Sweet home Köpenick.

Der Saisonauftakt hätte schlechter sein können. Eroll Zejnullahu im richtigen Rot, Berkan Taz mit Schwung, Sebastian Polter gut zu Fuß und ein Union-Trikot im Stil von Dirk Zinglers Sakko. Ich freu mich auf die neue Spielzeit.

Denkmal und Legenden.

Vor dem Stadion steht seit heute ein Denkmal, das an Unions größten Erfolg erinnert – den FDGB-Pokalsieg von 1968. Einige der Männer, die damals gespielt haben, waren mit dabei, als das Denkmal enthüllt wurde. Sie sahen nicht aus wie Menschen, die finden, man müsste ihnen eines setzen. Dafür sind sie zu bescheiden, dafür ist es dann doch nur Fußball. Aber glücklich sahen sie aus. Wie kleine Jungs, die den Marmeladentopf stibitzt haben. Und vielleicht denken sie heute Abend kurz vor dem Schlafengehen, dass das doch ziemlich lässig ist.

Haken dran, und zurück auf Los!

Ich weiß, da ist noch ein Spiel übrig. Aber zum Glück keines mehr, auf das es ankommt. Und gleichzeitig mache ich mir klar, dass es in Hamburg Fußballvereine gibt, für die das ein normaler Saisonverlauf ist. Es scheint also alles eine Frage der Gewohnheit zu sein. Was man der zweiten Liga jedenfalls nicht vorwerfen kann: Langeweile.

Ich würde jetzt trotzdem am liebsten das Dresden-Spiel überspringen und wissen, wie Union vorhat, die nächste Spielzeit zu gestalten.

Enormer Kraftaufwand, und trotzdem nur ein Punkt gegen Heidenheim.

Es bleibt anstrengend. Gleichzeitig kann niemand der Mannschaft oder den Fans vorwerfen, nicht alles gegeben zu haben. Ich will, dass es vorbei ist. Ich will mich darauf freuen, dass Jan Glinker und Steffen Baumgart in der nächsten Spielzeit zu uns kommen. Ich hab genug von dieser Saison.

Kein Ponyhof.

Ich lebe mit den Dingen, die ich nicht ändern kann. Ich suche keinen Trainer, ich nehme den, der da ist. Weder kaufe noch verkaufe ich Spieler. Ich trage keinerlei Verantwortung für das, was bei Union passiert. Und exakt deshalb möchte ich von Zeit zu Zeit in die Bande beißen: Weil ich nicht, gar nicht, nullkommakeinbißchen Unterschied mache. Nur falls jemand fragt, warum ich so angespannt kucke.

Die Wiederauferstehung eines Fußballvereins

Wo ein Fußballverein in erster Linie als Wirtschaftsunternehmen betrachtet wird, können ohne weiteres zwei Vereine zwangsverheiratet werden, die eigentlich Stadtrivalen sind. So geschehen in Linz vor knapp 20 Jahren, als Blau-Weiß Linz und LASK Linz unter dem Namen LASK zusammengelegt wurden.

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Fußball und Macht beim 11mm Fußballfilm-Festival 2018

Am Donnerstag beginnt das 11mm-Fussballfilmfestival im Kino Babylon am Rosa-Luxemburg-Platz! Weil das praktisch schon überübermorgen ist, schreibe ich euch kurz auf, was ihr wissen müsst, und wir treffen uns dann im Kino, ok?

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Die Kirsche von der Sahne von der Torte geklaut.

“Vermutlich war das völlig korrekt mit dem Elfmeter”, habe ich nach dem Spiel zu Stefan gesagt. Und er so: “Auf gar keinen Fall!” Weil er nämlich Unioner ist, und weil Elfmeter gegen uns niemals korrekt sind.

Kein Fußballspiel ist so schlimm wie das Genöle danach.

Sagt Boone, und hat er Recht.

Emotional überfordert.

Ein befreiender Sieg zuhause. So einer, der aufatmen lässt. Damir verabschieden. Das drückt´n bißchen die Luft weg. Und dann muss das noch alles in ein Herz reinpassen.