Anthony Ujah schreibt über seine Erfahrungen mit Rassismus in Deutschland

“Das sind Geräusche, die man nicht missversteht. Das haben wir schon zu oft gehört.” Das sagt Anthony Ujah heute über rassistische Verhöhnungen in einem Text von ihm, der in der FAZ erschienen ist. In dem Text schildert Ujah, wie er als schwarzer Mensch Rassismus in Europa erlebt hat, wie er deswegen über die Zukunft seiner Kinder nachdenkt, und wie er aus dem Protest gegen Rassismus überall auf der Welt in den letzten Wochen Hoffnung schöpft.

Anthony Ujah Rassismus

Fussball, Herren, Saison 2019/2020, 1. Bundesliga (26. Spieltag), 1. FC Union Berlin – FC Bayern München (0:2), Anthony Ujah (1. FC Union) vor dem Spiel, 17.05.2020, Foto: Matthias Koch/1. FC Union Berlin/Pool

Und auch wenn Ujah schreibt, dass es jedem Mensch selbst obliegt, wofür, gegen welche Ungerechtigkeit, man sich engagiert, bleibt das Fazit: “Nichtstun ist das Problem. Die Lösung ist: etwas zu sagen, etwas zu tun.”

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Jetzt ist die Zeit für ein neues “Kopf aus, Herz an – Alles kann, nix muss!”

Was das Spiel heute Abend um 20.30 Uhr gegen Mainz bedeutet, dürfte allen klar sein. Dabei würde die Welt nicht untergehen, sollte Union nicht erfolgreich sein. Aber es geht um das Gefühl. Das Wissen, dass die Mannschaft für das letzte Kapitel im Kampf um den Klassenerhalt bereit ist. Es geht um eine Selbstvergewisserung. Für die Mannschaft und für uns Fans. Kurz, es ist gerade eine gute Zeit, an dieses Plakat zu erinnern. Es wurde zum Ende der vergangenen Saison am Trainingsplatz aufgehängt, in der Zeit des ständigen Drucks im Aufstiegskampf.

Das Banner "Kopf aus, Herz an - Alles kann. Nix muss!" am 9. Mai 2019, Foto: Matze Koch

Das Banner “Kopf aus, Herz an – Alles kann. Nix muss!” am 9. Mai 2019, Foto: Matze Koch

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Generationswechsel auf der Waldseite: Abschied von einem Capo

Trainer Urs Fischer hat auf der Pressekonferenz vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach (AFTV) gesagt: “Wir müssen wachsam sein und dürfen dem Ball nicht den Rücken zukehren.” Bei allem Respekt, den der Coach dem Gegner entgegenbringt, so drängte er doch darauf, dass Union vorwärts verteidigt und Chancen kreiert. Klar ist, dass Union sich nicht in eine Situation drängen lassen darf wie in den letzten 20 Minuten beim letzten Spiel in Mainz. Das nannte Fischer auch beinahe 2 Wochen später noch als Warnung. Definitiv ausfallen werden für die Partie neben dem Langzeitverletzten Andy Gogia auch Suileiman Abdullahi und Joshua Mees.

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Neven Subotic: “Ich habe immer eine Monatskarte”

Ist das Spiel nachher gegen den SV Werder Bremen Alltag? Das ist so ein bisschen die Grundthese der Morgenpost, die sagt, dass diese Begegnung mit Blick auf andere Top-Partien an diesem Spieltag (Bayern gegen Leipzig, Dortmund gegen Leverkusen) Bundesliga-Alltag ist. Das mag aus Sicht einer Person, die sich für die Bundesliga im Allgemeinen interessiert sicher stimmen. Wir aber interessieren uns für Union und leben auch dafür. Und auch dort soll es Alltag sein, weil die Partie nicht so emotional überfrachtet sei wie die drei Spiele zuvor (erst gegen Rasenballsport das erste Bundesligaspiel überhaupt, dann das erste Tor in Augsburg und zum Ende der erste Bundesliga-Sieg im Spiel gegen Dortmund). Auf den ersten Blick klingt das plausibel. Aber für mich ist jedes Spiel im Moment wie ein Pokalspiel. Jede Partie fühlt sich wie eine Relegationspartie an.

