Wie sieht Steven Skrzybskis Zukunft aus und was passiert eigentlich jetzt bei Union?

Bleibt er oder bleibt er nicht? Das ist vielleicht die emotionale Frage, die uns noch eine Weile beschäftigen wird. Wie sieht Steven Skrzybskis Zukunft aus? Die Ausgangslage ist klar: Vertrag bis 2020, allerdings mit Ausstiegsklausel bei kolportierter festgeschriebener Ablöse von 3,5 Millionen Euro. Wenn Dirk Zingler sagt, dass Steven Skrzybski für Union einen unbezahlbaren Wert hat, dann hat der Präsident recht und rechnet ein, was diese Identifikation mit Union bringt. Die kann sich Union, selbst wenn die Schatulle prall gefüllt wäre, nicht kaufen.

Dazu kommt, dass Skrzybski in diesem Jahr endgültig der Unterschiedspieler geworden ist, der Technik, Tempo, Kraft und Willen verkörpert. Steven Skrzybski, und so ehrlich müssen wir alle sein, ist Union entwachsen. Natürlich wäre die Geschichte schön gewesen, dass Spieler und Verein sich parallel zu Bundesliga-Format entwickeln. Aber wir müssen akzeptieren, dass Union das nicht gelungen ist. Steven Skrzybski aber schon. Und angesichts der Endlichkeit von Profi-Karrieren wünsche ich dem Angreifer eine gute Wahl und viel Erfolg! Und weil das so häufig in der Aufzählung von Führungsspielern bei Union untergeht: Steven Skrzybski ist ein absoluter Führungsspieler.

Andreas Lorenz (ehemaliger Sportchef vom Kurier und diese Saison bei Union tätig gewesen) fasst in einem Facebook-Beitrag den emotionalen Wert von Skrzybski aus meiner Sicht klar zusammen:

Facebook: Andreas Lorenz

Ich werde aber sicher keine “Stevie bleib!”-Kampagne starten. Denn ich bin dankbar dafür, dass der Angreifer sich in dieser Saison noch einmal dafür entschieden hat, das Projekt Bundesliga-Aufstieg mit Union anzugehen. Denn er hätte ohne Probleme schon im vergangenen Sommer wechseln können. Jetzt muss jeder Karriereplaner, der es gut mit Steven Skrzybski meint, ihm sagen, dass er wechseln muss.

Und was passiert jetzt bei Union?

Das ist die große Frage, die sich auch die Berliner Medien unisono stellen. Unklar ist dabei, was Union vorhat. Die bisherigen Zeichen stimmen mich nicht optimistisch, dass sich etwas Grundsätzliches ändern wird. Denn die suggerieren eher einen Umbruch im Kader (der anhand der Vertragssituationen mit vielen auslaufenden Verträgen in diesem oder nächsten Sommer sowieso kommen muss) und ein Bauernopfer mit Helmut Schulte als Leiter der Lizenzspielerabteilung.

Ich bin weder der Meinung, dass der Kader komplett untauglich für den Aufstieg gewesen ist (im Grunde war das auch die Mannschaft, der in der vorigen Saison erst kurz vor Schluss im Aufstiegsrennen die Puste ausgegangen ist). Es gab allerdings von Anfang an eine Unwucht im Kader, was die Defensive (rechter Verteidiger ohne Backup und die Innenverteidigung mit den verletzungsanfälligen Schönheim und Torrejon, dem abwanderungswilligen Leistner und dem von keinem Trainer als konkurrenzfähig eingeschätzten Schösswendter) und das defensive Mittelfeld betrifft. Vor allem wenn man das im Vergleich zur Offensive betrachtet (Überangebot trotz Verletzung von Redondo mit Hedlund, Skrzybski, Polter, Hartel, Daube, Kreilach, Gogia).

