“Da war mehr drin.”

“Da war mehr drin.” Das war der Satz, den ich gestern Abend nach dem 1:2 von Union gegen Eintracht Frankfurt am häufigsten gehört habe. Und es ist wohl die Zusammenfassung, der die meisten erst einmal zustimmen würden. Nur welche Schlüsse werden daraus gezogen? Ab hier gab es wohl mehr Meinungen als Zuschauer im Stadion. Da gibt es diejenigen, die jetzt schon fast aufgeben und sagen, dass Union halt eine Zweitliga-Mannschaft sei und mit Zweitligafußball absteigen werde. Da gibt es andere die Fortschritte in der Zweikampfführung sehen, aber sich über die vielen unsauberen Ballannahmen wunderten und das als Problem anführen. Andere sagen, dass Union auch mal zu null spielen muss, wenn sie solch ein Spiel gewinnen wollen. Und noch einmal andere verweisen auf die sehr wenigen hochklassigen Tormöglichkeiten von Urs Fischers Team. Und manche fanden die Stimmung von Unionseite nicht so anfeuernd, wie die Mannschaft es vielleicht nötig gehabt hätte.

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Susanne Kopplin: “Ich habe noch nie ein Spiel komplett gesehen”

Einen Vortrag über eine Berliner Sehenswürdigkeit müsse er machen, sagte der Jungunioner beim Abendessen. Und er habe das Stadion an der Alten Försterei gewählt. Ich muss zugeben, dass ich wirklich ein bisschen stolz war. Weil vielleicht geklappt hat, woran ich beim großen Kind zu Beginn gescheitert bin, nämlich den ominösen Union-Virus zu verpflanzen. Während mein großes Kind mit 6 Jahren lieber in Bayernbettwäsche schlief, als sich zu Daniel Göhlert und Michael Bemben zu bekennen, wird der Jungunioner nun beim Vortrag den eilig von mir entstaubten Stadionbauerhelm tragen. Zur Beruhigung an alle Eltern: Auch später gibt es noch Chancen, dass Kinder den Weg zu Union finden. Mein großes Kind fährt mittlerweile sehr gerne auch mal auswärts mit und hat diese merkwürdige Zuneigung zum FC Bayern komplett abgelegt.

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Es wird mal wieder Zeit, an die Boone’schen Regeln zu erinnern

Nach dem 2:2 gegen Duisburg kam die interessante Frage auf, welche Rolle Felix Kroos und Marcel Hartel eigentlich im Spiel eingenommen hatten. Denn war es schon so etwas wie ein unausgesprochener Konsens, dass entweder Kroos oder Hartel oder Robert Zulj die Position hinter der Spitze spielen würden. Es also ausgeschlossen wäre, alle gleichzeitig auf dem Platz zu sehen. Wie Daniel bei Eiserne Ketten verdeutlicht, spielte Felix Kroos auf der Position im Zentrum und Marcel Hartel auf links. Allerdings war er nicht der typische Außenbahnspieler, sondern zog viel ins Zentrum. Und nach Kroos’ Auswechslung übernahm er dessen Position im Zentrum.

Foto: Stefanie Fiebrig

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