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Oliver Ruhnert will bald mit Urs Fischer verlängern

Im aktuellen Kicker-Heft wird Unions Manager Oliver Ruhnert viel zum großen Kader befragt. Ich weiß nicht, ob er dazu seit Juni/Juli schon feste Antworten parat hat, denn besonders neu ist das Thema nicht. Aber gleichzeitig gab es natürlich schon intern den Wunsch die Größe bis Transferschluss zu reduzieren. Das hat nicht geklappt und deshalb sind Fragen, wie man nun damit umgeht, sehr berechtigt. Der Manager sagt, dass es vor allem daran lag, dass der Reiz der Bundesliga für die Spieler größer gewesen sei, als es im Zweifel woanders zu versuchen. Und ganz ehrlich: Das kann ich verstehen. Gleichzeitig sagt er aber auch: “Es soll nur bitte auch kein Spieler ankommen und jammern, dass der Kader zu groß wäre, weil jeder Spieler ja auch die Möglichkeit gehabt hätte, nicht Teil des Kaders zu sein.”

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Rafał Gikiewicz wünscht sich Stimmung die ganze Zeit über

Eine Debatte darüber, ob es richtig ist beim ersten des 1. FC Union in der Bundesliga einen Stimmungsboykott zu organisieren, gibt es, seit die Ansetzung von Leipzig als Gegner in diesem Spiel erschienen ist, und spätestens, seit die Fanszene diesen Boykott angekündigt hat. Mit Rafał Gikiewiczs Instagram Post gestern, in dem der Torwart sich wünscht, dass es keinen stillen Protest sondern das ganze Spiel über frenetische Anfeuerung gibt, hat diese Debatte aber gestern noch einmal mehr Dynamik bekommen.

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Liebe Fans, am Sonntag werden wir alle einen historischen Moment erleben! Wir haben in der letzten Saison sehr hart für diesen Moment gearbeitet! Wir alle, auch Ihr! Für alle Unioner ist das ein besonderer Moment! Euer geplanter Boykott in den ersten 15 Minuten ist nicht gut für uns Spieler. Ihr könnt gerne eine Choreo oder sonst etwas machen. Wir Spieler, zusammen mit Euch Fans, müssen unseren Gegnern zeigen, dass das UNSER Platz ist, UNSER Haus! Sie müssen spüren „Wellcome to Hell“, dass es NIE einfach ist gegen uns zu spielen. Fans, das ist meine persönliche Meinung! Ich bin Ausländer und es interessiert mich nicht, wer unser Gegner ist! Ich will einfach nur MIT EURER HILFE gewinnen. Ihr könnt alles machen, aber ein Boykott wird uns nicht helfen. Wir brauchen Eure Euphorie, Eure Gesänge, Eure Anfeuerungen!!! Alles Liebe Euer Giki

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Der Stimmungsboykott gegen Raba ist so berechtigt wie schade

Das Wuhlesyndikat hat gestern angekündigt, beim ersten Spiel des 1. FC Union Berlin in der 1. Bundesliga gegen Raba Leipzig für die ersten 15 Minuten einen Stimmungsboykott einzulegen.

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Die Hall of Fame des deutschen Fußballs ist vor allem eine Hall of Fame des westdeutschen Fußballs

Die Länderspielpause ist endgültig vorbei. Heute beginnt wieder die Zweite Liga. Für Union ist allerdings noch Zeit, erst am Montag geht es in Hamburg gegen den HSV. Das Wuhlesyndikat hat den kleinen Hinweis an alle Hamburg-Fahrer im Programm, sich einen Zehner mehr einzupacken. Es dürfte einen schönen Schal dafür geben.

