“Wer meint, dass Sandhausen Favorit ist, hat keine Ahnung von Fußball”

In den Aussagen von André Hofschneider vor dem Spiel gegen Sandhausen ging es gestern noch immer vor allem um die Niederlage gegen Braunschweig. Eine Erklärung für die schwache Leistung dort gab es dabei aber nicht zu hören. Dafür richtete Hofschneider Appelle an seine Mannschaft, sich am Wochenende anders zu präsentieren.

André Hofschneider schaut auf seine Mannschaft, Photo: Matze Koch

Weiterlesen

Wir sollten alle viel deutlicher machen, welchen Fußball wir wollen

Es wäre jetzt billig, den geplanten Protest beim Auswärtsspiel in Leipzig (der Kurier bezeichnet den Protest schon als Tradition) als “bringt ja eh nichts” einfach abzutun. 15 Minuten sollen die Ränge des Gästeblocks im Zentralstadion zu Anpfiff leer bleiben. 15 Minuten, die zeigen sollen, was passiert, wenn das Projekt Red Bull in Deutschland Vorbild für eine ganze Bewegung an Klubs wird, und die Liga zu einer seelenlosen Veranstaltung verkommt. Wobei wir in Deutschland vielleicht auch ohne Red Bull schon auf einen Weg dorthin sind, wenn ich die “Zukünftige strategische Ausrichtung der Bundesliga” zur Erhöhung ihrer Einnahmen und zur Minimierung ihrer Risiken richtig deute. Initiiert vom sich selbst als Malocherklub bezeichnenden FC Schalke 04.


Foto: Matze Koch

Weiterlesen

Teve203 – Kaiserslautern ist wie Hoyerswerda. Nur mit Betzenberg.

Die Idee lag nahe: Kaiserslautern mit der Leipzig-Taktik besiegen. Aber zack! Kommt die Realität an und streckt die Zunge heraus. Union verliert 0:1. Weil der FCK sich geschickt angestellt hat und den Jungs von Norbert Düwel offensiv nicht viel einfiel.

Foto: Matze Koch auf Instagram

On Air:

avatar Stefanie Fiebrig Amazon Wishlist Icon
avatar Sebastian Fiebrig Paypal Icon Amazon Wishlist Icon

Intro

00:00:00

Das 0:1 in Kaiserslautern

00:04:40

Verabschiedung

00:26:59

Bewertet unseren Podcast oder schreibt Rezensionen bei iTunes oder auf Panoptikum.io

Ihr könnt den Textilvergehen-Podcast auch bei Spotify oder Deezer hören und abonnieren.

Keine Episode mehr verpassen!

Markus Karls Signal: Es reicht nicht

Pruuuuust! Das war meine Reaktion heute morgen, als ich die Meldung von Bild und Kicker las, dass Markus Karl den 1. FC Union noch in der Winterpause für eine niedrige sechsstellige Summe verlassen würde. Ich musste mir noch einen Kaffee machen. Und ganz ehrlich, das war dabei mein geringstes Problem.


Foto: Koch
Weiterlesen

Teve130 – Hätte, hätte Fahrradkette.

Gleiche Elf wie beim 2:0-Sieg in Dresden und trotzdem nur ein 0:0 gegen Aalen. Wo liegt eigentlich Aalen? Genau dort. Wir sind uns aber einig, dass das Problem des 1. FC Union nicht die nichttreffenden Stürmer sind. Auch andere Spieler können Tore schießen. Andere Schiedsrichter hätten in dem Spiel auch durchaus den einen oder anderen Elfmeter geschossen. Gero, Hans-Martin und Sebastian landen am Ende bei der guten alten Spielplatzweisheit: Hätte, hätte Fahrradkette.


Foto: Koch

On Air:

avatar Sebastian Fiebrig Paypal Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Gero Langisch Amazon Wishlist Icon
avatar Hans-Martin Sprenger Amazon Wishlist Icon

Wir stellen uns die Systemfrage und antworten wie Uwe Neuhaus: KokoloresBjörn Jopek ist der Musterschüler in der Klasse des 1. FC UnionTijani Belaid wird dagegen wohl die Schule wechseln. Wir nehmen leise AbschiedKein Gepusche, hier grätscht TuscheGero erklärt die Pinkel-PhilosophieKurz und knapp: Jopek und Göhlert ersetzen als Doppelsechs den gesperrten Markus KarlGero will Derbytickets, muss aber arbeitenBeitragserhöhung für Union-Mitglieder.

Bewertet unseren Podcast oder schreibt Rezensionen bei iTunes oder auf Panoptikum.io

Ihr könnt den Textilvergehen-Podcast auch bei Spotify oder Deezer hören und abonnieren.

Keine Episode mehr verpassen!

Teve073 – UNglaublich! UNfassbar! UNvergleichlich! UNion!

