Was nach dem Spiel gegen den VfB Stuttgart wichtig ist.

Jakob Busk. Roberto Puncec. Kristian Pedersen. Dennis Daube. Kevin Kenny Prince Redondo. Damir Kreilach. Collin Quaner. Felix Kroos. Steven Skrzybski. Steven Skrzybski. Steven Skrzybski. Christopher Trimmel. Toni Leistner. Stephan Fürstner. Philipp Hosiner. Simon Hedlund.

Es war so ein Spiel, das Menschen, die eigentlich lieber Blätter harken und beim Billard zukucken, plötzlich in wilder Liebe zum Fußball entbrennen lässt. Danke!

Bißchen freuen wird ja mal erlaubt sein!

Union gewinnt zuhause gegen St.Pauli, und ich bin seither ein wenig berauscht. Ihr könnt euch das “gegen Nürnberg gibt´s ´ne Klatsche” gerne noch ein paar Tage aufheben. Man hat ja immer Verwendung für Pessimismus. Aber heute möchte ich mich einfach bloß freuen: Über 9 Punkte aus einer englischen Woche, über einen schicken Hinrundenzwischenstand und darüber, dass Mario von den St.Pauli-Fans Sonnenblumen bekommen hat. Für Janine.

Drachenbootrennen 2016

Jetzt habe ich da so oft zugesehen, dass ich glaube, ich kann das auch. Nächstes Jahr muss ich auch niemanden mehr einschulen. Es wird Zeit für ein Boot. Arbeitstitel: Die Komischen aus dem Internet.

Testbilder vom Testspiel

Testspiel 1.FC Union Berlin - FC Utrecht

Aus Gründen, die mir später bestimmt einfallen, sind heute vor allem Porträts von Menschen entstanden, die im Stadion arbeiten, ohne Fußball zu spielen. Wenn das Stadion Sommerferien hat und die Testspiele vor kleinem Publikum stattfinden, fällt eigentlich erst auf, wieviele das sind. Die Leute vom Rettungsdienst, die Security, die mit den Brezeln und den Stadionheften. Und Gerd, der ganz skeptisch kuckt und jetzt nicht mehr an der Bande drehen muss.

Hier sind die neuen Fotos der Spieler, Trainer und Betreuer

Ein Mannschaftsfoto entsteht

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Der schönschrecklichste Fototermin einer jeden Saison ist der, an dem das neue Mannschaftsfoto und die Einzelporträts der Spieler entstehen. Schön daran ist, dass für einen Moment etwas sichtbar wird, das sonst nie zu sehen ist: Die gesamte Mannschaft.

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Zidane schweigt.

Ich lese während großer Turniere nicht gerne Fußballtexte, weil ich die meisten schon kenne. Immer gibt es einen Spieler, der unerträglich und damit überflüssiger Weise auch noch erfolgreich ist, und immer gibt es eine Mannschaft süß wie ein Baby-Eichhörnchen, und die Fans erst! Ich kuck den Quatsch seit mehr als zwanzig Jahren, ihr könnt mir nichts Neues mehr erzählen. Dachte ich.

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Mehrere Abschiede und ein hochanständiges, letztes Spiel.

Ich mag die Tradition, sich am letzten Spieltag in aller Form zu verabschieden. Sie ist gut, sie ist richtig, sie ist angemessen. Auch wenn ich jedes Mal heulen muss. Damit ich nicht ganz so sehr traurig bin, habe ich etwas sehr Schönes geschenkt bekommen. Ein schwarzes Trikot mit einer 1 drauf. Ich ziehe das an, und ich behalte es an. Daniel Haas. Ich bin zu anhänglich für Fußball. Wie eine Unionbank ohne Detlef Schneeweiß aussieht, kann ich mir auch nicht vorstellen. “Ich bin doch noch hier!”, tröstet mich Detlef. Jedenfalls glaube ich, dass er das ist, meine Brille ist schon wieder so beschlagen. Hofi das letzte Mal auf der Trainerbank. Dann spielt Union ein überraschend gutes Spiel gegen den Zweitligameister Freiburg. Wir sehen ein letztes Mal, wie Bobby Wood eingewechselt wird. Und jetzt ist Pause. Ich weiß nicht, wie es euch geht: Ich brauche die.

Wenn die Zahlen dasselbe sagen wie´s Gefühl.

Union gewinnt 1:0 gegen Heidenheim, und zwar hübsch häßlich. Dafür wird mein subjektiver Eindruck, dass Michael Parensen einfach Gold ist, von denen bestätigt, die immer die Striche auf die Bierdeckel machen und das Spiel nachher in Zahlen präsentieren. 4 Torschussvorlagen, 83 Ballaktionen, 92% gewonnene Zweikämpfe bescheinigt ihm opta. Mich macht sowas glücklich.

Auswärts ist das neue Zuhause.

Ich wohne in Berlin und gehe zu Union. Das ist klar, einfach und logisch. Ich wohne in Berlin und gehe zu Fortuna Düsseldorf, dem VfB Stuttgart, Borussia Mönchengladbach, dem SC Freiburg, Arminia Bielefeld, dem VfL Bochum, dem 1.FC Kaiserslautern und dem 1.FC Nürnberg ist wesentlich komplizierter. So richtig ermessen kann ich die Schwierigkeit eines Exilfanlebens aber erst, seit ich “Ferne Liebe” von Martin Zeising gesehen habe.

Er ist selber einer. Er weiß, wovon er spricht. Für alle Berliner Fußballfans, die das Glück haben, einem Berliner Verein anzuhängen, tut sich dagegen ein Paralleluniversum auf. Klar sind mir die vielen Fußballkneipen auch schon aufgefallen, in denen andere als rot- oder blau-weiße Schals hängen. Die Schwalbe haben wir uns mit Kölnern geteilt, eine Ecke weiter hatten die Kaiserslauternfans ein Zuhause, und das Rösslequiz kennt ganz Berlin. Hier zu wohnen, aber sein Fußballherz woanders gelassen zu haben, bedeutet Warten auf das eine Auswärtsspiel im Olympiastadion oder der Alten Försterei. Es bedeutet, an jedem Wochenende auswärts zu fahren, wenn man ins Stadion möchte. Oder eben in die Fankneipe gehen. Ich bin nicht sicher, ob ich das aushalten würde. Aber die Frauen und Männer, mit denen Martin Zeising und seine Kollegen unterwegs waren, die machen das.

Als Ausgleich haben sie etwas, das “richtigen” Heimfans oft nicht vergönnt ist. Sie pflegen guten Umgang untereinander. Das können sie, weil sie alle im selben Boot sitzen. Ihr jährliches Kickerturnier ist Sinnbild für Fankultur, wie ich sie mir wünsche. Vielleicht gibt es so etwas nur in Ausnahmesituationen. Ich bin dankbar für diesen Film, der eine Fußballwelt aufmacht, die ich bis dahin nicht kannte. Auch wenn er ein paar Längen hat: Für alle, die an Fankultur interessiert sind, lohnt sich der Besuch.

Den Trailer könnt ihr bei youtube sehen. Der Film wird am Montag, 21.3.2016 um 19:45 noch einmal im Kino Babylon gezeigt.