Ich bin einfach nur traurig

Sascha Lewandowski ist nicht mehr Trainer von Union, weil bei ihm ein Burnout-Syndrom diagnostiziert wurde. Es ist der beste Schritt für ihn, um wieder gesund zu werden. Da hat der Kurier recht. Als Betroffener muss man einen Schnitt machen, um wieder gesund zu werden.

Doch mich macht das unendlich traurig. Weil Sascha Lewandowski für mich ein Trainer ist, der mir sehr viel Hoffnung gemacht hat. Der diese Mannschaft wieder zusammengefügt hat. Der aus guten Einzelspielern wieder mehr als nur die Summe der einzelnen Teile gemacht hat. Und vor allem habe ich wieder eine Richtung erkannt, die mir Hoffnung gegeben hat, während ich sehe, wie sich mein Verein an allen Ecken und Enden im Umbruch befindet:

Ich brauche jetzt Zeit und ich bin froh, dass Union ebenfalls die Zeit und die nötigen Punkte hat, jetzt keine Entscheidung über das Knie brechen zu müssen. Lasst uns erst einmal ein bisschen Sascha Lewandowski hinterhertrauern:

Matze Koch hat bei Facebook nicht nur sein letztes Bild von Sascha Lewandowski gepostet, sondern auch sehr schöne Worte gefunden:

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Foto: Matze Koch

Alles Gute, Sascha Lewandowski!

Das Foto habe ich am 20. Februar 2016 um 11:34 Uhr gemacht. Einen Tag nach der 0:3-Niederlage bei RB Leipzig entstand es beim “Auslaufen” der Mannschaft. Es ist die letzte Aufnahme von Sascha Lewandowski als Trainer des 1. FC Union. Zwei Tage später meldete er sich erkrankt ab.

Heute gab Union bekannt, dass Lewanowski nicht mehr zurückkommt. Bei ihm wurde das Burnout-Syndrom diagnostiziert, das Herzbeschwerden verursacht. Der Vertrag wurde im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Bis zum Saisonende bleibt Co-Trainer André Hofschneider trotz fehlender Fußball-Lehrer-Lizenz Chef.

Lewandowski war taktisch vielleicht der Union-Trainer mit der höchsten Kompetenz in den letzten Jahrzehnten. Niederlagen redete er nicht schön. Bei Pressekonferenzen konnte man ihn alles fragen. Gern hat er dort auch mal geflunkert, aber das gehört zum Geschäft.
Ich wünsche ihm, dass er seine sehr hohen Ansprüche bald wieder im Fußball umsetzen kann. Ich danke für die Zusammenarbeit. Alles Gute, Sascha Lewandowski!

Heute um 13 Uhr gegen den FSV Frankfurt dann volle Unterstützung für die Mannschaft und das Trainerteam André Hofschneider und Sebastian Bönig. Ich wünsche mir, dass wir trotz dieser vielen Rückschläge in dieser Saison bis zum letzten Spieltag das zeigen können, was Union ausmacht: Familiärer Zusammenhalt und Lauter, bunter, geiler!

Das berichten die Berliner Medien dazu:

Ja, ich habe gelesen, dass nächste Woche der Gerichtstermin zwischen Union und Norbert Düwel ist (BZ). Nein, ich habe gerade keine Lust, mich damit zu befassen. Das hat Zeit bis Montag.

5 Gedanken zu „Ich bin einfach nur traurig

  1. Janistauchtraurig. Fußball ist eben so unwichtig und doch bringt es Menschen zusammen. Gerade unsere Familie zeigt immer wieder aufs Neue, dass wir zusammen stehen. Ich wünsche Sascha alles erdenklich Gute für die Zukunft. Er ist ein Teil dieser Familie

  2. Erst einmal gute Besserung und vielleicht kommt er noch, irgendwann, an die Alte Försterei.

    Er war für mich der Hoffnungsträger
    Doch mal Aufzusteigen.

    Union hat es noch nie leicht gehabt und trotzdem gib es uns noch.
    Auch das werden wir schaffen. Vielleicht wäre der Weg mit Sascha leichter gewesen.

  3. Bin auch traurig. Hans-Martins Beschreibung mit “Liebeskummer” passt irgendwie sehr gut zu dem Gefühl. Kann heute nicht mal ins Stadion und die Mannschaft unterstützen. Und damit Sascha nicht Tschüss sagen und ihm alles Gute wünschen… Alles doof gerade.

  4. Pingback: Kein Zeitdruck bei der Trainerverpflichtung, aber auch keine Zeit | ***textilvergehen***

  5. Pingback: #Link11: Bleibt wieder ewig hinter sich | Fokus Fussball

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