Dass es ist nicht gelungen ist, diese Unwucht zu beseitigen, ist vielleicht das Versäumnis der Saison. Den Eingriff mit André Hofschneider Anfang Dezember, der genau die Aufgabe hatte, Union eine Dominanz in allen Mannschaftsteilen zu verpassen, halte ich für gescheitert. Und ich würde sogar sagen, dass er bei keinem anderen Verein so viel Zeit bekommen hätte, sich trotz widriger Ergebnisse zu beweisen. Den Willen, es mit dem Trainer Hofschneider zu schaffen, kann man Union nicht absprechen. Aber den Versuch über diese Saison weiterzuführen, würde ich für fahrlässig halten.

Zum Kader: So wie im Erfolgsfall gerne erzählt wird, Transfers seien eine Kollektiv-Entscheidung, bei der alle beteiligten Abteilungen (selbst die Medienabteilung) ihr Okay geben, so wenig möchte ich jetzt, dass eine Person allein dafür zum Sündenbock gemacht wird. Diese kollektiven Entscheidungen klingen nach außen immer gut, bieten aber auch in mittelmäßigen Leistungsumfeldern durchaus die hervorragende Möglichkeit, eigene Verantwortung zu verschleiern und sich aus der Affäre zu ziehen. Ob das bei Union so ist, kann ich ebenso wenig beurteilen wie viele andere Außenstehende. Dazu wagen sich Verantwortliche zu selten aus der Deckung und verstecken sich hinter dem Präsidenten, der dann mit einem “State of the Union” in einem Interview/Fantreffen für klärende Worte sorgen muss.

Lutz Munack hat sich als Sportgeschäftsführer dazu bekannt, dass die Entlassung von Keller und Verpflichtung von Hofschneider auf seine Initiative zurückgeht. Ansonsten gibt es wenig in der Öffentlichkeit zu seiner Rolle bei der Kaderplanung und der sportlichen Krise, in der sich das Team konstant seit rund einem halben Jahr befindet. Es gibt auch wenig strategische Aussagen von ihm, was mich angesichts der Position etwas verwundert. Schließlich wurden vor fast 3 Jahren die Geschäftsführerpositionen bei Union geschaffen, um Verantwortung von Präsident Dirk Zingler zu anderen Personen zu delegieren. Dass der Verein medial beinahe geräuschlos durch die Krise gekommen ist, hat etwas mit medialem Desinteresse an Union (in der Bundesliga wäre Union überrollt und die Aussagen von Munack rund um die Trainerentlassung filetiert worden) zu tun. Die Berliner Medien sind, wenn nicht desinteressiert, dann handzahm.

Da sorgte dann gestern ein beinahe Stammtisch-artiger Kommentar vom Inforadio, der erstaunlich wenig Substanz hatte, schon für gehörig Erregung. Gemessen an dem, was in der Bundesliga üblich ist, war das aber gar nichts. Selbst eine Schlägerei am Wochenende in Köpenick (BZ) schlägt keine Wellen, egal ob berechtigt oder unberechtigt. In der Bundesliga würde das sofort mit dem jeweiligen Klub verbunden und Polizeigewerkschafter und Scharfmacher in der Politik würden das ausnutzen. Was ich damit sagen möchte? Das Kuschelumfeld, das manchmal von Vereinsseite als leistungshemmend für die Profis identifiziert wird, gibt es für den gesamten Verein. Und so lange Kritik an Handlungen des Vereins als Angriffe auf den Verein gewertet werden und intern ein durchaus zweifelhaftes Medienverständnis vorherrscht, wird das wohl auch so bleiben.

Und nun?

Ich werde das Team weiter unterstützen und hoffe, dass bei Union die richtigen Schlüsse gezogen werden. Heute Abend gibt es die Möglichkeit, beim Fantreffen mal Jakob Busk und Marvin Friedrich nach ihren Eindrücken von der Saison zu fragen.

Eroll Zejnullahu hat das Banner “Eroll zurück in die Heimat” am Sonntag gesehen. Ob es hilft, werden wir sehen. Ich bleibe weiterhin dabei, dass Zejnullahu nur dann zu Union zurückkehrt, wenn er eine positive Antwort auf eine Zukunft für ihn bekommt.

Als kleine Einstimmung für die Partie am Sonntag in Dresden hier noch ein paar Statements von Dynamo-Coach Uwe Neuhaus bei Sportbuzzer.

