So sehen laut Kurier die Planungen für das Nachwuchsleistungszentrum aus

Was die Spekulation rund um den Baustopp für Fanhaus und Internat des Nachwuchsleistungszentrums betrifft, bringt der Kurier sehr viel Licht ins Dunkel der Spekulation. So soll das Nachwuchsleistungszentrum am Bruno-Bürgel-Weg entstehen, wenn es nach den Wünschen aller Beteiligten geht. Union könnte dort eine Industrie-Brache zum Nachwuchsleistungszentrum inklusive Internat entwickeln und hätte auch noch links und rechts Sportplätze.

Physiotherapie und Wäscherei des Nachwuchs-Leistungszentrums am Bruno-Bürgel-Weg, Foto: Matze Koch

Nachteil: Das Gelände liegt 3 Kilometer von der Alten Försterei entfernt. Aber von einem Standort, der alles an einem Ort vereint, musste man sich spätestens verabschieden, als klar wurde, dass der Mellowpark keine Option ist. Vorteil ist, dass genügend Platz vorhanden ist und keine Rücksicht auf Naturschutzgebiete oder durch Untätigkeit entstandene Waldstücke genommen werden muss. Das wäre der Fall bei einem Grundstück im oder am FEZ gewesen.

Sollte das Nachwuchsleistungszentrum tatsächlich am Bruno-Bürgel-Weg entstehen, dann wäre das geplante Internat in der Hämmerlingstraße obsolet und an dieser Stelle könnte das Fanhaus entstehen. Ob und wie das mit der Abseitsfalle zusammenpasst, steht auf einem anderen Blatt. Das Gelände des ehemaligen Lidl-Supermarktes stünde für eine Bebauung mit Büroflächen für die Angestellten des 1. FC Union bereit (eine Option, die schon zur Diskussion stand, bevor dort das Fanhaus entstehen sollte).

Rasenplatz am Bruno-Bürgel-Weg 63, Foto: Matze Koch

Ich hoffe, dass die endgültige Entscheidung über das Nachwuchsleistungszentrum noch vor der Abgeordnetenhaus-Wahl im September getroffen wird. Gespannt bin ich über die Art und Weise, wie das Grundstück auf Union übergehen soll (Kauf, Erbbaurechtsvertrag oder was ganz anderes). Und auch wie der Bau des Nachwuchsleistungszentrums finanziert werden soll (wir erinnern uns, dass Union ursprünglich 3 Millionen Euro aus Lotto-Mitteln beantragen wollte, die erst für das Stadion und dann später für das Nachwuchsleistungszentrum ins Auge gefasst wurden). Es wird auf jeden Fall sehr spannend.

Bleiben wir beim Thema Bau: Die Bild berichtet, dass Union-Trainer Jens Keller weiter im Hotel lebt, weil seine Wohnung immer noch nicht fertig ist.

Podcast

Der Podcast zum ersten Zweitligaspiel bei Bochum (1:2) ist online. Wir debattieren, ob das nun trotz Niederlage ein Mut machendes Spiel war oder nicht. Spoiler: Irgendetwas dazwischen. Unsere Diskussion über den Baustopp bei Fanhaus und Internat hat dagegen die Aktualität überholt.

3 Gedanken zu „So sehen laut Kurier die Planungen für das Nachwuchsleistungszentrum aus

  1. Das Wohnhaus in der Hämmerlingstr. eignet sich in meinen Augen nicht wirklich gut für ein Fanhaus. Wo sollen denn da Veranstaltungen stattfinden?

    Fragen zum NLZ: Wie sieht das aktuelle Konzept aus? Gibt es überhaupt schon eins und was wird denn in einem NLZ außer Sportplätzen und Umkleiden noch so benötigt? Würde mich interessieren.

  2. Zum Nachwuchsleistungszentrum. Das hat ja nicht nur ein Konzept, sondern wird ja auch schon so gelebt, dass es mit drei Sternen zertifiziert wurde. Findet sich alles hier. Und ja, es gehört mehr dazu, als Umkleide und Sportplätze. Es geht hier um eine 24/7-Rundumbetreuung und -ausbildung. Es gehört das Internat dazu, Lernräume, Physio, Erholungsräume, Wäscherei, etc.

  3. Vielen Dank für die Antwort. Mit Konzept meinte ich eigentlich eine etwas detailliertere Aufstellung, also bspw.. die benötigte Platzanzahl, Flächenbedarf, Räumlichkeiten, Personalbedarf, was fehlt bisher, wo liegen die Nachteile von 2 Standorten bzw. Vorteile eines Standortes. Kann man die DFL-NLZ-Richtlinien eigentlich irgendwo nachlesen? Hab mal gehört, dass die Zertifizierung eher so eine Ankreuzübung auf nem Fragebogen ist!?

    Beim Internat hatte ich eher gedacht, dass das für hochtalentierte Jugendliche von außerhalb von Berlin gedacht wäre (9 Plätze geplant?), die hier (bisher) keine Übernachtungsmöglichkeiten haben. In Leverkusen wird das wohl seit Jahren erfolgreich über Gastfamilien abgewickelt. Eine gute Variante, wie ich finde.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.