Das Interesse anderer Klubs an Bobby Wood gehört zum Plan

Wenn wir uns über Bobby Woods Tore freuen, bekommt der Angreifer auch Aufmerksamkeit von anderer Seite. Die Mopo aus Hamburg schreibt, dass sich HSV-Sportchef Peter Knäbel vergangene Woche mit Bobby Wood in einem Berliner Hotel getroffen habe (das Schwesterblatt Kurier berichtet ebenfalls). So weit, so wenig überraschend. Denn in seinem Abschiedsinterview bei AFTV hatte Manager Nico Schäfer bereits prophezeit, dass Wood Unions nächster Rekordtransfer werden würde.

Die Vertragslaufzeit von drei Jahren spricht dafür, dass ein Verkauf von Woods und Unions Seite eingepreist wurde. So ist nach dem ersten Jahr und vor dem dritten Jahr genug Zeit. Weder Union noch Wood haben Druck. Auch weil Union beim Gehalt dem Angreifer mehr als den Mannschaftsschnitt zahlt. Denn bei allem Talent, das Bobby Wood immer bescheinigt wurde: Konstante Leistung und Tore zeigt er erstmals bei Union. Die Erfahrung aus seiner bisherigen Profizeit bei 1860 wird ihn sicher dazu bewegen, vor allem das Umfeld für seinen nächsten Schritt sorgfältig zu prüfen.


Foto: Matze Koch

Was wir aus Woods Vertrag nicht wissen: Gibt es eine Ausstiegsklausel? Und wenn ja, wie ist die gestaltet? Lediglich Nico Schäfers Andeutung vom zukünftigen Rekordtransfer ließ vermuten, dass da etwas sein dürfte. Die Mopo aus Hamburg schreibt, es gebe eine Ausstiegsklausel. Allerdings nur für die Premier League. Sollte das stimmen, muss ich Nico Schäfer noch einmal für die Vertragsgestaltung auf die Schulter klopfen.

Die Premier League mit ihrer Ausstrahlung auf die Berichterstattung in den USA dürfte für Wood ein lohnendes Ziel sein. Und mit ihrem Hang, aktuell enorm hohe Ablösen zu zahlen, dürfte sich auch Union dorthin orientieren. Der HSV hat vor zwei Jahren fast zehn Millionen Euro für Pierre-Michel Lasogga an Hertha überwiesen. Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie jetzt mit den von Mopo oder Kurier kolportierten zwei bis zweieinhalb Millionen Euro hinkommen. Dafür ist Woods Potential zu vielversprechend.


Foto: Matze Koch

Ich würde Wood gerne noch ein Jahr bei uns sehen, bin mir aber klar, dass das einfach ein Spieler ist, der zu gut ist, um dauerhaft Zweite Liga zu spielen. Was mittlerweile positiv für Union ist: Der Verein könnte sich einen Namen als Sprungbrett für Spieler machen, die den Anspruch haben, Bundesliga zu spielen, aber aus verschiedenen Gründen nicht zum Zug kommen. Sebastian Polter hat hier Anlauf geholt. Felix Kroos und Bobby Wood machen es ebenso. Das könnte zukünftige Verhandlungen erleichtern.

Das steht sonst noch in den Berliner Medien:

Der Podcast zum Spiel gegen Braunschweig

In unserem Podcast sprechen wir über das 3:1 gegen Braunschweig und was dort vor allem in der ersten Halbzeit alles nicht geklappt hat. Wir freuen uns über die endgültige Rückkehr von Benny Köhler und loben Christopher Quiring. Außerdem ist Tim nun auch Union-Mitglied geworden. Er erzählt, wie Union auf Zugezogene wirkt und warum er sich für die Mitgliedschaft entschieden hat: Teve254 – Union ist ein Premiumbotschafter für Berlin

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