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Eine Halbzeit ohne Stimmung gegen Darmstadt

Beim Spiel gegen Darmstadt am 1. Dezember wird es in der ersten Halbzeit einen Stimmungsboykott geben. Das kann man in einem Statement lesen, dem sich das Wuhlesyndikat angeschlossen hat.

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Die Kernforderung des Protests: Fan-freundliche Anstoßzeiten; Photo: Matthias Koch

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Union kreuzt auf dem Müggelsee

Die Mannschaft schipperte gestern zum Saisonabschluss mit Floßen über den Müggelsee. Ich bin etwas neidisch wenn ich die Bilder sehe.

 

Mehr Details und ein sensationell gutes Bild von Dirk Zingler mit der Union-Anglermütze gibt es in BZ/Bild. Noch mehr Bilder gibt es bei union-foto.de

https://instagram.com/p/21k35aqtVL/

 

Das war es fast schon mit den Nachrichten von Union. Aber eine gibt es noch: Tugay Uzan hat einen Zweijahresvertrag bei Rot-Weiß Erfurt unterschrieben. Bei 15 Saisontoren in der Regionalliga verwundert diese Verpflichtung nicht.

Der Tagesspiegel macht eine Auflistung, welche Spieler den Verein wohl verlassen werden. Wirklich überraschend ist das nicht, aber von den Namen her verwundert es, dass die Profis es hier nicht geschafft haben: Martin Kobylanski, Valmir Sulejmani, Mario Eggiman, Björn Jopek und Björn Kopplin. Und eventuell auch noch Sebastian Polter, der aber Union aus anderen Gründen verlassen würde.

Mit Kobylanskis Zukunft beschäftigt sich auch die BZ.

Mit dem Rad zum Stadion

Da die S-Bahn gemeinsam mit dem Rest der Deutschen Bahn von der Gewerkschaft der Lokführer bestreikt wird, dürfte es zum letzten Heimspiel wieder etwas voller werden in Straßenbahn und Bus. Die Gruppe “Mit dem Fahrrad zu Union” bietet als Alternative eine Kolonnenfahrt mit dem Drahtesel. Das ist vielleicht nicht schnell, aber lustig. Und von der Straßenverkehrsordnung gedeckt.

Los geht es am Sonntag um 12.30 Uhr am U-Bahnhof Eberswalder Straße. Weitere Stationen sind:

  • 12:45 Uhr Alexanderplatz (Haus des Lehrers)
  • 13:00 Uhr Frankfurter Tor
  • 13:10 Uhr Ostkreuz (Boxhagenerstr/Neue Bahnhofstr.)
  • Ankunft: 13:45 Uhr Alte Försterei

Wer noch ohne Karte ist. Tickets für das Spiel gegen Braunschweig gibt es mittlerweile auch im freien Verkauf.

Unioner gegen Krebs – Unioner für’s Leben

Am Sonntag gibt es die Aktion vom Wuhlesyndikat zur Unterstützung der Deutschen Knochenmarkspender-Datei (DKMS). Dabei werden rot-weiße Schweißbänder mit den Signets von Lisa Görsdorf und Benny Köhler für je 5 Euro verkauft (ihr könnt natürlich auch mehr geben). Der Erlös geht zu hundert Prozent an die DKMS, um die Analyse der Speichelproben zu finanzieren, die bei der letzten DKMS-Aktion im Stadion abgegeben wurden.

Podcast

Der aktuelle Podcast Teve225 – Ohrwurm aus dem A10-Center ist online. In 90 Minuten diskutieren wir das 3:1 gegen Frankfurt, den Abstiegskampf in der Zweiten Liga und den Abschied von der U23. Hört rein und abonniert den Podcast.

Update

11.00 Uhr Die Hinweise auf die Texte im Tagesspiegel und den in der BZ zur Zukunft von Martin Kobylanski wurden später hinzugefügt.