Und natürlich hier noch der Hinweis auf unsere aktuelle Podcast-Episode: Teve330 – Manchmal reicht es auch, etwas ganz doll zu wollen

30 Gedanken zu „Wie sieht Steven Skrzybskis Zukunft aus und was passiert eigentlich jetzt bei Union?

  1. Ich liebe Thomas Kroh dafür und vermisse dadurch den Sportplatz im rbb am Sonntag dadurch immer mehr. Sehr gut zusammengefasst von ihm als auch von dir, Sebastian.
    Und Dank natürlich auch für deinen Emotionalität zum Ende der Saison. So kennt man dich ja aus den Podcasts sonst nicht passte aber wie immer zu dem was das Textilvergehen ausmacht.

    Eine Frage noch: Andreas Lorenz ist jetzt nicht mehr angestellt bei Union oder liest sich das nur so?

  2. Tja, wie die Wahrnehmungen da auseinandergehen. Aber auch an anderer Stelle hast du ja bereits bewiesen wie schwer du dich damit tust, die richtigen Zusammenhänge zu erkennen. Ist aber egal, du wirst deinen Beifall sicher bekommen.

  3. Kaum schreibe ich das, gibt mir Philipp schon recht. Mein Beitrag bezieht sich aber auf Sebastian, nicht auf ihn (sein Beitrag wurde mir komischerweise noch nicht angezeigt)

  4. @Hannes Nenn doch bitte klar, worum es dir geht, anstatt herumzuraunen. An welcher Stelle habe ich bereits bewiesen, wie schwer ich mich tue, die richtigen Zusammenhänge zu erkennen? Ich habe kein Problem, Irrtümer oder Fehler zu begehen und zuzugeben. Aber ich würde schon gerne wissen, worum es dabei geht.

  5. @andi.
    Wohlfühloase trifft es wohl besser.
    Die Spieler verdienen hier wohl überdurchschnittlich gut und bekommen für diese Saison kaum Kritik von den Fans
    Im Gegenteil: sie werden weiterhin ala Fußballgott betitelt was ich infam finde.
    Und das spricht sich natürlich rum so a la “Komm zu Union hier verdienst du gut und auch bei Mittelmäßigkeit wirst du unterstützt”
    Wie man in der Rückrunde so abstürzen kann war schon bemerkenswert und es gab über die Saison vlt. drei, vier richtig gute Spiele, über den Rest schweigen wir lieber.
    Es gab etliche Spielerabende und ebenso viele Tribünenhocker. Diese Nibelungentreue zu Hofschneider war schon bemerkenswert.
    Ich weiß nicht ob es was bringt wenn Schulte und Munack gehen, aber ein Anfang wäre es.
    Am Sonntag bitte noch die Dresdner in Liga 3 schießen und alles ist gut. Dann.wäre Uwe Neuhaus wieder frei :-)

  6. @Sebastian die öffentliche Darlegung erspare ich dir. Aus Respekt. Falls man noch weiß was das ist, Respekt.

  7. Ey, @hannes, wie die öffentliche Darlegung, kannst du dir die nicht minder öffentliche Andeutung dann auch sparen.
    Schöne Grüße.

  8. @hannes & @sebastian
    “…Und so lange Kritik an Handlungen des Vereins als Angriffe auf den Verein gewertet werden …”
    die einstellung ist ja nicht nür in der führung verbreitet! 🤦🏻‍♂️

  9. Sebastian, ich finde, du legst Stevie ja schon fast einen Wechsel nahe. Auch wenn ich der gleichen Meinung bin, wie du – ich würde ihn gern bei uns behalten.

    PS: Danke für diese tolle Seite und das Ihr mich oft wieder aufgebaut habt. Ich drück dir alle Daumen, die ich kriegen kann, dass dein Auswärtsfluch in DD vernichtet wird.

  10. Hmm, jetzt würde mich die abweichende Wahrnehmung von @Hannes durchaus interessieren. Kommt da noch was? Welche Zusammenhänge sind denn falsch dargestellt?

