, dass Knoche es sehr oft schafft, Gegenspieler unter Druck zu setzen. Dazu trägt natürlich auch Unions Spielsystem bei, das defensiv auch darauf ausgelegt ist, gegnerische Angriffe in der Restverteidigung aufzureiben. Aber dazu braucht es eben Spieler, die das dann auch umsetzen können, und Knoche ist einer von ihnen. Denn auch seine Erfolgsquote bei solchen Defensivaktionen ist verglichen mit anderen Innenverteidigern sehr gut. Dazu kommt, dass er ebenso wie Marvin Friedrich selten gelbe Karten bekommt (der Kurier hebt da auch seine durchaus beeindruckende Karriere-Statistik hervor). Und, dass Knoche insbesondere bei langen Bällen sehr gute Quoten hat und im Spielaufbau allgemein sicher ist.

Das sind die weiteren Medienberichte:

Unterdessen wissen wir noch nicht, wie schwer die Verletzung von Cedric Teuchert wirklich ist. Der Kurier berichtet, dass sich die Diagnose noch verzögert, weil die Bilder von Teucherts Knie nach dem Spiel gegen Bremen noch keinen klaren Aufschluss geben konnten. Am Freitag soll es demnach einen weiteren Versuch geben festzustellen, wie schwer er sich verletzt hat.

Union vor dem Saisonfinale

Vor dem spielfreien Wochenende und den letzten drei Saisonspielen ist Union in der Bundesliga in der eigentlich ja sehr angenehmen Situation, seine Ziele erreicht zu haben und nun gegen Wolfsburg, Leverkusen etc Mannschaft ärgern zu können, die in der Tabelle noch vor einem selbst stehen, aber auch andere Erwartungen und zumindest im Fall von Wolfsburg auch noch enge Konkurrenz um eine wichtige Platzierung, in dem Fall in der Champions League haben. Dagegen hat Union gegen Stuttgart und Bremen die “gewinnbaren” Spiele im Schlussviertel der Saison tatsächlich gewonnen, fünf Punkte Vorsprung auf den nächsten Verein in der Tabelle und kann einfach spielen und schauen, was dabei herauskommt.

Während mich das Stichwort ‘Europapokal’ übrigens schon gereizt hat, habe ich mich zuletzt doch auch gefragt, ob das in Bezug auf die “Europa Conference League” überhaupt angebracht ist. Denn rund um die Chimäre der Super League wurde ja auch viel darüber gesprochen, wie wichtig die Tradition und das daraus entstandene Prestige bestimmter Wettbewerbe ist, um diesen Bedeutung zu geben. Beides hat dieser neue, von der UEFA ohne Bezug auf irgendetwas gegründete Wettbewerb natürlich nicht. Wird er sich also genauso sinn- und profillos anfühlen wie die “Nations League” für Nationalmannschaften? Wird allein der exotische Umstand, gegen internationale Vereine zu spielen für einen Esprit des Wettbewerbs reichen, oder wird der sich doch eher anfühlen wie eine Erweiterung des Baltic Sea Cup? Lassen wir uns überraschen, im besten Fall an uns selbst.

Und sonst so

In der Pandemie haben manche Leute Zeit (und das nervliche Bedürfnis), lustige Ideen umzusetzen. Zum Beispiel durch Stricken:

Und Union berichtet auf seiner Webseite über die Aktion “Eisern statt einsam” der Union-Stiftung, des Eisernen V.I.R.U.S. und des Wirtschaftsrates, in deren Rahmen Unioner:innen seit Dezember die Berliner Tafel unterstützen und Bedürftigen jeden Dienstag zwischen 13 und 15 Uhr eine warme Suppe bekommen können. Die Profimannschaft hat dieser Aktion eine Spende von 3000 Euro zukommen lassen.

9 Kommentare zu “Announce Trimmel

  1. Wie? Kein Wort zu DFB-nazigate? Etwa weil DZ noch keinen gastkommentar dazu geschrieben hat?

    • @uli49 Du hast es voll durchschaut. Und der State of the Union ist heute auch nur so spät erschienen, weil die thematischen Vorgaben aus dem Forsthaus erst am Nachmittag bei uns ankamen …

    • Steffi (Blogkontroll-Instanz 1. FC Union Berlin)

      @Sebastian: Lese ich da Kritik am Verein?

    • @steffi Tut mir leid. Kommt nie wieder vor. Ich komme morgen vorbei, um als Wiedergutmachung den Parkplatz des Präsidentenmit mit der Zahnbürste zu reinigen.

    • @Uli49 Es mag überraschend sein, aber ich habe nicht bei allen Themen in der (Fußball)-Welt das Bedürfnis, etwas beizutragen. Und das Thema ist erstens breit genug aufgegriffen worden, und zweitens nicht so, dass wir da momentan viel beizutragen hätten.

  2. Die Worte von Trimmel im rbb-Interview klangen für mich irgendwie nach Abschied. Leider.

    • Senfbeilage

      Muss ich dir leider zustimmen. Recht neutral, abgeklärt und wenig zuversichtlich. Würde mir sehr weh tun, wenn man diesen Mann nicht in einem vollen Stadion gebührend verabschieden darf. Für mich mittlerweile auf und neben dem Platz auf einer Höhe mit Parensen. Angenehm distanziert vom “Fußballzirkus” ohne sich selbst als Profi-Fußballer zu verleugnen, immer mit dem nötigen Draht zur Gesellschaft und glaube einer der wertvolleren Puzzle-Stücke für den Zusammenhalt der Mannschaft! Herrjeeeh….

  3. Tja, irgendwann kommt der Wechsel. Den richtigen Zeitpunkt zu finden, wird schwer. Als nächsten Langzeitunioner sehe ich Grischa Prömel.

    • Spätestens in einem Jahr werden wir uns an mindestens 5…10 NEUE gewöhnen müssen! Das will ich aber nicht!😨
      Fast eine “Generation” habe ich im Stadion nie Spielen sehen!😱
      u.n.v.e.u.

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