Alles wird gut. Auch die Ergebnisses des 1.FC Union. Beseelt sitzen wir nach dem schönen 3:0 Sieg über Paderborn zusammen und lassen die Kasse des Phrasenschweines klingeln. Denn nichts macht erfolgreicher als Erfolg. Oder zufriedener. Thematisch hangeln wir uns am Spiel entlang, reden über die Tore von Christian Stuff und Christopher Quiring. Glücklich machen uns die aktiven Außenspieler, unter anderem bedingt durch das Comeback von Michael Parensen und der taktischen Versetzung von Christoph Menz, die das flügellahme Spiel in Essen verblassen lassen. Kilian Pruschkes Debüt finden wir gut. Vor allem, wenn man bedenkt, welches Stigma Herthas U23-Keeper Sascha Burchert nach seinem Profidebüt anhaftet. Es ist aber auch nicht alles toll. Die Abstimmungsprobleme in der Rückwärtsbewegung hat Paderborn nicht ausgenutzt. Geteilter Meinung sind wir auch über das Transparent "UNzufrieden", das in Anspielung auf die Initialen von Cheftrainer Uwe Neuhaus vor dem Spiel gezeigt wurde. Das macht aber nichts, denn nach dem Spiel sind wir alle unzufrieden. Abseits vom ersten Saisonsieg reden wir über die Ehrung von Keeper Marcel Höttecke als "Unioner des Jahres" und was das über die Leistung in der letzten Saison aussagt. Im Nachklapp zu den im letzten Podcast benannten Baustellen betrachten wir deren Schließung und überlegen, was der Einsatz des aussortierten Jérôme "der macht nie wieder ein Spiel für Union" Polenz beim Saisonauftakt der U23 über dessen Perspektive im Verein aussagt.

On Air:

avatar Sebastian Fiebrig Paypal Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Stefanie Fiebrig Amazon Wishlist Icon
avatar Robert Schmidl Amazon Wishlist Icon
avatar Hans-Martin Sprenger Amazon Wishlist Icon
Bewertet unseren Podcast oder schreibt Rezensionen bei iTunes oder auf Panoptikum.io

Ihr könnt den Textilvergehen-Podcast auch bei Spotify oder Deezer hören und abonnieren.

Keine Episode mehr verpassen!

Teve068 – Spielercheck

Die Saisonvorbereitung ist schon vier Testspiele alt. Neben Lichtenberg 47 (5:0), wurden Viktoria Seelow (10:1), Germania Schöneiche (4:3) und Pogon Szczecin (1:0) besiegt. Im Podcast geht es uns aber um die vier Neuzugänge. Die Themen:
  • Marc Pfertzel verdrängt Christoph Menz
  • Markus Karl eröffnet Optionen
  • Patrick Zoundi hat keine Malaria
  • Simon Terodde beherrscht den Strafraum
Auf das fünfte Thema hätten wir gerne verzichtet:
  • Wer ersetzt Torsten Mattuschka?

On Air:

avatar Sebastian Fiebrig Paypal Icon Amazon Wishlist Icon
avatar Stefanie Fiebrig Amazon Wishlist Icon
avatar Robert Schmidl Amazon Wishlist Icon
avatar Hans-Martin Sprenger Amazon Wishlist Icon
avatar Mathias Bunkus
Bewertet unseren Podcast oder schreibt Rezensionen bei iTunes oder auf Panoptikum.io

Ihr könnt den Textilvergehen-Podcast auch bei Spotify oder Deezer hören und abonnieren.

Keine Episode mehr verpassen!

Zum Angriff bereit.

Das gewonnene Testspiel gegen Pogon Szczecin (1:0 durch Neuzugang Markus Karl) wollte Trainer Uwe Neuhaus nutzen, um langsam seine Stammelf zu formen. Die Aufmerksamkeit zog allerdings nicht das Spiel auf sich. Die polnischen Fans stellten sich selbst in den Mittelpunkt und ließen erahnen, wie der Schwerpunkt der Berichterstattung vor der Europameisterschaft 2012 in Polen und der Ukraine aussehen wird.

Extra für die verspäteten Fans aus Szczecin wurde der Anpfiff um 30 Minuten nach hinten verschoben. Kurz nach Anpfiff gab es Probleme, als die nachrückenden polnischen Fans den Eintritt nicht zahlen wollten. Teilweise wurde in Zloty bezahlt, am Ende wurden sie ohne Eintritt durchgelassen. Die Situation eskalierte in einem Pfefferspray-Einsatz, der sowohl Polizei als auch Fans traf. Eltern mit Kindern, die den Fanblock verlassen wollten, durften auf die Sitzplatztribüne. Ein erschreckendes Bild des Gewaltexzess: Bei einer Schlägerei unter den polnischen Fans wird der bereits zu Boden gegangene Gegner noch mehrfach mit dem Fuß gegen den Kopf getreten.