  11. @Jan Es wird ungefähr genauso viele Unioner mit weinroten Fahnen auf dem Dach geben wie solche, die Stevie nicht gern behalten würden. Aber das ändert ja nichts daran, dass wenn er sportlich und wirtschaftlich das meiste aus seiner Karriere machen will, Union jetzt eher nicht mehr die beste Option ist. Natürlich gehören zu einer Karriere und einem Leben auch andere Dinge, die vielleicht dafür sprechen, trotzdem zu bleiben. Aber es gibt eben etwas, das diesem ‘trotzdem’ entgegensteht. Nur das hat Sebastian mE beschrieben

  12. @Hannes

    Eventuell, nur ganz eventuell, sind in Deinen Augen “falsche Wahrnehmungen” oder “fehlende Zusammenhänge”, die andere Leute nicht erkennen, ja Produkt einer Kommunikationsstrategie, die in den letzten Monaten mit “nicht vorhanden” noch sehr freundlich umschrieben ist.

    Wenn dann Vereinsmitarbeiter in Kommentaren oder sozialen Netzen sarkastisch kommentieren, man hätte ja nicht alle Informationen zur Verfügung und würde die falschen Schlüsse ziehen, dann wirkt das mindestens unsouverän in meinen Augen.

    Von der müßigen Diskussion, wie schwach es ist, Geheimwissen anzudeuten und dann absolut Nichts folgen zu lassen, mal abgesehen.

  13. @Hannes: was soll das? Wie wäre es mit einem sauberen Diskurs, statt solcher unnötigen “Spielchen”.

    @Sebastian: Danke für diesen einmal mehr sehr klaren State of the Union! Ich finde es gut, dass Ihr eine MEINUNG habt und diese artikuliert.

  14. Eine Band, bestehend aus mittelmäßigen Musikern, kann fantastische Musik machen & Konzerte geben, wenn sie EIN Mitglied hat, das gut komponieren kann, sprich einen Plan hat. Im Fußball kann diese Aufgabe der Trainer übernehmen. Will sagen: auf den Kader kommt es nicht so sehr an (zumal bei der Leistungsdichte in der 2. Liga) – es von Jahr zu Jahr zu Jahr auf den Kader zu schieben, ist schlichtweg eine Ausrede. Was übrigens auch der Vergleich Arsenal – Liverpool, also Wenger – Klopp zeigt: Liverpool ist von den Spielern her sogar etwas schwächer besetzt als Arsenal – aber Klopp hat einfach den besseren Plan. Union muss endlich Ruhe auf dem Trainerposten reinbekommen: Seit Neuhaus hat man an dieser Stelle mal Pech, mal schlecht entschieden. Das passiert, so ist das Leben (hinterher ist man immer schlauer ;) Ein guter Treffer wäre jetzt an der Reihe. Ich drück die Daumen.

  15. q.e.d.
    Ich finde es nur noch ermüdend. Und zwar nicht die Kritik als solche sondern die grundlegende Annahme, alles sei irgendwie planbar und man müsse es doch einfach nur richtig machen. Und man bräuchte einfach nur die richtigen Leute und die anderen muss man nur rausschmeißen, dann läuft das schon. Ah … noch vergessen: @Daniel hat bestimmt auch noch ein fetziges Spielsystem mit hängender Halb-Acht hinter den Außen … dann, ja dann klappt das schon!

    DAS, liebe Leute, ist die grundlegend falsche Annahme! Denn am Ende ist es eben Sport. Ein Spiel, welches uns aufgrund seiner Unberechenbarkeit fasziniert. Micha Parensen hat das in seinem letzten Interview ganz passend beschrieben. Vielleicht schießt Geld ja wirklich Tore, vielleicht aber eben erst in den Top 3 der Bundesliga.
    In unserer Liga jedenfalls gibt es in dieser Saison ganz schön viele Leute die (teure!) Fehler gemacht haben. In Braunschweig, Ingolstadt und Kaiserslautern. In Fürth, Darmstadt und vielleicht auch Dresden. Fragt da mal nach. :)

    Die verständliche Enttäuschung in dieser Saison, das Auf und Ab der Gefühle führten zu etwas was ich bei Union nicht für möglich gehalten habe: Den direkten Angriff auf Protagonisten des Vereins in einem mehr als drastischen Tonfall. Sowohl am Stammtisch wie auch in der Journaille. Und da geht mir der Hut hoch, wenn in solcher Situation @Seb auch noch schreibt, Union würde in der Presse mit Samthandschuhen angefasst.

