Die Verpflichtung von Keita Endo setzt einen anderen Trend bei Unions Transfers

Union hat gestern den dritten Neuzugang des Sommers offiziell vermeldet: Keita Endo wird zunächst für eine Saison von den Yokohama F. Mariners ausgeliehen. Damit bekommt Union noch eine neue Option auf den Flügeln mit einem etwas anderen Spielertypen, als auf diesen Positionen im Kader schon vorhanden ist.

A propos Flügel: Vielleicht hat sich gerade jemand gefragt, wofür das F. im Namen von Endos altem Verein steht. Die Antwort lautet “Flügels”, und bezieht sich auf einen vormaligen Verein, der von den All Nippon Airways unterhalten wurde und später mit den Mariners fusioniert wurde, zum Leidwesen vieler Flügels-Fans. (Exkurs-Ende)

Endo – auf japanisch würde man eigentlich immer den Nachnamen zuerst sagen, bei ihm also Endō Keita – ist vor allem eine interessante Verpflichtung, weil er genau nicht in das Raster der (Bundesliga)-erfahrenen, deutschsprachigen Spieler fällt, bei denen man ziemlich genau weiß, was man von ihnen bekommt und zu erwarten hat.

Das ist bei Endo anders, denn auch wenn Union ihn sicher gut beobachtet hat, stellen sich natürlich fragen daran, wie gut er sein Talent in der Bundesliga auf den Platz bringen kann. Weil ich ihn überhaupt nicht beobachtet habe, will ich dazu hier gar nichts sagen, außer dass ich gespannt auf ihn bin. Diese Verpflichtung ist aber jedenfalls eine, die das Potential nach oben hat, dass bei den ersten Transfers des Sommers vielleicht gefehlt hat.

Und weil Union nach der einjährigen Leihe eine Kaufoption hat, gilt das auch für die längerfristige Kaderentwicklung. In seiner Mitteilung nennt Union Endo auch “Nationalspieler”. Das ist technisch korrekt, weil er zwei Spiele für Japans Nationalmannschaft gemacht hat. Aber die waren im Herbst bei der Ostasienmeisterschaft, für die keine Profis aus den europäischen Ligen abgestellt/berufen wurden. Das war also eher ein Perspektivkader, und heißt nicht, dass Endo zu jedem Fifa-Turnier um die Welt reisen wird/muss/darf.

Bei seinem letzten Spiel in Japan wurde Endo übrigens angeschlagen ausgewechselt:

Und das schreiben die Berliner Medien über den Transfer:

Der Kurier berichtet außerdem davon, dass Emanuel Pogatetz, der einst eine Rückrunde lang Unions Abwehr stabilisierte, beim LASK Co-Trainer wird.

Und sonst so

Obwohl die Landespokal-Wettbewerbe noch nicht zu Ende gespielt sind, und so zum Beispiel noch offen ist, ob sich Babelsberg oder Grün-Weiß Lübben für den DFB-Pokal qualifizieren, wird heute die erste Runde ausgelost. An Unions Auswärtsserie in dem Wettbewerb kann sich da natürlich nichts ändern, und ich wäre dafür, dass das auch erst passiert, wenn wir wieder im Stadion sind.

2 Gedanken zu „Die Verpflichtung von Keita Endo setzt einen anderen Trend bei Unions Transfers

  1. Dann begrüßen wir unseren neuen Spieler Endō Keita einmal mit einem 鉄 連 盟 / „tetsu renmei“, was Eisern Union auf japanisch heißt.

  2. Es könnte sich auch noch Fürstenwalde oder Luckenwalde qualifizieren ;)

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