Florian Hübners Knie hält und Christopher Trimmels langersehnter Einsatz für Österreich

Es gibt mehrere Lesarten für das 0:0 im Test gegen Dynamo Dresden, in dem zu Beginn kein Startelfspieler aus dem vergangenen Spiel in Wolfsburg stand. Die eine schließt sich der allgemeinen sportlichen Kritik an der Mannschaft in den vergangenen Spielen an: Es werden zu wenig sehr gute Chancen herausgearbeitet. Das Team ist zu hektisch im Spiel mit dem Ball und zu unpräzise im Abschluss. Im Gegensatz zu den letzten Bundesligaspielen kam Union gegen Dresden aber zu Abschlüssen aus vielversprechenden Positionen und hätte mindestens zwei, drei Tore erzielen müssen. Als ich mir die Zusammenfassung auf AFTV angesehen habe, erwischte ich mich, wie ich noch mitfieberte und “Ohhh” und “Aaah” sagte. Das ist vielleicht nicht der stärkste Indikator für die Qualität von Chancen, aber ich sah, dass wirklich nicht viel fehlte und muss Trainer Urs Fischer recht geben, wenn er sagt: “Man hat dann aber auch Missverständnisse bemerkt. Wir waren zu unpräzise. Mit dem Aufwand, den die Jungs betrieben haben, bin ich einverstanden. Mit dem Ball waren wir phasenweise zu hektisch.” (Kicker)

Die Capo-Plätze auf der Waldseite des 1. FC Union Berlin wurden beim Test gegen Dresden vom Nachwuchs benutzt, allerdings ohne Mikros

Die Capo-Plätze wurden beim Test gegen Dresden vom Nachwuchs benutzt, allerdings ohne Mikros, Foto: Matze Koch

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Lennard Maloney ist in Österreich bei St. Pölten auf Vereinssuche

Der Test heute um 14 Uhr gegen Dynamo Dresden wird sicher kein Leckerbissen. Das liegt daran, dass beide Klubs aktuell in ihren Ligen nicht die Erfolgserlebnisse einheimsen und vor allem offensiv nicht überzeugen können. Aber vielleicht auch daran, dass vor allem die Spieler zum Zug kommen, die noch keine oder wenig Einsätze hatten. Daraus macht der Kurier die eher alberne Schlagzeile “Union sucht den Super-Bankdrücker” und die Bild, die bei ihrem Sebastian-Polter-Fokus bleibt “Polter will sich nicht hinten anstellen”.

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Bekommt Christopher Trimmel sein 4. Länderspiel für Österreich?

Während seine Mannschaftskameraden am Donnerstag um 14 Uhr gegen Dynamo Dresden testen, darf Christopher Trimmel auf einen Einsatz im EM-Qualifikationsspiel Österreich gegen Israel hoffen. Die Bild hat nachgerechnet, genau 3508 Tage ist sein letzter Einsatz her. Ob  es mit dem Einsatz am Donnerstag oder am Sonntag beim Test in Slowenien klappt ist natürlich trotzdem nicht sicher. Hoffenheims Stefan Posch könnte ihm vorgezogen werden. Dass Valentino Lazaro von Mailand dagegen den Vorzug auf der Rechtsverteidiger-Position erhält, glaube ich nicht so richtig. Der frühere Hertha-Spieler hat in dieser Saison nur einmal für Inter gespielt und würde sowieso eher für die offensivere Position in Frage kommen. Trimmel hat dagegen konstant gespielt und dabei auch für mich überraschend noch einmal zugelegt. Aber vielleicht liegt das auch daran, dass wir von außen dem Wechsel zwischen Zweiter und Erster Liga viel größeren Wert zuweisen, als er im Leistungsspektrum tatsächlich da ist.

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Israel verurteilt antisemitischen Tweet und damit erreicht das Thema eine zwischenstaatliche Ebene

Ich bin einerseits entsetzt und andererseits froh, welch Kreise dieser unsägliche von Rassismus und Gewaltfantasien geleitete Tweet vom Freitag zieht. Wie der Deutschlandfunk berichtete, hat sich auch das israelische Außenministerium dazu geäußert. Warum mich das entsetzt und gleichermaßen froh macht? Entsetzt bin ich immer noch, wie eine wie auch immer geartete Person online einfach so etwas Widerliches hinrotzen kann und dies solche Auswirkungen hat. Ich hoffe ernsthaft, dass man in der Lage sein wird, die Person zu identifizieren, auch wenn ich persönlich da wenig Glauben daran habe. Froh macht mich, dass die Grenzen des Sagbaren offenkundig nicht so weit nach rechts verschoben sind, dass so etwas wirkungslos bleibt. Wir kommen später zum Fall Chemnitz, wo jegliche Sicherungen im Verein versagt haben. Das war bei Union nicht so. Es gibt wohl kaum eine vorbildlichere Reaktion als die, die Union gezeigt hat mit dem sofortigen Einschalten der Polizei und später dem Statement von Präsident Dirk Zingler.

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Der Kampf um 50+1 ist mit einer Abstimmung noch lange nicht vorbei

Fangen wir mit dem Sport an. Union testete gestern Abend gegen den VfL Wolfsburg und verlor 0:3 (Fotos gibt es hier bei union-berlin.com). Die Tore fielen spät (71. Minute, 80. Minute und 90. Minute), aber sie fielen. Durch einen direkten Freistoß über die Mauer und zwei Konter. Ob aus der Begegnung etwas abzulesen ist? Es gab Spielpraxis für viele Akteure aus der zweiten Reihe. Und die Mannschaft verteidigte bis zu den ersten Wechseln gut. Und Simon Hedlund kam zu einem Kurzeinsatz. Mehr nehme ich daraus nicht mit. Mehr Infos gibt es beim Kurier und eine Zusammenfassung bei AFTV.

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