    Eine Aufarbeitung der Saison ist sicher nötig. Das wäre sie aber auch, wenn wir die Aufstiegsrelegation erreicht hätten. Man muss immer analyseren und versuchen besser zu werden, keine Frage. Aber ich jedenfalls werde die Aufarbeitung dieser Saison den Fachleuten überlassen, denn ich habe nie aktiv Fußball gespielt oder eine Mannschaft trainiert. Mit anderen Worten: Ich habe von Fußball keinerlei Ahnung.

    Und bezüglich “Angriff auf den Verein”: Ja, ich finde es als langjähriges Vereinsmitglied schon verletzend wie in den letzten Monaten in den Kommentarspalten über Hofi, Lutz und nicht zuletzt auch Dirk geschrieben wurde. Und das sollte eigentlich jedem Vereinsmitglied so gehen. Jedem Mitglied, nicht nur Mitarbeiter!

  16. @Hannes

    Ok, zerlegen wir das mal:

    “Man muss immer analysieren…” – wenn dabei aber als Ergebnis die Fehler Einzelner oder Mehrerer zu Tage treten, finde ich das doof.

    “Ich habe von Fußball keinerlei Ahnung…” – wenn aber Andere, die das nachweislich haben (Hallo Daniel), mit konstruktiver Kritik an die schwache Saison rangehen, finde ich das doof.

    “Fußball ist halt unberechenbar…” – wenn Andere diese Unberechenbarkeit als dynamisches System mit vielen Variablen begreifen, das durch Stellschrauben beeinflusst werden kann und seine Unberechenbarkeit minimieren möchten, dann ziehe ich mich auf “ist halt Fußball” zurück und finde das doof.

    “Andere haben auch Fehler gemacht…” – wenn wir aber zunächst vor der eigenen Tür kehren sollen, dann verstehe ich das als Angriff auf den Verein und finde das doof.

    Merkste was?

  17. Wurde etwas darüber kommuniziert, warum Andreas Lorenz nicht mehr bei Union arbeitet?

  18. @ robert: volle Zustimmung! @Hannes: ohne (sachliche!!!) Kritik werden wir nicht weiter kommen, ich verstehe jeden der sich über die teilweise dummen und unsachlichen Kommentare einiger Medien oder auch bei facebook zu recht aufregt ABER dann gleich jede Kritik abzubügeln geht nicht UND hilft uns auch nicht weiter. Ich fand es übrigens gut und eben das macht Union für mich bei allen Höhen und auch Tiefen seit mehr als 30 Jahren aus, und eben deshalb liebe ich diesen Verein dass wir uns wie in einer Familie (wie hier geschreiben und zu recht von Dirk Zingler im Vorwort zum Stadionheft am Sonntag zitiert) auch streiten, auch mal heftig ABER wenn es darauf an kommt stehen wir zusammen!

