Dominic Peitz ist nicht Messi und Michael Parensen nicht aus der Region.

Auch wenn sich in dieser Woche viele Fragen dem Spiel gegen Hertha BSC unterordnen, werden die Punkte voraussichtlich in anderen Spielen geholt. Möglicherweise zuhause gegen Osnabrück. Hoffentlich mit Michael Parensen und Dominic Peitz. Beide sind angeschlagen, beide waren trotzdem gestern beim Fantreffen in der Q-Bar. Die ersten, weil drängendsten Fragen galten natürlich der Einsatzfähigkeit beider Spieler. Und nein, Gewissheit darüber gibt es nicht.

Direkt von der ärztlichen Untersuchung kommend sagte Michael Parensen “Der einzige Punkt: Ich muss damit klarkommen. Alles andere hilft nicht, sie können nicht viel machen. Das ist irgendwie eine ganz blöde Stelle, wir sind uns noch nicht ganz im Klaren, warum ich dort Schmerzen habe. Fest steht, dass ich´s immer wieder hab, und mich das im Spiel immer mal wieder behindert. Aber wir werden alles versuchen, dass es eventuell bis zum Wochenende klappt, aber ich allerspätestens zum Heimspiel gegen Osnabrück wieder auf dem Platz stehe. Ich werde auf die Zähne beißen und alles versuchen, was möglich ist.”

Bei Dominic Peitz verhält es sich ähnlich. Sein Auge ist nach wie vor leicht lädiert. Eine neue Maske aus Hartplastik und einem Silikonüberzug wurde bereits angefertigt, nachdem die Carbon-Maske offenbar das Gegenteil von Schutz bot. “Ich hoffe, dass sie funktioniert.” – Klar ist aber auch “Zwei Wochen dauert so ein Nasenbeinbruch. Die Gefahr besteht darin, dass, wenn ich nochmal was auf die Nase bekomme, ich dann langfristig ausfalle. Ich weiß nicht, ob ich in den sauren Apfel beißen muss und am Samstag nicht spielen kann. Aber auch ich werde alles dafür tun, dass ich spielen kann.”

Der weitere Verlauf des Abends war vor allen Dingen unterhaltsam. Michael Parensen kannte Nina Hagens “Du hast den Farbfilm vergessen” nicht und entschuldigt sich mit “Ich komm nicht aus der Region.” Charmanter hat noch nie jemand “Ich bin nicht aus´m Osten” gesagt. Dominic Peitz wunderte sich noch immer ein bißchen über die Fair-Play-Medaille der Deutschen Olympischen Gesellschaft, mit der er ausgezeichnet worden war. “Ich wollte damit gar nichts ausdrücken, ich hab mich einfach bloß an die Regeln gehalten”, meinte er rückblickend über seine Aktion, die die gelbe Karte für Gegenspieler Chong Tese verhinderte. Von Moderator Tino Czerwinski mit der Tatsache konfrontiert, er sei zwar nicht so gut wie Messi, aber im Grunde viel beliebter, gelangen beiden, Peitz  und Czerwinski, nur mühsam ein würdevolle Gesichter. “Wir haben den Glücksfall, dass beim Fußball 11 Spieler in einer Mannschaft stehen. Ich habe 10 Kameraden, die meine Schwächen wettmachen, das sind schon mal 10 mehr als bei einem Tennisspieler.”

So ganz kam man dann um das Derby-Thema doch nicht herum. Die Stimmung in der Mannschaft, Dominic Peitz? “Ob wir jetzt 12 Verletzte haben oder 15 oder die A-Jugend da hinschicken müssen, ist uns relativ wurscht – wir wollen das Spiel gewinnen, das steht fest. Wir werden uns nicht verrückt machen lassen. Lasst uns einfach das Spiel spielen!”

12 Gedanken zu „Dominic Peitz ist nicht Messi und Michael Parensen nicht aus der Region.

  1. Wenn Peitz nicht eisern ist, wer dann? Allein die letzte Aussage. Besser kann man es nicht sagen.

  2. Entscheiden sie sich!
    “nur mühsam ein würdevolles Gesicht”
    oder
    “nur mühsam würdevolle Gesichter”

    ich war nicht dabei, kann die Würde in ihren Gesichtern
    ex post leider nicht beurteilen.

    Danke aber für den unterhaltsamen Text.
    Sowas tut gut, denn Unioner müssen zwar nicht gewinnen,
    aber sie sollen auch keine Kinder von Traurigkeit sein…

  3. Vielleicht sollte man das Phrasenschwein schlachten um Micha mal zu H-W M-W schicken zu können?

  4. @Y. ach, der vadder von der einen, die da mit dem lothar … erzähl´s auf bild-der-frau-niveau, und ich versteh es sofort :)

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