Warten auf Entscheidungen

Mir geht es mit Union gerade ein bisschen wie ein paar Wochen vor den Zeugnisausgabe in der Schule. Jeder in der Klasse hat sein Bestes gegeben und hat ungefähr eine Ahnung, wo er steht. Und doch war die Zensurenkonferenz der Lehrer noch nicht. Es besteht also rein theoretisch noch die Möglichkeit, eine Note leicht zu verbessern und damit aus dem roten Bereich zu kommen.

Sascha Lewandowski hat jede Woche eine Prüfung für die Klasse das Team gehabt und manche haben sie ganz gut hinbekommen, manche weniger gut. Aber es herrscht zu wenig Konstanz. Außerdem vergessen einige bei Klassenarbeiten, die Rückseite des Aufgabenblattes. Da hilft es halt nichts, wenn die Vorderseite zu hundert Prozent richtig ist. Am Ende stimmt das Ergebnis nicht. Kurz: Einige Spieler sind versetzungsgefährdet und das aus verschiedenen Gründen.


Foto: Stefanie Fiebrig

Die BZ/Bild verdichtet mit einem Wechselgerücht zum Winter das, was viele bereits sehen können: Christopher Quiring hat eine richtige Durststrecke hinter sich. Ganz bitter dabei: Eigentlich wäre die aktuelle Taktik des konsequenten Konterspiels etwas für den Außenspieler. Doch da Union vorne keine großen Angreifer mehr drin hat, benötigt Lewandowski Außenspieler, die wie Außenstürmer mit eigenem Zug zum Tor agieren. Und hier sticht Steven Skrzybski eben Quiring aus.

Mir ist bis heute nicht klar, ob Quiring ein Opfer seines eigenen eindimensionalen Spiels (schnell auf der Außenbahn) geworden ist oder ob die verschiedenen Trainer (Neuhaus, Düwel und jetzt Lewandowski) ihn einfach nicht weiterentwickeln konnten. Quiring selbst hätte schon im vergangenen Sommer 2014 den Verein verlassen, wenn Neuhaus als Trainer geblieben wäre. Aber egal, wie viel jetzt an dem aktuellen Wechselgerücht tatsächlich dran ist, sportlich wäre ein Wechsel aus Quirings Perspektive dringend notwendig.


Foto: Stefanie Fiebrig

Der Kurier hat übrigens die Treffer aus dem Trainingsspiel, das kein offizielles Testspiel war, gegen den BAK gestern. Und wer die Bild vor sich hat, erfährt noch, dass Benjamin Kessel bei der 1:3 Niederlage auch noch einen Elfer verschossen hat.

Eroll Zejnullahu war da nicht dabei, weil er bei der Nationalmannschaft ist, die am Freitag gegen Albanien ein Länderspiel spielt, das auch nicht offiziell ist, weil Kosovo nur Freundschaftsspiele machen darf.

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Ein von Eroll Zejnullahu (@erollzejnullahu) gepostetes Foto am

Ein Gedanke zu „Warten auf Entscheidungen

  1. Das Bild Skrzybski vs. Quiring finde ich nicht ganz gelungen. Besser hätte in meinen Augen der Name Brandy gepasst. Lewandowski will ja eher nicht auf Konterfußball setzen (auch wenn er es aktuell macht) und zieht daher Brandy Quiring vor bzw. Trimmel oder Kessel als defensivstärkere Außenbahnspieler. Warten wir mal die nächsten Spiele ab, ob Quiring zum Einsatz kommt und sich die Spekulation in Luft auflöst, oder ob nicht und somit eine Leihe sinnvoll erschiene.

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