Berliner Derby in Coronazeiten ist wie Vollgas bei angezogener Handbremse

Die häufigste Frage, die mir in den letzten Tagen gestellt wurde, lautete: “Wo schaust du das Derby?” Ich zuckte darauf meist mit den Schultern, denn ich habe mir darüber einfach keine Gedanken gemacht. Ins Stadion dürfen wir nicht und gemeinsame Party zum Schauen fallen aus. Immerhin ist seit gestern klar, dass das Berlin-Derby zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union Berlin überhaupt übertragen wird. Sowohl Dazn als auch Amazon übertragen. Sehr wahrscheinlich höre ich mir allerdings die Reportage für Sehbehinderte von Tobias und Philipp auf AFTV an. Hier gab es einmal einen kleinen Clip über die Arbeit der beiden Reporter.

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Wehmut im leeren Olympiastadion und ein abgesagter Derby-Urlaub

“Es geht in erster Linie um Ligaerhalt und nicht um Stadtmeisterschaft”, sagte Urs Fischer gestern in der Geisterpressekonferenz vor dem Geisterspiel bei Hertha BSC am Freitag (AFTV). Und damit spricht er genau meine Gefühle aus. Ich denke momentan nur an den Klassenerhalt und null an die tiefere Bedeutung von einzelnen Spielen. Das heißt nicht, dass mir ein Spiel gegen Hertha unwichtig wäre. Und ich glaube auch, dass Urs Fischer bei einer Überschrift wie “Unions Fischer pfeift auf die Stadtmeisterschaft” eher die Stirn in Falten legen würde.

Urs Fischer auf der Pressekonferenz vor dem Berliner Derby gegen Hertha BSC, Foto via AFTV

Urs Fischer auf der Pressekonferenz vor dem Berliner Derby gegen Hertha BSC, Foto via AFTV

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Für Union war nicht das Bayernspiel entscheidend, sondern alles, was danach kommt

Union verliert das erste Spiel nach der lange Pause gegen den FC Bayern mit 0:2 und so ein bisschen war es wie erwartet. Das Spiel selbst war eins, das mit unseren Sehgewohnheiten gebrochen hat. Und irgendwie (und ich meine das gar nicht wegen der fehlenden Atmosphäre) hatte das etwas von einem Testspiel. Denn ganz ehrlich muss man sagen, dass der FC Bayern so spielte, wie man gegen Union spielen muss. Kontrolliert und auf seine Chance wartend. Die Münchner haben es tunlichst unterlassen, irgendeinen Raum zu öffnen. Und Union hatte nicht die Möglichkeiten, den Rekordmeister dazu zu zwingen. Manchmal braucht es kein heftiges Ergebnis, um zu merken, dass man hoffnungslos unterlegen ist.

Sebastian Polter beim Abspielen der Vereinshymne vor Anpfiff, Screenshot: AFTV

Sebastian Polter beim Abspielen der Vereinshymne vor Anpfiff, Screenshot: AFTV

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Dirk Zingler: “Wir werden das als Unioner und als Club aushalten”

Ich war überrascht, gestern Präsident Dirk Zingler live bei der Pressekonferenz von Union zum Spiel zu sehen (AFTV), denn öffentlich angekündigt hatte der Verein den Auftritt nicht. Doch nach den Ereignissen dieser Woche rund um die Reaktionen auf die Ausbreitung des Coronavirus in Europa gab es möglicherweise den Bedarf als Verein ein paar Dinge zurechtzurücken. Die Argumentationslinien des Präsidenten waren klar: Geisterspiele sind keine Dauerlösung und nicht der Fußball, für den Union steht. Entschieden wird Anfang nächster Woche auf einer DFL-Sondertagung. Alles andere als eine Aussetzung des Spielbetriebs würde mich ehrlich gesagt überraschen.

Pressekonferenz im Zeichen des Coronavirus: Trainer Urs Fischer, Pressesprecher Christian Arbeit und Präsident Dirk Zingler, Screenshot: AFTV

Pressekonferenz im Zeichen des Coronavirus: Trainer Urs Fischer, Pressesprecher Christian Arbeit und Präsident Dirk Zingler, Screenshot: AFTV

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