  19. “Lutz Munack hat sich als Sportgeschäftsführer dazu bekannt, dass die Entlassung von Keller und Verpflichtung von Hofschneider auf seine Initiative zurückgeht. Ansonsten gibt es wenig in der Öffentlichkeit zu seiner Rolle bei der Kaderplanung und der sportlichen Krise, in der sich das Team konstant seit rund einem halben Jahr befindet.” Dem würde ich widersprechen wollen. Das Team befindet sich schon seit Anfang der Saison in einer sportlichen Krise, wenn nicht sogar schon länger. Dies mag sich am Anfang der Saison noch nicht ergebnistechnisch niedergeschlagen haben und (blablabla Ergebissport) und wir können alle nicht sagen, wie die Saison weitergegangen wäre unter Keller und ohne die Leistungsträger Steven und Micha, die enorm dazu beigetragen haben, die Moral in der Mannschaft hochzuhalten. Ich halte die Entlassung von Keller nach wie vor für richtig. Und nachdem es ja alle für absolut oportun ist und es gerade guten Geschmack beweißt, Hofi zu dissen, würde ich sagen: Ja er konnte nicht die nötigen Stellschrauben ziehen, die das Team zu einem Aufstiegskandidaten gemacht hätte, aber er hat recht früh erkannt, dass wir uns im Absiegskamof befinden und versucht die Menatilät des Teams zu festigen und zu stärken. Das hat er meiner Meinung nach richtig gemacht und ohne den ganzen Verletzungssch… wäre es ihm auch wohl früher gelungen die nötigen Punkte zu sammeln. So hat er dennoch die richtigen Impulse gesetzt um uns den Arsch zu retten. Die Saisonziele wurden nicht erreicht und ja man muss jetzt darüber nachdenken, wie man an der AF spielen lassen will und wer das verantworten soll, welche Spielertypen man dazu braucht und dann kann der olle Pott wieder fahrt aufnehmen.

  20. @Hannes,
    ich hoffe, im Verein wird mit etwas mehr kritischer Distanz analysiert, ansonsten könnte die kommende Saison noch um einiges härter werden. Man stelle sich vor, die sportliche Leitung wäre nur Mittelmaß und die Entscheider hätten keine Ahnung von Fußball. Tja, wie soll man so ein Dilemma lösen? Schwierige Kiste.

  21. @Jan, is zwar ne müsige Diskussion, aber trotzdem ;)
    Der Fußball von Keller und Hofschneider hat sich deutlich sichtbar unterschieden.
    Mir hat der Fußball von Keller besser gefallen und er war bis zum Zeitpunkt der Freistellung (vom Ergebnis her) wesentlich erfolgreicher.
    Von daher bin ich nach wie vor skeptisch anzuerkennen, dass es bereits unter Keller (trotz eindeutiger Defizite “gegen den Ball”) eine sportliche Krise gegeben hätte. Ich kann auch nicht erkennen, dass die Arbeit von Hofschneider aus selbiger geführt hätte, wenn es sie denn gegeben hat.
    Das ist das einzige, was ich als Fußball-Laie von außen sehen kann.
    Es kann sein, dass die Mannschaft Ende 2017 zerrüttet war, dass man eine Notbremse ziehen musste und dass Hofschneider seine Arbeit unter diesem Gesichtspunkt hervorragend gemacht hat. Das wäre aber die oft zitierte Innenansicht, die ja bekanntlich mit der Außenansicht selten übereinstimmt ;)
    Wenn es aber so wäre, würde ich die Entscheidung Hofschneider als Cheftrainer einzusetzen trotzdem für einen schweren Fehler halten.
    Wenn es so wäre, hätte ich einen Trainer gesucht, der den Fußball von Keller beibehält, aber in der Lage ist, die Mannschaft wieder zu einen. Das wäre “logischer” gewesen.
    In einer Situation, in der man eine sportliche Krise und interne Problem in der Mannschaft diagnostiziert, die Strategie, die man der Mannschaft schon vor Keller (im Grunde seit Düwel) eingeimpft hat, zu wechseln, ist einfach eine schlechte Idee (wie sich gezeigt hat)

  22. @Henrik: ist das jetzt gut oder schlecht? 😳

    @Hannes: weshalb sollten bestimmte Personen oder Themen sakrosankt sein? Wem nützt das (außer vielleicht den “Betroffenen”)?

  23. Bei aller Kritik sollte man nicht vergessen, dass Hofi ein enorm schweres Erbe übernommen hat: Riesen Ansprüche, Verletzungspech, eine ausgeglichene Zweite Liga und nicht zu vergessen, auch Keller hatte die letzten zwei Spiele mit der Mannschaft nicht gewonnen.
    Am Ende liegt Union genau einen Punkt hinter dem Ergebnis der letzten Saison – den hat uns der Fußballgott in der zweiten Halbserie mehrmals geklaut, oder ein Schiri.
    Deshalb, danke Hofi!

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