Die wahrscheinlich längste Saison, an der ich je teilhaben durfte.

Letztes Heimspiel, aber vielleicht auch nicht. Also noch nicht verabschieden, nicht von Spielern, nicht von Träumen. Das ist sehr ungewohnt um die Jahreszeit. Ich kuck´ noch mal den epischen Torjubel von Sebastian Polter und überlege, ob Manuel Schmiedebach in echt ein Zauberer ist. Ja, oder? Prima. Dann machen wir mal weiter.

Sebastian Polter ist zurück, und den Rest möchte ich gerne vergessen.

Das Allerschlimmste ist: Ich mag Steffen Baumgart. Ich fand ihn als Spieler gut, ich bewundere, was er als Trainer in Paderborn geschafft hat. Die Sache ist bloß, dass ich An der Alten Försterei immer gewinnen will. Immer. Immer. Immer. Paderborn vor Steffen Baumgart war nicht ernst zu nehmen. Eine Quatschmannschaft mit Quatschtrainern und Quatschfußball. Das hätte von mir aus gerne so bleiben dürfen. Heute waren sie gut, und vor allem besser als Union. Und es regt mich wirklich auf, das zugeben zu müssen.

Das erste rot-weiße Frauenteam und mehrere glückliche Zufälle.

Wusstet ihr, dass es beim 1.FC Union Berlin schon 1969 erstmals ein Frauenteam gab? Das wissen weltweit so wenige Leute, dass es nicht mal in der Wikipedia steht. Während es in der DFB-Hälfte des Landes bis Ende der 1970er Jahre verboten war, duften in der anderen, der vom Deutschen Turn- und Sportbund regierten Hälfte Frauen durchaus Fußball spielen. Auf einem anderen Blatt steht, wie ernst dieser Fußball genommen wurde, sagen die Frauen rückblickend. Aber immerhin war´s nicht verboten. Und so taten sich eine Handvoll Studentinnen des Instituts für Lehrerbildung in Köpenick zusammen und gründeten ihr Team.

Das Union-Frauenfußballteam von 1969 beim 11mm-Festival 2019

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Das beste Filmfestival von janz Berlin.

Endlich März, endlich 11mm! Das beste Filmfestival von janz Berlin geht am Donnerstag, 21. März 2019, zum inzwischen 16. Mal an den Start. Während anfangs alle dachten: Naja, Fußballfilme – so viele gibt´s ja nicht, da sind wir in drei Tagen durch – ist inzwischen klar, dass das Genre für beinahe jedes Format geeignet ist. Egal, ob Spielfilm oder Dokumentation, Serie oder Kurzfilm, Komödie oder Drama – es lässt sich mit Fußball erzählen. Deshalb entstehen alljährlich neue Fußballfilme, und die handverlesene Auswahl daraus zeigt 11mm.

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Solange es keine Eleganzpunkte gibt, reicht mir ein dreckiger Heimspielsieg.

Dass die Aufregung zunimmt, wenn mehr als die Hälfte einer Saison rum ist, in der Union so zwischen Platz 2 und 4 pendelt, verstehe ich. Aber es sind Spiele wie das gegen Ingolstadt, die uns immer wieder erden und vor Größenwahn bewahren. Die dann trotzdem zu gewinnen, macht mir eventuell mehr Spaß, als die Fußballschönheitskommission erlaubt, aber wissta was? Is´mir egal.

Das kleine Weihnachtssingen.

Zum dritten Mal spielen The Breakers am Abend vor dem Weihnachtssingen ein Konzert in zutraulicher Runde, und ich hätte im Rausgehen am liebsten schon die Karte für nächstes Jahr gekauft. Dankeschön! Mit euch singe ich am liebsten, und von mir aus auch Weihnachtslieder.

Guten Tag, mein Name ist Sebastian Polter, und ich bin hier, um Ihren Strafraum anzuzünden!

Heute gibt´s mehr Bilder als sonst. Nicht nur, weil mehr einfach mehr ist – sondern vor allem deshalb, weil Sebastian und Daniel sich Verteidigerfotos gewünscht haben. So´ne schöne Defensive, und nie gibt´s Bilder davon. Das kann natürlich nicht so bleiben. Jetzt haben sie genug Material für einen Christopher-Lenz-Dia-Vortrag. Weil am Ende aber Grischa Prömel und Sebastian Polter kurz mal alles abgefackelt haben, was rumstand, ufert es in eine Bilderflut aus. Zu Recht, wie ich finde.

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Hätte schlimmer kommen können. Trotzdem bin ich mürrisch.

Wenn man nach dem Spiel so rumsteht und “hm, hm” knurrt, aber mehr so Richtung “grmpf”, weil man sich eine geraume Zeit auf der Siegerstraße wähnte, dann gegentorbedingt alles in Unordnung auseinanderfiel und am Ende ein glückliches Unentschieden draus wurde, ist die Stimmung etwas gedämpft. Auch wenn es hätte schlimmer kommen können. Meine Szene des Spiels war diese hier nach dem Abpfiff: Daniel Mesenhöler dreht sich Richtung Waldseite und holt sich den Applaus ab, mit dem wir ihn im Sommer nicht verabschieden konnten. Ganz kurz nur, ein Wimpernschlag, weniger als verdient, aber doch besser als nichts.