Das Schweigen des Forsthauses

Am 27. Juni ist offizieller Trainingsbeginn mit dem Kurztrainingslager in Bad Saarow. Zwei tage vorher starten die sportmedizinischen Untersuchungen. Es sind also noch lockere 11 Tage Zeit, um in Ruhe alle Transfers unter Dach und Fach zu bringen. Kein Grund zur Beunruhigung also, dass Union noch keinen Zugang vermeldet hat.

Medial ist es ganz ruhig geworden. Was auch daran liegt, dass mit Matze Koch einer der Union-Reporter in Russland gelandet ist:

Bild/BZ lassen einen früheren Co-Trainer von Urs Fischer zu Wort kommen, der uns erklärt, wie gut der Schweizer Trainer ist. Ich beneide all die, die in der Vorbereitung beim Trainingslager in Klosterpforte dabei sein können, um sich mal in Ruhe selbst ein Bild machen zu können. Leider lohnt es sich aus meiner Sicht nicht, den Jahres-Urlaub dort zu verbringen. Denn im Gegensatz zu Österreich ist das landschaftlich eher nicht so reizvoll dort. Aber wer auf Landmaschinen-Porn steht (Harsewinkel, wozu Klosterpforte gehört, ist die Mähdrescherstadt), kommt dort auf seine Kosten. Und dann ist da noch das Emstal-Stadion für Leute, die auf Motorsport stehen. Wie gesagt, viel Zeit, um die Arbeit von Urs Fischer mit der Mannschaft zu beobachten …

Dafür könnt ihr euch noch den ganzen Juni den FDGB-Pokal im Fanshop am Bahnhof Köpenick anschauen:

Und sonst so?

In Norwegen übernimmt ab Herbst mit Lise Klaveness eine Frau den Vorsitz des Fußballverbandes (taz). In Deutschland sind wir da noch sehr weit entfernt, uns das überhaupt vorstellen zu können. So besteht das Präsidium des DFB beispielsweise aus 18 Männern und 1 Frau. Ihre Aufgabe ist der Mädchen- und Frauenfußball. Während es für Männer ohne Probleme möglich ist, im Frauenfußball zu arbeiten, ist es umgekehrt fast unmöglich. Da muss ich nur an das jahrelange Hickhack denken, als es darum ging, Bibiana Steinhaus zu einer Bundesliga-Schiedsrichterin zu machen.

In Russland wird nachher die WM 2026 verkauft vergeben. Marokko oder USA (inkl. Mexiko und Kanada) ist da die Frage. Da allerdings die Bewerbungs-Richtlinien im Nachhinein zum Nachteil Marokkos geändert wurden (Deutschlandfunk), der US-Präsident Länder unter Druck setzt (Deutschlandfunk), die gegen die amerikanische Bewerbung stimmen, erwarte ich da keine Überraschung. Es wird Fifa-Business as usual werden. Der DFB stimmt für die Amerikaner (Deutschlandfunk).

Aber ab heute startet unser WM-Podcast, den wir mit den liebenswerten Mikrodilettanten machen. Alle Termine findet ihr hier. Die erste Episode kommt heute im Laufe des Tages.

Ein Gedanke zu „Das Schweigen des Forsthauses

  1. Rein logistisch gesehen, ergäbe eine Entscheidung für Kanada/USA/Mexiko m.M.n. mehr Sinn. So eine riesig aufgebläht WM in Marokko auszurichten, würde ja auch bedeuten, dort wahnsinnig viele große, teure Stadien inkl. passender Infrastruktur in die Pampa zu setzen, die lediglich diesem Ereignis dienen.

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