Die Situation beruhight sich erst zur Hälfte der ersten Halbzeit. Die Fans hängen Zaunfahnen auf. Auf einer steht: “Elite Wyjazdow – Na atakcje gotow!” (Elite Reisen – Zum Angriff bereit!) Der Eindruck, dass sich hier das hässliche Gesicht der deutschen Fanszene der 80er und 90er Jahre zu Gast ist, bleibt. Zumal der glücklose John-Jairo Mosquera noch mit Affenrufen verunglimpft wird.

Als Markus Karl nach einer hübschen Freistoßvariante von Mattuschka das 1:0 köpft, gibt es kein Halten mehr. Allerdings wieder im polnischen Block. Neben den üblichen bengalischen Feuern, werden mehrere starke Böller auf das Spielfeld geworfen. Die Ordner bringen sich in Sicherheit. Bundesligaschiedsrichter Felix Zwayer unterbricht die Partie. Unverständlich, dass die Ultras von Union in dem Moment rufen: “Pyrotechnik ist kein Verbrechen!” Der Initiative “Pyrotechnik legalisieren” erweist sie damit keinen Dienst. Denn diese ächtet aufgrund der Verletzungsgefahr Böllerwürfe im Stadion und setzt sich bei DFB und DFL für kontrolliertes Abbrennen von Pyrotechnik ein.

Während in deutschen Stadien in solchen Momenten Spieler und Verantwortliche auf die Fans zugehen, um sie zu beruhigen, ist hier der Schiedsrichter das Ziel der Spieler. Alles sei nicht so schlimm. Zwayer ist allerdings nicht gewillt, sich in Verhandlungen zu begeben. Als Szczecins Trainer Marun Sasal seinen Spieler Blazej Radler nach der Auswechslung zur Halbzeit in der Mitte der zweite Hälfte wieder einwechseln will, bricht es aus ihm heraus. Er schreit den Trainer an: “Do you understand, what I say? If you don’t accept my decisions, you won’t play here anymore!”

Lust auf die Europameisterschaft im nächsten Jahr kommt nicht auf. Die Fans in Polen sehen sich massiven Repressionen ausgesetzt. Ob das die jeweils richtigen Antworten auf die Probleme in den Stadien in Polen sind, sei dahingestellt. Argumente für eine Lockerung der Maßnahmen lieferten die Fans aus Szczecin jedenfalls nicht. Uwe Neuhaus gab sich im Gespräch nach dem Spiel sehr unaufgeregt: “Ich finde es nicht so schlimm. Wenn man sich in Europa umguckt, ist das fast Gang und Gebe. Die Fans haben in jedem Spiel eine solche Phase, in denen zwei Minuten auf sie geachtet wird. Und diese Zeit sollen sie bekommen.” So kann man das sicher sehen. Allerdings grenzen solche Vorfälle diejenigen aus, die Fußball in einer Atmosphäre sehen wollen, die sich nicht in den Extremen Hooliganismus oder Langnese-Familienblock bewegt.

Update: Ein Video, dass die polnische Sicht zeigt. Ohne die ganzen negativen Erscheinungen, die im Text beschrieben wurden. Dafür ist sichtbar, wie die Böllerwürfe auf die Person wirkten, die die Kamera hielt. (Danke für den Hinweis an @mycrsoft)

Wie man Eindrücke gewinnt.

Das erste Training nach der Sommerpause ist traditionell öffentlich. Es dient vor allem dazu, sich mit den neuen Gesichtern vertraut zu machen. Eindrücke von der spielerischen Qualität der Mannschaft gewinnt der Zuschauer daraus selten. Um so interessanter ist das Trainergespräch im Anschluss. Den Medienvertretern stand ein sichtlich erholter, ungewohnt offener Uwe Neuhaus Rede und Antwort. Sein Saisonfazit fiel dabei sehr persönlich aus.

Der für alle Positionen ausgerufene Konkurrenzkampf schließt die Torhüterposition ein. Die Situation in der letzten Saison habe beiden Torhütern nicht gut getan, so Uwe Neuhaus. Hier möchte er dieses Mal frühzeitig klare Verhältnisse schaffen.

Konkurrenz ganz anderer Art erhält Ahmed Madouni, der gestern nicht dabei war. Mit Marc Pfertzel und Patrick Zoundi verstärken zwei weitere Französisch-Muttersprachler das Team. Auf seinen Akzent angesprochen versichert Marc Pfertzel allerdings glaubhaft “isch mache das nischt absischtlisch”.

Simon Terodde

[audio:http://www.textilvergehen.de/audio/2011_06_13_terodde.mp3]
Markus Karl

[audio:http://www.textilvergehen.de/audio/2011_06_13_karl.mp3]

Marc Pfertzel

[audio:http://www.textilvergehen.de/audio/2011_06_13_pferzel.mp3]

Uwe Neuhaus

[audio:http://www.textilvergehen.de/audio/2011_06_13_neuhaus.mp3]